SWR3 Gedanken
In den Pfingstferien habe ich mir ein E-Bike gekauft. Seitdem bin ich schon ein paar Hundert Kilometer damit gefahren. Ich fahre damit zu Terminen im Ort. Und ich pace damit auch gerne mal ohne Termine einfach so über die Felder oder mal durch den nahegelegenen Wald.
Besonders, wenn es bergauf geht – und in Backnang, wo ich wohne, ist es sehr hügelig – ist der Motor einfach eine super Unterstützung. Ich muss mich nicht allein die Steigungen hochquälen, sondern bekomme spürbare Hilfe.
Ich finde mit uns Seelsorgerinnen und Seelsorgern ist es im besten Fall ganz ähnlich. Da unterstützt mich jemand, ein Stück meines Lebensweges zu meistern. So jemanden brauche ich besonders, wenn ich gerade im Tal bin und ich von da wieder rauskommen möchte. Oder wenn ich Lebensfragen habe, mich neu orientieren möchte. Das alles kann ganz allein wahnsinnig anstrengend sein. Eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger bringen einen zwar nicht einfach den Berg hoch, aber oft geht es mit Hilfe einfacher.
Vielleicht muss ich mich im ersten Moment überwinden, nach Hilfe zu schauen oder um Hilfe zu bitten. Aber warum sollte ich mir das Leben schwerer machen, als es ist?
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