SWR1 3vor8
Wer die Münchener Sicherheitskonferenz vor zwei Wochen zumindest ein wenig verfolgt hat, dem dürfte endgültig klar sein: Die Welt, wie wir sie kannten, hat sich dramatisch verändert. Das, was manche als die gute alte Zeit verklären, ist vorbei. Endgültig. Eine neue Epoche beginnt. Zeit, aufzubrechen. Aber wie und wohin? Auch mich macht das gerade oft ratlos.
Ein uralter Text, der heute Morgen in den katholischen Gottesdiensten zu hören ist, könnte da ein wenig Mut machen. Er erzählt von Abraham, dem gemeinsamen Vorfahren von Juden, Christen und Muslimen. Eines Tages sagt Gott zu ihm: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! (Gen 12,1ff) Und Abraham? Der nimmt seine Sippe, macht sich auf und zieht los. Ohne zu wissen wohin. Aber im Vertrauen darauf, dass es gut ausgehen wird.
Ich gebe zu, ich könnte das nicht. Ich bin ein Mensch, der gerne vorausplant. Der wissen will, was ihn erwartet. Abraham aber hat etwas, das ihn in der Geschichte scheinbar gelassen losziehen lässt. Denn Gott verspricht ihm: Ich werde dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Mehr noch: Ich werde segnen, die dich segnen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.
Segnen und gesegnet werden. Im Ursprung meinte Segen wohl einen Art Kraft, die etwas wachsen und gut werden lässt. Eine Kraft, die von Gott kommt. Und die wünsche ich eben einem Menschen, wenn ich ihn segne. „Gott segne dich“ meint also: Gott möge dir Mut und Kraft verleihen, damit dein Leben gelingt. Eine Garantie darauf gibt es natürlich nicht. Ein Segen ist kein Zauberspruch. Er ist eine Zusage: Du bist nicht allein. Gott geht mit dir. Was die kleine Abrahamsgeschichte aber auch noch erzählt: Wer so gesegnet ist, Gottvertrauen gewonnen hat, kann sogar für andere zum Segen werden. Zum Mutmacher und Kraftspender.
Was die nähere Zukunft für mich und alle anderen bringen wird ist ungewiss. Vielleicht passt das etwas verstaubt klingende Wort vom „Gottvertrauen“ da ja ganz gut. Denn ich werde nie alles planen und im Griff haben können. Aber ich kann trotzdem losgehen und mit meinen begrenzten Möglichkeiten Gutes tun. Im Vertrauen darauf, dass ich gesegnet bin und Gott mir alles, was nötig ist, dafür mitgeben wird. Und vielleicht kann ich sogar zum Segen werden für andere.
Wer die Münchener Sicherheitskonferenz vor zwei Wochen zumindest ein wenig verfolgt hat, dem dürfte endgültig klar sein: Die Welt, wie wir sie kannten, hat sich dramatisch verändert. Das, was manche als die gute alte Zeit verklären, ist vorbei. Endgültig. Eine neue Epoche beginnt. Zeit, aufzubrechen. Aber wie und wohin? Auch mich macht das gerade oft ratlos.
Ein uralter Text, der heute Morgen in den katholischen Gottesdiensten zu hören ist, könnte da ein wenig Mut machen. Er erzählt von Abraham, dem gemeinsamen Vorfahren von Juden, Christen und Muslimen. Eines Tages sagt Gott zu ihm: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! (Gen 12,1ff) Und Abraham? Der nimmt seine Sippe, macht sich auf und zieht los. Ohne zu wissen wohin. Aber im Vertrauen darauf, dass es gut ausgehen wird.
Ich gebe zu, ich könnte das nicht. Ich bin ein Mensch, der gerne vorausplant. Der wissen will, was ihn erwartet. Abraham aber hat etwas, das ihn in der Geschichte scheinbar gelassen losziehen lässt. Denn Gott verspricht ihm: Ich werde dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Mehr noch: Ich werde segnen, die dich segnen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.
Segnen und gesegnet werden. Im Ursprung meinte Segen wohl einen Art Kraft, die etwas wachsen und gut werden lässt. Eine Kraft, die von Gott kommt. Und die wünsche ich eben einem Menschen, wenn ich ihn segne. „Gott segne dich“ meint also: Gott möge dir Mut und Kraft verleihen, damit dein Leben gelingt. Eine Garantie darauf gibt es natürlich nicht. Ein Segen ist kein Zauberspruch. Er ist eine Zusage: Du bist nicht allein. Gott geht mit dir. Was die kleine Abrahamsgeschichte aber auch noch erzählt: Wer so gesegnet ist, Gottvertrauen gewonnen hat, kann sogar für andere zum Segen werden. Zum Mutmacher und Kraftspender.
Was die nähere Zukunft für mich und alle anderen bringen wird ist ungewiss. Vielleicht passt das etwas verstaubt klingende Wort vom „Gottvertrauen“ da ja ganz gut. Denn ich werde nie alles planen und im Griff haben können. Aber ich kann trotzdem losgehen und mit meinen begrenzten Möglichkeiten Gutes tun. Im Vertrauen darauf, dass ich gesegnet bin und Gott mir alles, was nötig ist, dafür mitgeben wird. Und vielleicht kann ich sogar zum Segen werden für andere.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43955