Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

03JUN2023
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Heute steige ich ganz bewusst aufs Fahrrad. Denn heute ist der Europäische Tag des Fahrrads. Und der feiert Geburtstag: Seit 25 Jahren findet er jährlich am 3. Juni statt. Seit fünf Jahren gibt’s diesen Feiertag auch eine Version größer: Als Weltfahrradtag der Vereinten Nationen.

Es ist ein Tag, in dem die Vorteile des Fahrrads in den Blick kommen sollen. Denn das Fahrrad ist ohne Frage das umweltfreundlichste, gesündeste und sozial verträglichste Fortbewegungsmittel.

Für mich aber ist Fahrradfahren noch mehr. Zum einen: Fahrradfahren tut mir gut. Nicht nur Herz und Muskeln. Die Bewegung bringt mein Hirn in Schwung. Da kann ich meinen Gedanken freien Lauf lassen. Und mir kommen immer wieder neue Idee. Zum anderen: Ich fahre Fahrrad als ganz einfachen Beitrag dafür, unsere Welt zu erhalten. Das klingt vielleicht hochtrabend. Aber es ist ja oft genug so: Angesichts von Umweltverschmutzung, Klimawandel, ungerechter Verteilung von Armut und Reichtum spüre ich oft Ohnmacht. Ich kann nur wenig machen. Und wenn ich es mache, dann fällt es kaum ins Gewicht. Aber wenn ich schon unterwegs bin, dann kann ich einfach aufs Rad steigen. Und einen kleinen Beitrag zu weniger Emissionen leisten.

Was ich toll finde: Wer einen Sound braucht für diesen Tag, für den gibts ganz viele tolle Fahrradlieder. Queen hat schon 1978 Bicycle Race geschrieben. Noch älter ist Ja mir san mitn Radl do. Max Raabe singt im Stil der 20er Jahre vom Fahrrad fahrn und Katie Melua über Nine Million Bicycles und und und. Genauso wie das mit dem Musikgeschmack, ist das mit dem Radfahren. Die einen rasen, die anderen brauchen für zehn Kilometer den ganzen Tag. Ganz egal: Auf dem Fahrrad, da tut man was für sich und für die Umwelt. Auf dem Fahrrad kann ich erleben: Schöpfung bewahren ist eigentlich ein Kinderspiel. Wenn sich alle einbringen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=37714
weiterlesen...