SWR3 Worte
Der Arzt und Demenzspezialist Klaus Fliessbach ruft dazu auf, grundsätzlich anders mit Krankheit und Tod umzugehen. Er begründet das so:
Wie jemand für sich einen Weg findet, mit seiner Krankheit umzugehen, ist sicher individuell sehr unterschiedlich, aber Krankheit und Tod gehören zum Leben dazu. Es gibt eine Grundhaltung in unseren modernen westlichen Gesellschaften, negative Aspekte auszublenden und auf Hedonismus zu setzen. Ich erhoffe von meinen Mitmenschen und von der Gesellschaft mehr Akzeptanz, dass jeder Mensch krank werden kann. Ich selbst kann der Nächste sein. Eine Krankheit sollte nicht als Zumutung oder Ungerechtigkeit wahrgenommen werden, sondern als Herausforderung oder Aufgabe.
Zeitzeichen, 3/25
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