SWR3 Worte
„Nichts tun“ – das ist nicht so leicht, wie es klingt. Also: wirklich nichts zu tun, mal komplett anzuhalten – innezuhalten. Aber genau dafür ist der Ruhetag heute gemacht, erzählt die Bibel. Pfarrerin Josephine Teske will sich von Gott abschauen, wie „Innehalten“ geht. Und hat dazu ein Gebet geschrieben:
„Gott (…) Du weißt es längst: ich kann das nicht so gut. Ich brauche dich dafür. Zeige mir, wie das geht. Einfach zu sein. Nicht zu leisten, sondern zu leben. Nicht zu fliehen, sondern heimzukommen – zu mir, zu dir. Lass mich den Lärm der Woche ablegen wie schwere Schuhe an der Tür. Lass mich barfuß gehen über die weiche Erde deiner Gegenwart. Sei mir nahe im stillen Atemzug, im Sonnenstrahl auf meiner Haut. […] Heute ist dein Tag. Und so darf auch ich ganz mir gehören. Ganz dir gehören. Ganz sein.“
Josephine Teske, Unsere Résistance. Gott. Immerdar. Gebete zum Leben
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