SWR1 Anstöße sonn- und feiertags

26DEZ2025
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Als ich dieser Tage Klamotten in meinen Kleiderschrank sortierte, fiel mir auf, wie alt der schon ist und wie oft umgezogen. Ein „mädchenhafter“ Kleiderschrank, weiß, mit braunen Leisten verziert.

Ich habe ihn mir gekauft, als mein damaliger Partner auf einmal eine Andere  gefunden hatte, mit der er sich traf. Ich habe mich also getrennt, mir eine neue Wohnung gesucht und Möbel gekauft. Natürlich war ich sehr traurig damals, aber dann in der kleinen Wohnung mit meinen eigenen Sachen auch zufrieden.

Also Dankeschön, Kleiderschrank, es war tröstlich, dich entsprechend meinem eigenen Geschmack zu wählen und du hast mir schon viele Jahre gute Dienste geleistet.

Ich sage auch dem Wind oft Danke. Mit Asthma ist man auf frische Luft angewiesen und ich stelle mich gern ans offene Fenster und atme die klare Eifelluft und freue mich, dass ich nicht in einer engen Großstadt lebe oder in einer Gegend auf der Welt, die von Smog beherrscht wird.

Sauberes Wasser aus dem Kran. Keinesfalls selbstverständlich.

Dass mein Auto morgens anspringt und der Streudienst bei Glatteisgefahr vorsorglich feuchtes Salz streut, sodass wir Verkehrsteilnehmer ungefährdet die Serpentinen von Kirchwald ins Nettetal fahren können. Prima.

Der Weihnachtskaktus, der so prächtig blüht.

Die Grüße und Geschenke, die es Weihnachten gab.

Etwas Sonne an einem Tag, wo es in mir ganz düster ist.

Es gibt so viele Sachen, denen ich DANKE sagen kann.

Schöner noch ist die Vorstellung, dass GOTT mir da ein Zeichen schickt.

Ich sage Sachen gern Danke.

Menschen, wie zum Beispiel dem Winterdienst, sage ich noch lieber Danke.

Aber in meinem Kopf ist es immer GOTT, der das alles geschaffen hat.

Und dafür sage ich am liebsten IHM   Danke.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43535
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