Anstöße SWR1 RP / Morgengedanken SWR4 RP

19AUG2025
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Vor drei Jahren bin ich mit meiner Familie umgezogen.

Kurz nach unserem Einzug klingelte es an der Tür, und einer unserer neuen Nachbarn lud uns zum monatlichen Stammtisch ein. Seit unser Wohngebiet vor dreißig Jahren gebaut wurde, gibt es die Tradition, dass sich die Nachbarn einmal im Monat treffen. Über die Einladung haben wir uns sehr gefreut. Beim ersten Mal waren wir allerdings ziemlich nervös. Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Doch die Nervosität war schnell verflogen. Mittlerweile feiern wir sogar einmal im Jahr ein großes Straßenfest miteinander.

Für uns war es ein Segen, so leicht von den Nachbarn aufgenommen zu werden. Es ist einfach schön, wenn man sich gegenseitig hilft, sich unterstützt und weiß, wie es einander geht.

Doch das ist nicht alles, was wir an unserer Nachbarschaft schätzen. Niemand nimmt es einem übel, wenn wir mal keine Zeit oder Lust haben bei den Treffen teilzunehmen. Wir haben nie das Gefühl, zu irgendetwas gezwungen zu sein. Jeder lässt jedem den Freiraum, den er braucht. Wir gehören einfach dazu. Damals wurden wir von fremden Menschen angenommen, ohne uns erst beweisen zu müssen. Geschätzt zu werden, nicht für das, was man tut, sondern für das, was man ist. Und das tut uns unglaublich gut! Danke, liebe Nachbarn! 

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