SWR3 Worte
Morgen wird Rita Süssmuth mit einem Staatsbegräbnis geehrt. Die ehemalige Politikerin und Bundestagspräsidentin starb am 1.Februar und schrieb 2024 in ihrer Autobiographie mit dem Titel “Über Mut” auch über ihren christlichen Glauben im Leben und im Sterben. Süssmuth notierte:
„ Ich vertraue [...] auf meinen Glauben, der mich mein Leben lang bestärkt und gefestigt hat [...] mir geholfen hat, Angriffe und Verleumdungen auszuhalten. [...] ich weiß genug vom Leben der Menschen um zu wissen, dass das was wir sehen und wissen, nur einen Teil des Universums umfasst. Vieles ist uns unzugänglich, unbekannt. Aber das beunruhigt mich nicht. Ich bin und bleibe neugierig - und deshalb gelassen. Dabei halte ich mich an Hermann Hesses Zeilen aus dem [...] Gedicht Stufen, in denen es am Ende heißt: “Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde / uns neuen Räumen jung entgegensenden.” Wer weiß?”
Rita Süssmuth, „Über Mut. Vom Zupacken, Durchhalten und Loslassen.” Bonifatius-Verlag, Paderborn, S. 146.
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