SWR3 Worte

13JAN2025
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Manchmal genügt ein kleiner Perspektivwechsel, und schon kann ich ein unangenehmes Lebensgefühl in ein angenehmes verwandeln. Die amerikanische Psychotherapeutin Ashley Davis Busch schlägt dazu eine Art „umgekehrtes Dankgebet“ vor. Zum Beispiel das hier:

Ich freue mich, dass ich heute nicht obdachlos bin, nicht im Krankenhaus liege, nicht unter Übelkeit leide, keine Migräne habe, nicht Insolvenz anmelden muss, nicht erblinde, nicht in einen Schneesturm geraten bin, nicht darüber klagen muss, dass mir der Strom abgestellt wurde, keine Platten habe, nicht ernsthaft erkrankt bin.

An alles, was wir zwar haben, aber nicht wollen (Stress Termine finanzielle Verpflichtungen usw.) denken wir oft. Da erweitert es den Blickwinkel enorm, wenn wir uns auch mal die Dinge vor Augen führen, die wir gerade nicht haben, aber auch wirklich nicht haben wollen.

Quelle: Ashley Davis Bush: Das kleine Buch der Ruhe und Gelassenheit. Ganz entspannt die Stürme des Alltags meistern. Heyne Verlag 2017, S. 43.

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