SWR3 Gedanken
Morgen ist der erste Advent. In unserer Kirche: Lichter und Zweige und der Adventskranz. In der Kirche sitzen immer Leute: Kirchenhüter, die Ehrenamtlichen der offenen Kirche. Die öffnen morgens die Kirchentüren, entzünden die Altarkerzen, und in der Adventszeit auch die am Adventskranz. Sie begrüßen Menschen und sind ansprechbar bei Problemen oder Fragen. Auf den Tisch für die Ehrenamtlichen habe ich vor Jahren das erste Mal einen eigenen Adventskranz gestellt. Natürlich einen selbstgebundenen. Am dritten Tag waren bereits drei der Kerzen angebrannt.
Das geht für mich gar nicht, denn am Adventskranz lese ich ab, wie lange es noch dauert bis Weihnachten. Also wird am ersten Advent, die erste Kerze entzündet, am zweiten Advent die zweite, am dritten Advent die dritte und am vierten die Vierte. Dann kann man ablesen an den Kerzen, die unterschiedlich weit herabgebrannt sind, wie wir uns Weihnachten nähern.
Es gibt aber auch die Sparmethode im Umgang mit dem Adventskranz. Die funktioniert so, dass alle Kerzen gleichmäßig herunterbrennen. Keinesfalls soll die erste Kerze zu früh abbrennen und ersetzt werden müssen. Für mich ist das schlicht falsch, und ich habe mich mit den Ehrenamtlichen darüber gestritten und natürlich durchgesetzt, weil ich bei solchen Traditionsfragen sehr pingelig, rechthaberisch und streithaft sein kann. So wie ich es sage, ist es einfach richtig.
Nun frage ich mich, wie geht das anderen? Was ist bei euch im Advent und an Weihnachten nur auf eine Weise richtig? Und mit wem könnt ihr darüber streiten? Denn das sind doch wirklich mal wichtige Auseinandersetzungen!
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