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Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Katharina von Alexandrien, die Heilige des heutigen Tages und der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Das sind zwei Ereignisse, die zum heutigen Tag gehören und die beide gut zusammen passen.

Katharina von Alexandrien lebte um das Jahr dreihundert und war Christin. Damals ließ der Kaiser viele Christen als Märtyrer hinrichten. Katharina trat ihm mutig entgegen und fragte ihn, warum er von den Christen verlange, dass sie den Götzen Opfer bringen, warum er nicht stattdessen selbst Christ wird. Trotz aller Todesdrohungen hat sie sich nicht von ihrem Glauben abbringen lassen und sich fest zu Jesus Christus bekannt. Deshalb wurde sie gefoltert und hingerichtet.

Heute ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Seit 1981 wird er begangen. Anlass war die monatelange Folterung und Ermordung von drei Schwestern in der Dominikanischen Republik. Sie hatten sich gegen den damaligen Diktator aufgelehnt und ihm seine Grausamkeit vorgeworfen.

Es ist eine der größten Verletzungen der Menschenrechte, wenn Frauen Gewalt erleiden müssen. In den Nachrichten der vergangenen Wochen haben wir gehört, wie vielen Frauen das passiert. Der Ausdruck „me too“ hat das besonders unterstrichen. Die Statistik sagt, dass etwa 70% der Frauen in ihrem Leben irgendwann einmal Gewalt erfahren. Vergewaltigt, bedrängt, verweigerte Selbstbestimmung, weniger Lohn für gleiche Arbeit. Besonders in Kriegen sind Frauen Ziel von Gewalt.

Gewalt an Frauen passiert auch im eigenen Zuhause, aber hier wird sie selten geahndet, aus Scham und Angst schweigen viele Frauen.

Vor fünf Jahren hat Ban Ki Moon, bis Ende 2016 Generalsekretär der Vereinten Nationen, eine Erklärung zu diesem Tag abgegeben. Da sagte er wörtlich:  „Letztes Jahr haben wir weltweit Jugendliche gefragt, was sie tun würden, um die Gewalt gegen Frauen zu beenden. Viele der Jugendlichen haben ein Ende der Ignoranz gefordert. Sie wünschen sich, dass wir weiter für Menschenrechte werben und den Opfern beistehen sollten. Ein Jugendlicher meinte, dass es gerade die jungen Männer sind, die helfen können, die Gewalt gegen Frauen zu beenden - und zwar `indem sie zu verantwortungsvollen und respektvollen Vätern und Ehemännern heranwachsen´“.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25401