SWR3 Gedanken
Wenn nach viel Trubel endlich Ruhe einkehrt, herrlich! Wenn der Kalender dünner wird und das Handy seltener klingelt. Dann gibt´s statt Schreibtisch-Hock und Mausklicks, Sonne auf die Haut, und bei mir darf auch der Sprung ins kühle Nass nicht fehlen.
Von jetzt auf gleich klappt das mit dem Abschalten trotzdem nicht immer. Manchmal brauch ich ein paar Tage, aber wenn ich dann erstmal vom Alltagsmodus runtergefahren bin, passiert eines fast wie nebenbei. Die äußere Ruhe färbt auf mein Inneres ab. Mit der Zeit werden meine Gedanken leiser und ich komm wieder auf andere Ideen.
Ich nehme zum Beispiel meine Gitarre in die Hand. Ich koche ein ausgeflipptes Gericht, bin wieder alberner und fühle mich 10 Jahre jünger. In solchen Momenten kriegt meine Seele Luft und ich erlebe, dass es mehr im Leben gibt als Stress und die Erholung davon. Da ist mehr, und da ist auch noch jemand. Gott ist für mich wie der feste Boden unter meinen Füßen auf dem ich mich erst so richtig unbeschwert und leichtfüßig fühlen kann.
Wenn ich mich ohne Agenda durch den Tag treiben lasse, kann es sein, dass ich seine ruhige Stimme in mir höre. Wie er sagt:
Komm zur Ruhe. Ich bin da. Nicht erst wieder, wenn es hektisch wird und du vor dem nächsten Problem stehst – sondern auch im Urlaub, wenn du deine inneren Akkus auflädst.
Wie genial, wenn Urlaub eine Auszeit von allem ist, und dazu noch eine druckfrische Einladung von Gott. Und darauf steht: „Komm in deine Seelenhängematte: Ich halte dich, und du - lass jetzt ruhig die Seele schaukeln.“
https://www.kirche-im-swr.de/?m=42724