SWR3 Gedanken

11FEB2026
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Neulich habe ich einen ganzen Tag in der Notaufnahme verbracht – nicht als Patientin, sondern als Angehörige. Eine wirklich belastende Erfahrung – und doch konnte ich etwas beobachten, das mich tief beeindruckt hat: Die Menschen in der Notaufnahme arbeiten unter enormem Druck, oft mit zu wenig Personal und zu vielen Notfällen auf einmal. Und trotzdem: Alle bleiben freundlich und zugewandt und vor allem geduldig. Das finde ich so bewundernswert.

Heute, am 11. Februar ist der Welttag der Kranken. Er wurde bewusst von der Kirche eingeführt, um kranke Menschen nicht zu übersehen und um all jene zu würdigen, die sich um sie kümmern.

Krank zu sein bedeutet nicht nur körperlich schwach zu sein, sondern auch oft, sich alleine zu fühlen. Der Alltag wird kleiner, die Welt draußen läuft weiter, und viele fühlen sich unsichtbar. In solchen Momenten ist es ein ganz großes Geschenk, Menschen um sich zu haben, die sich kümmern. Die nicht nur medizinisches Wissen einbringen, sondern sich liebevoll zuwenden, genau hinschauen und ganz viel Geduld für das Leid mitbringen. Und das oft unter Bedingungen, die alles andere als leicht sind.

Der Welttag der Kranken erinnert mich daran, dass eine Gesellschaft nur dann menschlich ist, wenn auch die Verletzlichen zählen. Und das beginnt schon mit einer kleinen Geste, einem freundlichen Blick oder einem aufmerksamen Wort – mitten in der Notaufnahme.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43822
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