SWR3 Gedanken

09AUG2025
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Ich mache seit einiger Zeit etwas für meine Gesundheit. Bisschen Kraft, bisschen Ausdauer. Nichts Übertriebenes. Ein Gesundheitsstudio in der Nähe hat mich dafür gebrieft: Eben so, dass es meinem Körper guttut.

Trotzdem war der Anfang hart. Von einer Dehnübung habe ich meinen linken hinteren Oberschenkel mal so richtig gespürt. Vom Krafttraining hatte ich Muskelkater im Brustbereich. Nach und nach haben sich hier und da die Muskeln gemeldet. Aber ich bin drangeblieben. Denn es geht ja gerade um die Wiederholung, das Dranbleiben. Das tut meinem Körper langfristig gut.

Inzwischen merke ich, wie hier und da Muskeln wachsen. Sie sorgen für mehr Stabilität, Entlastung der Gelenke und dass ich mich einfach fitter fühle. Aber eben nur, weil ich es auch konsequent durchziehe und dranbleibe. Dazu musste ich mich am Anfang aber schon sehr überwinden. Inzwischen gehe ich gerne hin.

Ich finde, mit dem Glauben ist es ähnlich. Auch da tut es gut, dranzubleiben. Zu wiederholen. Manchmal auch mich zu überwinden. Beim Beten zum Beispiel. Ich kann das regelmäßig machen, nicht nur, wenn es brennt. Gott kann ich alles anvertrauen. Gutes, Belastendes, Schweres, Schönes. Und je öfter ich bete, mit Gott rede, desto selbstverständlicher wird es für mich. Ich habe das Beten schon etwas länger als meinen Körper trainiert – und es ist für mich schon eine gute Alltagsroutine, die nur noch selten Überwindung kostet. Und durch diese Routine hab ich so etwas wie einen Gebetsmuskel trainiert.

Der regelmäßige Kontakt mit Gott stabilisiert mich, entlastet mich in schweren Zeiten und ich fühle mich einfach besser. Weil mir da immer wieder bewusst wird: Gott ist bei mir!

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