SWR3 Gedanken

22OKT2025
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Alleinerziehend sein – das ist ein Vollzeitjob plus Extraschicht.

Kinder trösten, Termine organisieren, Geld verdienen, irgendwie durch den Tag kommen – und abends nicht selbst zusammenbrechen.

Sarah Buschmann kennt das. Sie selbst nennt sich „Solomutter“ und hat ein Buch  geschrieben. Es heißt: „Das Buch, das du vor dem Alleinerziehen gelesen haben musst.“ Darin erzählt sie nicht nur schonungslos ehrlich, sondern auch ermutigend. Von Finanzfragen und Stress im Kopf. Sie erzählt ohne Selbstmitleid, aber auch wütend und vor allem wünscht sich Sarah Buschmann, dass man sie mehr sieht. Denn: Alleinerziehende sind keine Randgruppe. Es sind Arbeitskolleginnen, Nachbarn, Freundinnen.

Auf jeden Fall alles Menschen, die ihre Kinder lieben. Die jeden Tag großartiges leisten und dabei oft übersehen werden.

Sarah Buschmann schreibt: „Es ist okay, wenn du gerade nur funktionierst. Und es ist auch okay, wenn du’s nicht mehr schaffst.“ Das dürfen sich alle sagen lassen, die grade wirklich nicht mehr können.  Nicht als Ausrede, sondern als Erlaubnis. Denn kein Mensch kann immer nur weitermachen.

Ich kann mir persönlich gut vorstellen wie Gott genau das auch sagt. „Du musst nicht immer nur funktionieren…“. Und das gilt für alle, nicht nur für die, die alleine erziehen.

Immer wenn ich mit allem alleine klar kommen muss. Oder wenn irgendwo jemand das Gefühl hat nur auf sich selbst gestellt zu sein: dann sagt Gott: „Ich sehe dich und was du leistest. Alles, was du geben kannst  – es ist genug!“

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