SWR3 Gedanken

10JUL2025
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Diskussion neben mir auf der Parkbank. Eine Mutter mit einem kleinen Jungen. „Warum darf ich da nicht spielen?“, fragte der Junge. „Weil da lauter Müll rumliegt.“ „Warum liegt da Müll rum?“ „Weil Leute ihn da liegen gelassen haben.“ „Warum haben die Leute den Müll da liegen gelassen?“ Die Mutter gibt auf. „Das weiß ich nicht“, antwortet sie ihm. Und ich denke, der kleine Junge hat das Problem genau begriffen.

In der Bibel sagt Jesus: „Ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ Und ich glaube, Jesus meinte da vor allem die kindliche Neugier. Neugier aus Liebe zu den Menschen. Mit Kindern die Welt erkunden und hinterfragen.

Mein alter Nachbar und ich teilen die Leidenschaft für Diskussionen und besondere Sachbücher. Zufällig kamen wir auf das Thema Gender. Nein, meinte er, mit Gendern könne er nichts anfangen. Also habe ich ihm das Buch einer Biologin ausgeliehen. Seither liest er alles zum Thema. Neugierig, wie eh und je. Und jetzt bin ich es, die ihn wieso und warum fragt. Noch in hohem Alter lohnt es, sich mit neuen oder fremden Themen auseinanderzusetzen. Viele Kinder machen das automatisch.

Ich glaube, mehr Neugier hilft uns im täglichen Miteinander. Etwas, das man erstmal für absoluten Schwachsinn hält, sich doch genauer anschauen, wie mein Nachbar das Gendern.

Wer neugierig ist wie ein Kind, dem steht die Welt offen!

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