Anstöße SWR1 RP / Morgengedanken SWR4 RP

04MRZ2026
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Die Stimmung in unserem Land ist schlecht. Jedenfalls habe ich oft den Eindruck, dass viele Menschen keine Hoffnung mehr auf eine gute Zukunft haben. Manche sind resigniert, weil vieles nicht gut funktioniert: zu viel Bürokratie, marode Schienennetze. Andere sind noch besorgter, weil der amerikanische Präsident Diktator spielt und Europa schwach wirkt.  

Was mir hilft, den Kopf nicht in den Sand zu stecken? Beispiele, die zeigen, dass man hoffnungsvoll nach vorne schauen darf. Trotz allem. Neulich hatte ich eine Begegnung mit jungen Forscherinnen und Forschern. In einem Wettbewerb haben sie ihre Projekte vorgestellt. Es ging darum, alles möglichst unterhaltsam zu präsentieren.

Ein junger Mann hat mich besonders gefesselt. Er erforscht, wie Pflanzen Widerstandsfähiger gegen den Klimawandel gemacht werden können. Doch noch mehr als sein Thema hat mich seine Begeisterung fasziniert. Mit leuchtenden Augen und strahlendem Lachen erzählte er von seiner Arbeit. Und das Wichtigste: er blieb zuversichtlich und hoffnungsvoll für die Zukunft. Diese Begeisterung hat mich angesteckt. Und offenbar auch die anderen. Denn am Ende hat er den Wettbewerb gewonnen.

Meine Sorgen um die Zukunft sind dadurch nicht verschwunden. Aber Menschen wie dieser junge Mann lassen die kleine Flamme der Hoffnung und Zuversicht gleich viel heller leuchten.

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