SWR3 Gedanken

18OKT2024
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Viele kennen sie. Die kleine Raupe Nimmersatt, die sich freitags durch fünf Apfelsinen frisst und immer noch nicht satt ist. Die am Samstag Schokokuchen, Eis und andere Leckereien futtert und danach Bauchschmerzen hat. Sie begleitet schon viele Menschen. Nach der Fressorgie verpuppt sich die Raupe. Und dann frisst sie sich durch ihren Kokon und kommt als wunderschöner Schmetterling heraus.

Es ist eine schöne und faszinierende Geschichte. Die Raupe in ihrem Kokon ist nicht tot, sondern wird zu einem wunderschönen Schmetterling. Das ist irgendwie schon ein Wunder.

Kinder und Erwachsene fragen sich, was mit Menschen passiert, die sterben. Es ist und bleibt ein Geheimnis. Die Menschen, die wir geliebt haben und die gestorben sind, die können wir ja nicht mehr fragen. In der Bibel gibt es verschiedene Erklärungsversuche, was nach dem Tod passiert. Der Apostel Paulus schreibt zum Beispiel: „Wenn jemand zu Christus gehört, gehört er schon zur neuen Schöpfung. Das Alte ist vergangen, etwas Neues ist entstanden!“

Das ist erstmal schwer, sich das vorzustellen. Vielleicht ist es ein bisschen wie bei der Raupe Nimmersatt:  Das Alte könnte die Raupe sein. Sie verpuppt sich und dann kommt der wunderschöne Schmetterling raus. Natürlich werden wir im Himmel nicht alle Schmetterlinge sein. Aber mit diesem Beispiel kann man sich vorstellen, wie schön es im Himmel einmal zugehen wird. Der alte Körper ist da nicht mehr wichtig. Da wird etwas Neues sein. Was genau, das wissen wir noch nicht. Aber es wird wunderschön sein. Eben wie der Schmetterling, der aus einer dicken, grünen Raupe entsteht.

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