SWR3 Gedanken

16OKT2024
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Manchmal ist es ganz schön schwer positiv zu bleiben. Manchmal scheint alles immer schlimmer zu werden. Ja, vieles ist auch schlechter als früher. Aber vieles ist auch besser. Es kommt auf den Blick an.

In der Bibel gibt es ein ganzes Buch voller Lieder, die Menschen gesungen haben, um ihre Gefühle zu verarbeiten und Gott von ihren Freuden und auch von ihren Leiden zu erzählen. Es sind Gebete, in denen alle Gefühle stecken, die es gibt: Liebe, Hass, Dankbarkeit, Reue, Freude, Wut…

Mir helfen diese Lieder, die Psalmen, oft, wenn es mir schwerfällt positiv zu bleiben. In einem dieser Psalmen betet jemand: „Für das Vieh lässt du Gras wachsen und Getreide für den Ackerbau des Menschen. So kann die Erde Brot hervorbringen und Wein, der das Menschenherz erfreut.“

Da war einer dankbar für das, was da ist. Dass das Vieh etwas zu fressen hat, dass der Mensch den Acker bebauen kann und später dann ernten und davon Brot backen und Wein herstellen kann. Es steht nicht dabei, dass alles im Überfluss da gewesen ist. Aber es ist da. Gras, Getreide, Brot, Wein. Und das freut denjenigen, der da betet. Es ist ja auch zum Freuen, dass es Dinge gibt, die unser Herz froh machen. Nicht für jeden ist das Wein. Für viele vielleicht eher Schokolade, Gummibärchen oder Kaffee.

Ich muss mir das manchmal selbst bewusst machen: Dass ich es eigentlich ziemlich gut habe, weil Gott mir Dinge schenkt, die mein Herz froh machen.

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