SWR3 Worte

24FEB2026
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Heute vor vier Jahren begann die russische Vollinvasion der Ukraine. Der Journalist und ARD-Korrespondent Vassili Golod erzählt, wie er die Menschen dort aktuell erlebt:

„Es ist vor allem ein Überleben für Millionen von Menschen. Du hast keine Heizung, du hast keinen Strom, du hast kein Wasser über weite Teile des Tages, über viele Stunden. [...] Das bedeutet vor allem für ältere Menschen, dass sie ihre Wohnungen nicht verlassen können. Wenn du irgendwo im 20. Stock wohnst und auf den Fahrstuhl angewiesen bist, aber der Fahrstuhl nicht fährt, dann bleibst du halt in deiner Wohnung.  [...]  Die Leute können teilweise den Frost von innen an den Fenstern abkratzen, so kalt ist es da.[...] Aber die Leute werden kreativ. Die machen zum Beispiel im Gasofen Ziegelsteine heiß, weil die die Wärme halten und dann wärmen sie sich an diesen Steinen.[...] Viele Menschen in der Ukraine wünschen sich, dass sie nicht vergessen werden. Dass Leute verfolgen, was dort passiert und jeder und jede das in ihrer und seiner Macht Stehende tun, um dem Land zu helfen.”

Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/interview-vassili-golod-ukraine-russland-winter-krieg-100.html, Ausdruck vom 17.02.2026 um 20:16 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43914
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