SWR3 Gedanken
„Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist das nicht das Ende“. Ich mag diesen Spruch eigentlich nicht. Für mich fühlt er sich an wie billiger Trost.
Eine Situation, die einfach schlecht ist, die kann man nicht einfach so gut reden, und versprechen, dass es wieder besser wird. Und manchmal ist es eben wirklich das Ende: Der Tod eines geliebten Menschen, das Zerbrechen einer Partnerschaft, der Verlust der Arbeitsstelle …. Gleich, ob man weiß, dass vielleicht etwas Neues dadurch entsteht. Erstmal muss man mit dem Verlust, der Trauer und dem Schmerz umgehen.
Irgendwie stimmt der Spruch aber doch. Hier auf der Erde wird es immer Schmerz und Leid geben. Da kommen wir als Menschen nicht drumrum. Das erleben alle in ihrem Leben. Schon immer. Auch schon zur Zeit Jesu. Die Menschen hatten Angst vor der Zukunft. Und wussten manchmal auch nicht, wie es weitergehen sollte. Genauso wie wir heute. Jesus hat sie mit folgenden Worten getröstet: „In der Welt habt ihr Angst. Aber fasst Mut, ich habe die Welt überwunden!“
„Alles wird gut“ sagt Jesus. Selbst, wenn wir auf Erden und in unserem Leben nicht weiterwissen. „Keine Angst“ sagt er, selbst wenn wir scheitern. „Was ihr nicht lösen könnt, das werde ich in Ordnung bringen. Und sogar, wenn das Leben hier zu Ende geht – bei mir ist es nicht das Ende.
es Was Jesus meint, das nennen wir heute oft den Himmel. Oder das Leben danach. Und dort wird es keine Angst mehr geben. Keinen Schmerz, kein Leiden. Das hat Jesus mit seinem Leben und Sterben versprochen.
Mir macht das Hoffnung. Schon jetzt. Auch in schweren Situationen. Es stimmt doch: Am Ende wird alles gut. Gott sei Dank!
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