SWR3 Gedanken

02FEB2026
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Kinder und Jugendliche, die psychisch erkrankt sind, brauchen mehr Hilfsangebote. Das habe ich vor einem halben Jahr hier schon einmal gesagt und großspurig angekündigt: „Ich will helfen. Deswegen habe ich beschlossen, dass ich mir in den kommenden Tagen Zeit nehme, um eine Petition aufzusetzen.“ Denn diese Erkrankungen nehmen zu. Über meinen Beruf, aber auch über Freunde und Bekannte, die an Schulen arbeiten, bekomme ich das mit.

Die Petition gibt es noch nicht. Denn seit ich mir das vorgenommen habe, habe ich viele Gespräche geführt und viel gelernt. Und natürlich: Je mehr ich darüber erfahre, desto komplexer wird die ganze Sache. Vielleicht auch ein Grund, warum sich gefühlt so wenig in diesem Bereich entwickelt. Denn Wartezeiten in kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxen sind immer noch exorbitant. Natürlich auch in Praxen für Erwachsene. Bei Kindern und Jugendlichen ist es aber nochmal schlimmer. Sie sind noch in der Entwicklung. Und jede Woche Wartezeit schlägt sich darauf nieder.

Das Projekt Petition habe ich nicht auf Eis gelegt. Aber es war wichtig, diese Gespräche und noch ein paar weitere davor zu führen. Es ist gut, viele an meiner Seite zu wissen, die das Anliegen unterstützen. Je mehr Menschen die Petition letztlich zeichnen, desto besser.

Denn es muss sich etwas ändern. Davon bin ich weiterhin überzeugt. Die Politik muss sich damit beschäftigen. Junge Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen schneller Hilfe. Und noch besser wäre es, psychischen Erkrankungen vorbeugen zu können, wo es möglich ist. Dafür setze ich mich weiter ein!

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43767
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