SWR3 Gedanken

21MRZ2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Nichts wünsche ich mir mehr, als Frieden. Frieden untereinander, Menschen, die freundlich und wertschätzend miteinander umgehen. Und vor allem, gerade jetzt, Frieden auf dieser Welt. Ein Ende von Krieg und Gewalt, von Raketen, die alles zerstören. Ich wünsche mir, dass kein Mensch mehr Schutz suchen muss, in Bunkern, dass kein Mensch mehr fliehen muss. Dass kein Mensch mehr sterben muss, weil die Mächtigen ihre Gefechte austragen auf Kosten anderer. –

In einem Buch des Schriftstellers Erich Kästner heißt es: „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“

Von Unfug will ich nicht reden angesichts der Brutalität der Kriege. Das wäre viel zu harmlos. Aber der Satz von Kästner begleitet mich schon eine ganze Weile, und geht mir auch jetzt nicht aus dem Kopf. An dem, was an schlimmen Dingen passiert, sind nicht nur die Schuld, die sie tun, sondern auch die, die sie nicht verhindern.

Wie kann ich Krieg verhindern? Kann ich Krieg überhaupt verhindern? Klar, ich bin keine Superwoman. Die mit großem Spektakel die Welt retten kann. Im Kleinen kann ich aber einiges tun, lautstark für Frieden eintreten, auf die Straße gehen, Geflüchtete unterstützen… Aber manchmal bin ich ehrlich gesagt auch ratlos.

Deshalb bitte ich: Gott, Du hast mal gesagt: Meinen Frieden gebe ich Euch.
Gib uns gerade jetzt eine Extraportion von Deinem Frieden. Den wir in die Welt tragen können. Der Ideen weckt, was wir noch tun können, um Schlimmeres zu verhindern. Gib Deinen Frieden, der uns stark macht, damit wir diese Welt aushalten und verändern können. Gib Frieden, Gott, gib Frieden!

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44048
weiterlesen...