SWR3 Gedanken

22JUN2025
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Micha und Franzi sind lange nicht zur Schule gekommen. Sie konnten einfach nicht. Es ging ihnen zu schlecht. Weil das natürlich nicht so bleiben konnte, sind sie eine Zeit lang in einer Klinik gewesen. Und irgendwann konnten sie wieder für ein paar Stunden in die Schule gehen. und dann auch ganze Tage. Mittlerweile leben beide wieder daheim. Und sie gehen auch wieder in ihre Schule. 

Immer mehr Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht es so. Dass sie so große Probleme haben, dass sie nicht mehr in die Schule gehen können. Sie werden mit ihnen einfach nicht fertig. Und fühlen sich oft auch allein -  Gleich, wie sehr sich die Eltern bemühen, die Mitschüler oder die Lehrerinnen und Lehrer.

Meine Schulklasse und ich, wir haben im Unterricht versucht darüber zu sprechen. Wie das passieren kann, dass es einem plötzlich so schlecht geht. Was man machen kann, wenn es einem Freund oder einer Freundin so schlecht geht.

Wir haben auch überlegt, was wir für uns selbst machen können, damit es unserer Psyche gut geht.

Eine wichtige Sache war, dass wir uns und andere stark machen. Dass wir uns was zutrauen. Positiv bleiben. Auf das schauen, was wir gut können. Damit wir Kraft und Mut haben für alles, was kommt. Und ich merke. Mir hilft es, dass ich nicht allein bin – auch wenn mir meine Freude oder meine Familie nicht weiterhelfen können. Gott lässt mich nicht allein. In einem Zitat aus der Bibel, das ich gerne mag, heißt es: „Sei stark und mutig! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“

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