SWR3 Gedanken

19MRZ2026
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„Jetzt habe ich mir vorgenommen, jeden Tag drei Sachen zum Loben zu finden. Dies ist eine geistlich-politische Übung von hohem Gebrauchswert.“ Hat die Theologin Dorothee Sölle mal gesagt. Puh. Drei Sachen zum Loben zu finden, jeden Tag. Manchmal scheint es doch eher so gar nichts Lobenswertes zu geben… besonders, wenn ich mich gerade in der Welt umschaue.

Kriege, Gewalt, Ungerechtigkeiten und Missbrauch… Aber ja, doch – Hier bin ich. Vielleicht etwas müde, von allem, was zur Zeit passiert, und was mir den Schlaf und die Ruhe raubt. Aber ICH BIN. Das IST ein Grund zu loben. Und: Gott schickt, so heißt es in der Bibel, immer wieder eine Wolke mit goldenem Rand vorbei. Was immer sich für jede und jeden von uns darin verbirgt… Siehst DU es? – Also mache ich mich auf, jeden Tag drei Sachen zum Loben zu finden. Denn es gibt sie, diese lobenswerten Dinge. Trotzdem. Und in Allem. Das großgewordene Kind. Das sich behaupten kann in der Welt. Die Kollegen, die mitdenken und anpacken, wenn es trubelig wird… Gute Gründe, zu loben! Die Nahrung sind für unsere Seelen. Und Raum und Herz öffnen für das, was größer ist, als alles, was wir fühlen, denken und sagen können.

Loben ist, zumindest manchmal, verdammt harte Arbeit. Fangen wir klein an. Und schärfen den Blick für die kleinen Dinge. Für das Wesentliche.

Ich nehme mir vor, jeden Tag drei Sachen zum Loben finden. Wunder loben in leichten Zeiten kann jeder. Aber Gott auch im vollen, manchmal schwierigen Alltag zu erkennen, das ist die hohe Kunst. Üben wir uns darin. Immer wieder neu.

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