Anstöße SWR1 RP / Morgengedanken SWR4 RP

14DEZ2024
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Ja, auch ich werde mich heute in die Geschäfte werfen und das eine oder andere Weihnachtsgeschenk kaufen. Aber eigentlich mag ich diese Großkampf-Einkaufstage vor Weihnachten nicht. Und ich bin froh, wenn ich sie ein bisschen reduzieren kann.

Mein Rezept lautet da mittlerweile: Spenden verschenken statt Einkaufsstress. Vor etlichen Jahren schon haben wir in der Familie beschlossen: Wir schenken uns unter den Erwachsenen nichts mehr zu Weihnachten, es gibt nur noch was für die Nichten und Neffen. Stattdessen überlegen wir, für welchen guten Zweck wir etwas spenden könnten. Und da gibt es ja viele Möglichkeiten. Es gibt so großartige Hilfswerke, die Menschen in bitterarmen Regionen dieser Welt unterstützen und ihnen Hoffnung geben. Vor allem den Kindern und Jugendlichen.

Adveniat zum Beispiel, das katholische Hilfswerk für Lateinamerika. Jetzt im Advent hat es seine besondere Aktionszeit. Adveniat klingt ja auch ein bisschen wie Advent, beides bedeutet: Ankunft, die Ankunft des Jesuskindes und die Ankunft des Reiches der Gerechtigkeit, das dieser Jesus schaffen will.

Adveniat unterstützt zum Beispiel Jugendliche im Südwesten Kolumbiens, die Angst haben vor der Gewalt auf der Straße. Es hat für sie ein Jugendzentrum geschaffen, in dem sich die jungen Leute sicher fühlen, einen Zufluchtsort finden. Ich will etwas spenden für die Jugendlichen in Kolumbien – und es meinen Geschwistern zu Weihnachten schenken (vgl. https://adveniat.de/spendenaufruf-zukunft-fuer-die-jugend-in-lateinamerika/).

Ich finde es einfach gut, im Advent nicht nur an den eigenen Konsum und die eigenen Wünsche zu denken. Sondern auch an Gerechtigkeit weltweit. Das ist ja auch die eigentliche Weihnachtsbotschaft: Ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit soll kommen. Und wir Menschen können dazu beitragen. Spenden, das geht heutzutage ja ganz leicht im Internet, von zuhause aus. Ich muss mich also, wenn ich eine Spende verschenke, auch nicht in die vollen Geschäfte werfen. Meinen Vorweihnachtsstress kann ich so ein bisschen reduzieren. Aber Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt: die können dafür wachsen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=41178
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