SWR3 Gedanken
Alles glitzert, alles funkelt – vor allem heute. Meine Freundin trägt ihren Silvesterspezialpulli aus Glitzergarn, das silbrige Konfetti liegt schon auf dem Esstisch ausgestreut, und meine Tochter hat passend für heute Glitzernagellack aufgetragen.
Der viele Glitzerkram erinnert mich an eine schöne Sache aus meinem Glauben. Es gibt nämlich eine Stelle in der Bibel, da wird erklärt wie es im Himmel bei Gott aussehen soll. Da ist der Himmel wie eine große schöne Stadt beschrieben, und in dieser Stadt glitzert und funkelt es an jeder Ecke. Da heißt es: „Die Stadtmauer ist aus lauter Edelsteinen gebaut und die zwölf Stadttore sind aus zwölf Perlen gemacht. Die Hauptstraße ist aus reinem Gold.“
Da könnte man denken: „Ganz schön dick und verschwenderisch aufgetragen.“ Ich verstehe diese Bibelstelle so: Statussymbole haben bei Gott ausgedient. Damit braucht im Himmel niemand mehr angeben, denn bei Gott liegt aller Schmuck einfach für alle auf der Straße. Jeder kann ihn sehen und genießen. Edle Materialien sind nichts wert, aber edle Menschen!
Die Realität sieht leider anders aus, aber so könnte sie sein, wenn es nach Gott ginge.
Das hilft mir, wenn ich heute auf 2025 zurückschaue und überlege, wo ich diese Glitzermomente in diesem Jahr hatte oder mich so sehr danach gesehnt habe.
Und ich bin überzeugt: Bei Gott ist jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Glitzer, so wertvoll wie das reinste Gold und der schönste Edelstein.
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