SWR3 Gedanken

04MRZ2026
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Manchmal fällt es mir schwer zu sehen, dass die Welt auch schön ist. Dann sehe ich nur das viele Leid. Dann sehe ich, dass zu oft der Hass die Menschen bestimmt. Und dann sehe ich auch nur noch, wo es in meinem Leben nicht so gut läuft: Dass geliebte Menschen krank sind und diese Krankheit nicht weggehen wird. Dass Beziehungen, die mir wichtig waren, kaputt gegangen sind und ich es nicht ändern kann.

Diese Sichtweise tut mir nicht gut, das merke ich selbst. Wer nur das Schlechte sieht, dem kann es gar nicht gut gehen. Für mich ist da Paulus ein Vorbild. Von ihm wird in der Bibel erzählt.  Paulus hatte es oft schwer in seinem Leben: Eine chronische Krankheit hat ihn immer wieder geplagt. Er hat für seinen christlichen Glauben gebrannt und ist damit oft angeeckt. Wurde gehasst und verfolgt für das, was er über Jesus Christus erzählt hat.

Paulus hat sich davon aber nicht entmutigen lassen. Er hat sich selbst und den Menschen um sich herum gesagt, dass sie den größten Grund zur Hoffnung haben. Und dass diese Hoffnung da besonders groß werden kann, wo es ihnen nicht gut geht. Wo sie leiden, es schwer haben, bedrängt werden. Er sagt, dass sein Glaube ihm Hoffnung schenkt. Weil das, was wir hier sehen, nicht alles ist. 

Mir hilft es, wenn ich es schaffe in meinen dunklen Momenten an Paulus und seine Hoffnung zu denken. Es ist auch meine Hoffnung. Dass es später einmal für alle Menschen herrlich sein wird. Und, dass etwas davon schon jetzt zu spüren ist. Zum Beispiel in den Momenten, die ich mit einem geliebten Menschen trotz seiner Krankheit genießen kann. In Beziehungen, die mir gut tun und mich stark machen.

Die Hoffnung nie aufgeben. Weil es immer Hoffnung gibt.  Das hilft.

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