SWR3 Worte
Ständig damit beschäftigt sein, dass ich glücklich werde – das muss gar nicht sein. Dieser Meinung ist der Theologe Eugen Drewermann. Er sagt:
Immer denken wir, das Wesentliche müsse durch unsere Hände gemacht werden, wenn etwas Entscheidendes in unserem Leben sich ereignen solle, müssten wir etwas tun. Von früh bis spät sind wir bemüht, uns wichtig zu nehmen. (…)
Aber (…) wie viel von der Zauberkraft unseres Herzens geht zugrunde an all dem Gestampfe, Gerenne, Getrete und Gelaufe in unserem Leben (…).
Wär es nicht möglich, es reifte das, was wir sind, in unserer Tiefe,
und wir könnten's gar nicht erklügeln, nicht beschließen, es wäre nur einfach da?
Quelle
Eugen Drewermann: Der offene Himmel, Patmos Verlag Ostfildern 1991.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=42611