SWR3 Gedanken

03OKT2025
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Eine friedliche Revolution, ohne Gewalt und Waffen, die dennoch Mauern sprengte und Menschen zusammenbrachte… Eigentlich kaum vorstellbar, wie das damals funktioniert hat… Vor 35 Jahren, als die Berliner Mauer fiel und die Grenzen zwischen Deutschland und der DDR plötzlich offen waren. Es ging dann auf einmal sehr schnell. Ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, war die Wiedervereinigung zumindest auf dem Papier vollendet, und es gab wieder nur ein Deutschland.

Eine lange Zeit ist seitdem vergangen – und doch ist vieles von damals auch noch heute wichtig… - „Schwerter zu Pflugscharen“ – ein Bild, dass die Friedensbewegung in der ehemaligen DDR geprägt hat und auch von machen Friedensbewegten im Westen übernommen wurde. Ihr Ziel in den 80er Jahren: Ein Stopp des atomaren Aufrüstens in Ost und West. Das Bild „Schwerter zu Pflugscharen“ stammt aus der Bibel: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen.“, heißt es da. (Micha 4,3/Jesaja 2,4) Was für ein starkes Bild, was für eine schöne Hoffnung – eine Welt, in der wir keine Spieße und Schwerter mehr brauchen, sondern daraus Pflüge und Sicheln bauen können! Wer sich damals unter diesem Motto für den Frieden damals eingesetzt hat, hat Mut gebraucht und wusste um das große Risiko.

Vielleicht ist es gut, sich daran zu erinnern, und sich davon etwas abzuschauen.
Auch, dass eine scheinbar unmögliche Hoffnung Wirklichkeit werden kann – denn auch daran erinnert der heutige Tag. Und daran, dass vielleicht, wenn genug Menschen daran glauben und sich mit großem Mut einsetzen, noch einmal aus Schwertern Pflugscharen geschmiedet werden können.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43025
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