SWR4 Abendgedanken
An manchen Abenden haben meine Frau und ich uns angewöhnt, vor dem Fernseher zu essen. Wir schauen dann häufiger dabei die Ratesendung: ‚Wer weiß denn sowas?‘. Da kann man kuriose Dinge lernen, von denen man noch nie gehört hat. Immer wieder gewinne ich interessante und neue Erkenntnisse, auch wenn es mit meinem Leben nicht wirklich etwas zu tun hat. `Wer weiß denn sowas?‘ Das könnte auch über dem heutigen Tag stehen, dem 3. März. Das ist nämlich seit 1973 der internationale Tag des Artenschutzes.
Hätten Sie es gewusst? Ich jedenfalls nicht. Aber wieder habe ich etwas Interessantes neu gelernt. Die Sache allerdings ist mir schon länger bewusst. Immer wieder werde ich daran erinnert, wie viele Arten an Pflanzen und Tieren aussterben, ständig und zunehmend. Es überrascht mich nicht, dass dieser Vorgang weder zufällig noch unerwartet vor sich geht, sondern von Menschen mitverursacht wird. Die Art und Weise, wie wir leben, sorgt dafür, dass die Bedingungen für alle Lebewesen schwieriger werden.
Natürlich ist Artensterben auch ein natürlicher Vorgang, aber die von Menschen verursachte Klimaveränderung spielt eine große Rolle. Und Pflanzen und Tiere verlieren zudem immer mehr Lebensraum durch Landwirtschaft und Städtebau. Auch Überfischung und Wilderei spielen eine große Rolle. Leider kann der Mensch viel kaputt machen
Ob ein festgelegter Tag im Jahr daran etwas ändert? Ich befürchte, es geht vielen Menschen wie mir, dass sie gar nichts von diesem Tag wussten.
Das Problem allerdings kenne ich. Und ich weiß auch etwas davon, wie Gott sich das Leben auf der von ihm geschaffenen Erde vorgestellt hat. Nämlich so, dass sie Lebensraum bietet für Pflanzen, Menschen und Tiere. Der Mensch hat in diesem Zusammenspiel eine besondere Aufgabe. Im Schöpfungsbericht der Bibel im 1. Buch Mose steht der Satz: Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Nicht jeder hat einen Garten, aber es gibt zum Glück viele Möglichkeiten, sich um die Schöpfung zu kümmern, damit auch künftige Generationen auf ihr leben können. Gemeinsam mit Pflanzen und Tieren. Ich finde es schön, dass der heutige 3. März, der Tag des Artenschutzes, mich daran erinnert.
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