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SWR4 Sonntagsgedanken

12APR2026
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„Singen laut!“ Seit letzter Woche verlangt unser Enkel von seinen Eltern, dass sie ihm vor dem Einschlafen ein Lied laut vorsingen müssen. Zuerst haben es meine Schwiegertochter und mein Sohn mit leisen Schlafliedern probiert, aber der zweijährige Junge hat da ganz andere Vorstellungen. Er fordert: „Singen laut!“.

Ich musste schmunzeln, als unser Sohn uns das per WhatsApp mitgeteilt hat. Erreicht hat mich seine Nachricht nach unserer gemeinsamen Osterfreizeit.  Nach vielen Jahren Unterbrechung waren wir mit einigen Freunden und der ganzen Familie auf eine Osterfreizeit in die Berge gefahren. Mehrere Familien, alle Altersklassen sind hier zusammengekommen, in einem großen Schullandheim einfach untergebracht. Gemeinsam kochen, gemeinsam essen und je nach Wunsch und Laune hinaus in die herrliche Natur und Schneelandschaft.

Als Pfarrer war ich da auch gefragt. Es war der Wunsch aller Teilnehmenden, dass ich sie nach dem Frühstück und nach dem Abendessen durch die Passions- und Ostergeschichte in der Bibel führe und dass wir gemeinsam Lieder singen. Da gehörte auch „Gott ist gut. Wir singen laut dazu“. Auch andere neue und ältere geistliche Lieder, die sie selbst früher als Kinder und Jugendliche gesungen haben.

Gemeinsames Singen tut uns Menschen unendlich gut. Aufeinander hören, miteinander die Stimme erheben, Gott loben, auch in Liedern daran erinnern, was Jesus Christus für uns getan hat, das ist heilsam, aber auch erfrischend und macht Freude. Und gerade lautes gemeinsames Singen ist wie ein tiefes Durchatmen, das der Seele Ruhe und Glück schenkt.

Das will unser Enkel offensichtlich auch zuhause fortsetzen. „Laut singen“, fordert er.

Laut singen, tut den meisten Menschen gut. Das ist sogar wissenschaftlich untersucht und bestätigt. Am besten mit anderen zusammen. Es schafft Entspannung. Die eigene Stimme laut werden zu lassen, sie in Einklang mit anderen zu bringen, sich etwas von der Seele singen zu können, das schenkt auch neue Kraft. Kürzlich habe ich gelesen, dass es die eigene Identität und das Selbstwertgefühl stärkt. Es ist also noch viel wirksamer, als nur beruhigende Musik zu hören.

„Singen, laut!“ fordert mein Enkel von seinen Eltern. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie gerade Kinder uns an die wichtigen und wesentlichen Dinge des Lebens erinnern.

Gott, der Schöpfer, ist wie ein Vater oder wie eine Mutter, sagt Jesus und heißt es in der Bibel. Gott kennt unsere Bedürfnisse. Er hat viele Gaben in uns angelegt, die uns im täglichen Leben helfen. Für mich gehört dazu auch das Singen. Gerade geistliche Lieder, alte und neue, stärken uns selbst und unseren Glauben und schenken beim gemeinsamen Singen eine wohltuende Gemeinschaft.

Daran hat mich diese Woche unser Enkel erinnert. Er hat die Gemeinschaft beim Singen als wichtig und wohltuend erlebt. Das will er jetzt auch zuhause haben.

„Laut singen!“ das möchte ich gerne auch Ihnen heute mit auf den Weg geben. Im Auto zum Beispiel, da sehe ich morgens auf der B27 manchmal jemanden bei seinem Lieblingshit im Radio mitsingen. Vielleicht kennen Sie noch Lieder, auch geistliche Lieder aus ihrer Jugend. Einfach mal laut singen. Vielleicht gibt es in ihrer Kirchengemeinde auch einen Chor. Da kann man gemeinsam laut singen.

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“, heißt es in Psalm 98. Und vielleicht können auch Sie beim Singen das eine oder andere Wunder erleben. Das wünsche ich ihnen von Herzen und einen gesegneten Sonntag.

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SWR4 Sonntagsgedanken

04JAN2026
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Ich wünsche Ihnen einen gesegneten ersten Sonntag im neuen Jahr 2026.

Geht es Ihnen auch so wie mir? Ich komme immer erst nach Weihnachten und Neujahr etwas zur Ruhe und zum Nachdenken. Auch zum gedanklichen Sortieren, was mir wichtig war. Und was ich gerne neu oder anders angehen würde.

Mir geht in diesen Tagen ein Bibelwort aus dem Epheserbrief (5,15-16) durch den Kopf. Da heißt es: Kauft die Zeit aus! Was so viel bedeutet wie: Nutzt die Zeit, so gut ihr könnt. Und überlegt, was wirklich wichtig ist und richtig vor den Augen Gottes.

Mit jedem neuen Jahr merke ich mehr, dass meine Zeit begrenzt ist und die Lebensspanne, die mir bleibt, kürzer wird. Das löst bei mir keine Panik aus, aber ich bin doch etwas nachdenklicher geworden. Auch weil die Herausforderungen gewachsen, meine eigenen Grenzen deutlicher und die noch übrigen Jahre überschaubarer geworden sind. Irgendwie möchte ich meine Zeit und meine Kraft sinnvoll einsetzen. Mit dem, was mir Gott gegeben hat, auch an Gesundheit und Wissen, möchte ich konzentrierter umgehen.

Diesmal sind mir schon drei Dinge aufgefallen, die ich anders angehen möchte.

Die erste Einsicht ist schmerzhaft: Ich sammle zu viel. Alte Fotoapparate und Objektive. Dazu Gitarren, Verstärker und Pedal-Soundgeräte, auch alte Hi-Fi-Komponenten, CDs und Bücher. Und wie vielen Sammlern geht es mir so, dass ich die schönen Dinge in Schubladen und Schränken lagere und sie gar nicht richtig nutzen und genießen kann. Weniger ist manchmal wirklich mehr. Aber mich von etwas zu trennen, fällt mir trotzdem nicht leicht. Obwohl es zu viel wird. Und obwohl es „nur“ mein Hobby ist, und auch künftig nicht zu viel von meiner Zeit auffressen sollte.

Zweitens merke ich, dass ich nicht alles schaffe, was ich gern tun würde: Ich habe so viele Ideen und es gibt so viele berufliche und ehrenamtliche Projekte, die ich auch noch anpacken könnte – dabei bin ich eigentlich mit meinen Kernaufgaben mehr als gut ausgelastet. Und es kommt auch Neues dazu. Häufig fällt es mir schwer, nein zu sagen. Manchmal geht das auch nicht. Und manchmal nehme ich mich zu wichtig, statt mich auf weniger zu konzentrieren. Ja, ich will noch strenger sortieren, nur noch das anpacken, wozu man mich wirklich braucht und was andere nicht genauso gut oder besser können. Ich will mich nicht drücken, aber ebenso wenig verzetteln, damit nicht das Wichtige zu kurz kommt.

Und drittens: Ich will mich wieder mehr um einen überschaubaren Kreis von Menschen kümmern, um Freunde, die lange zu kurz gekommen sind. Und um die in der Familie, die mich gerade besonders brauchen. Ich will Zeit für sie haben, zuhören können ohne schnell Lösungen bereit zu haben. Einfach ganz da sein für sie. Das heißt für mich: Kauft die Zeit aus!

Das heißt, einiges aufzugeben, damit ich mich auf anderes besser konzentrieren kann und auch ganz da sein kann für andere. Kauft die Zeit aus! – heißt es in der Bibel.

Und dort lautet der Nachsatz: Denn es sind böse Zeiten. Ich selbst bin eher ein Optimist und sehe vieles nicht so kritisch. Aber ich erlebe, dass die Sorgen unserer Zeit, manchen in meinem Umfeld doch sehr zusetzen. Umso mehr, wenn persönliche Sorgen und Nöte dazukommen.  Sie erleben wahrhaft böse Zeiten.

Ich will meine Zeit nutzen, Ihnen besser beizustehen in diesem neuen Jahr, mit meiner Zeit und meinen Möglichkeiten und meinen begrenzten Mitteln. Dazu gehört für mich auch das Gebet. Mit ihnen und für sie.

Kauft die Zeit aus!

Mein Beruf ist mir sehr lieb und wichtig. Ich würde gern immer noch etwas Neues ausprobieren. Ich würde gern mehr Zeit in mein Hobbies stecken, mehr Musik hören, mehr Gitarre spielen. Da verliert man aber schnell die aus den Augen oder sie treten an die zweite und dritte Stelle, die in nächster Nähe auf einen bauen.

Wie wichtig sind beispielsweise Großeltern für ihre Enkelkinder. Auch dass sie sich Zeit für sie nehmen, ihnen zuhören, ihnen etwas weitergeben von ihren Lebenserfahrungen, von ihrem Glauben, und immer wieder die einfache und doch so wichtige Botschaft: Du junger Mensch bist mir wichtig und wertvoll. Ich freue mich über dich und ich will gerne neben Deinen Eltern auch für dich da sein.

Kauft die Zeit aus! Nützt sie mit euren Möglichkeiten.

Letzte Woche rief mich ein alter Freund an, einer aus der Schulzeit, den ich seither nur ein- oder zweimal ganz kurz gesehen hatte. Dabei hatten wir in der Schulzeit sogar die gleiche Kirche und die gleiche Jugendarbeit besucht, uns später dann aber aus den Augen verloren. Und jetzt am Telefon? Schon nach ein paar Fragen und Erinnerungen konnten wir an das Alte ganz schnell anknüpfen.  Wir wollen uns bald zu treffen, im Hier und Jetzt, bei einem Kaffee, vielleicht auch zu einem gemeinsamen Vorhaben. Mal schauen, ob es gelingt.

Kauft die Zeit aus! Konzentriert euch auf das, was wirklich wichtig und Gott wohlgefällig ist: Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich gar nicht so sehr mehr Erholung brauche, sondern eher immer wieder eine neue Ausrichtung. Das wünsche ich auch Ihnen und einen gesegneten Sonntag.

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SWR4 Sonntagsgedanken

21SEP2025
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Was ist für Dich „zu Hause“? Diese Frage habe ich übers Internet gestellt, auf Facebook und auf Instagram. Übers Handy oder den Computer haben viele Menschen diese Frage gelesen. Sie konnten dazu auch ein schönes Bild von unserer Terrasse am Abend sehen. Was ist für Dich „zu Hause“? Eine anregende Frage, und ich war erstaunt, wie viele Menschen mir geantwortet haben.

Eine Frau schrieb: „Ich fühle mich in den Weinbergen zu Hause. Da habe ich schon als Kind viel Zeit verbracht und auch mitgeholfen“. Das kann ich gut verstehen: sonnige Hänge mit einem weiten Ausblick, die bunten Farben, die süßen Trauben und all die schönen Erinnerungen aus Kindertagen. Schön, wenn Kinder sich zu Hause geborgen fühlen und umsorgt.

Ein Mann antwortete. „Zuhause ist für mich da, wo ich meine Füße auf den Tisch legen kann.“ Stimmt - das kann man sich wirklich nur da erlauben, wo man selber zu Hause und Herr im eigenen Haus ist. Das braucht, glaube ich jeder, einen Ort, wo man sich entspannen kann und nicht von anderen bestimmt wird.

Wiederum eine Frau meinte: „Zuhause ist für mich kein fester Ort. Wir dürfen keine Wurzeln schlagen, aus beruflichen Gründen, aber irgendwie liebe ich die Gegend, wo wir jetzt wohnen und auch die Menschen hier.“ Die Menschen machen einen Ort also erst zur Heimat. Sie sind es, die der Gegend eine Seele geben. Diese Frau fühlt sich zu Hause, denn hier weiß sie: Ich bin hier willkommen. Die Leute nehmen mich an.

Für mich ist aus diesen Gründen auch der Glaube ein Zuhause. Zu wissen, ich bin angenommen, wie ich bin. Ich brauche mich nicht zu verstellen. Ich kann denken und aussprechen, was mich bewegt. Auch mal klagen oder weinen. Gott hört geduldig zu und hilft, wenn ich alleine nicht mehr weiterkomme. Hier kann ich entspannen, die Füße auf den Tisch legen, sozusagen. Und wenn es doch einmal knirscht und nicht alles rund läuft, dann kann ich mich darauf verlassen: Gott sorgt wie Vater und Mutter für mein zu Hause. Seine Tür steht offen für mich - immer.

Was ist für Dich „zu Hause“, habe ich gefragt. Für mich auf jeden Fall auch der Glaube. Da bin ich angenommen, so wie ich bin. Ich bin frei von jedem Druck. Und ich bin geborgen und umsorgt. Da muss ich niemals ausziehen.

Nikolai Opifanti, ein junger Pfarrkollege, hat einen ähnlichen Gedanken noch einen Schritt weitergedacht. Auch er hat ein schönes Foto ins Internet gestellt, über das ich am Computer gestolpert bin. Da war ein kleines, aber feines und sehr gemütliches Hotel zu sehen. So wünsche er sich die Kirche in dieser Zeit, schrieb er darunter. Also keine große Kathedrale, auch keine kleine Dorfkirche, sondern etwas zum Erholen und Entspannen von all der Angespanntheit und Nervosität in dieser Zeit.

Vor lauter Sorgen und offenen Fragen fühlt man sich manchmal wie ein Fremder im eigenen Leben - Heimatlos. Wie schön ist da ein Ort, an dem man willkommen ist und freundlich umsorgt wird. Wo man hinsitzen kann. Wo man nicht einsam bleibt oder abseits sitzen muss. Wo man mit Freunden, einen Kaffee oder Tee trinken oder ein Essen genießen kann. Und es wie zu Hause ist. So müsste doch Kirche sein, wie ein kleines, feines Hotel oder wie eine gemütliche, familiäre Pension, wo man seelisch und geistlich auftanken kann. Das ist für mich ein schönes Bild.

Öffnen wir doch die Türen! Schaffen wir in diesen Zeiten des Umbruchs miteinander ein Zuhause. Herzliche Einladung ins kleine und feine Hotel „Kirche“: ein Ort, an dem spürbar wird, wie freundlich Gott ist. Dabei vertrauen wir Gott, dass er uns hilft, dass es gelingt, füreinander da zu sein. Jesus hat es vorgemacht und den Frauen und Männern damals an seiner Seite das Gefühl von Heimat gegeben. Wir helfen einander, in diesem Geist, dass jeder sich zu Hause fühlt und sich angenommen erlebt.

Die Idee von Kirche als einer gemütlichen Pension sehe ich nicht nur als Bild oder Ideal, sondern vor allem als Ermutigung, es einfach so zu wagen. Und erste kleine Schritte in diese Richtung zu tun. Ich knipse die Leuchtreklame über dem Hoteleingang an, z.B., wenn ich einfach mal bei jemandem anrufe, der sich darüber freuen würde. Oder einer anderen Person einen kleinen Gruß vorbeibringe, vielleicht mit einem Segenswort oder einem Mutmachwort der Bibel. So oder auch anders: Öffnen wir die Türen des Hotels „Kirche“. Hier ist jeder und jede willkommen. Hier darf man auftanken. Niemand bleibt allein mit seinen Sorgen, denn hier findet jeder ein offenes Ohr und einen Mitmenschen, der hinhört, wo andere der Lebensschuh drückt oder ihr Zuhause gerade kein Zuhause mehr ist.

So möchte ich meinen Glauben an Jesus leben. Für und mit anderen. Sie vielleicht auch? Wagen wir es doch einfach.

Behüte Sie Gott! Und einen gesegneten Sonntag.

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SWR4 Sonntagsgedanken

27JUL2025
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Es gibt so viele kleine Wunder im Alltag. Viele davon sind schnell wieder vergessen. Dabei würde es wirklich helfen, wenn wir sie uns merken und aufschreiben. Für Tage, wenn wir mutlos sind. Vielleicht auch, um andere zu ermutigen oder ihnen ebenfalls Hoffnung zu schenken, wenn es mal nicht so läuft.

So ein Alltagswunder habe ich aufgeschrieben, nachdem ich meine Mutter besucht habe. Meine Mutter ist schon sehr alt und braucht etwas Unterstützung. Sie kann kaum mehr laufen und auch nicht mehr raus aus ihren vier Wänden. Sie fühlt sich deshalb oft einsam, auch ein bisschen vergessen. Ihre frühere Welt verschwindet so langsam und manchmal ist sie ganz auf die Hilfe anderer zurückgeworfen, was ihr überhaupt nicht gefällt. Sie kämpft auch mit wunden Stellen vom vielen Sitzen und Liegen.

Beim Besuch sagte sie diesmal. „Eigentlich hatte ich einen ganz schlechten Tag. Die Frau von der Diakonie war heute viel früher da als sonst. Es musste diesmal auch schnell gehen. Aber gegen Mittag hat sich ein Pflaster gelöst und die wunde Stelle hat geschmerzt. Ich habe es einfach nicht hinbekommen.

Mir war zum Heulen“, sagte sie, und: „Da habe ich gebetet. „O Jesus, hilf mir – irgendwie.“ Nur wenige Minuten später läutete es. Wer kann das sein, so kurz vor Mittag? Es war eine andere Frau von der Diakonie, die offensichtlich nicht wusste, dass der heutige Besuch schon am Morgen war. Eventuell eine falsche Planung?

Nein, eine Gebetserhörung, sagte meine Mutter. Hilfe zum richtigen Zeitpunkt – der Tag war gerettet.

Ja, es sind oft so kleine Dinge, die dem Tag eine gute Wendung geben, nicht nur bei meiner Mutter. Ihr hat es aber den Glauben gestärkt und einmal mehr Mut gemacht. „Da passt noch ein anderer auf mich auf. Jesus sieht mich.“ hat sie gesagt.

Und ich habe ihr gerne zugestimmt. Ja, Jesus sieht mich. Er sieht meine Mutter, die sich oft einsam fühlt, er sieht mich, der auch immer wieder Hilfe bei den kleineren und größeren Herausforderungen braucht, gerade auch mit den Eltern. Und Jesus sieht auch Sie und das, womit Sie sich herumplagen müssen. Jesus sieht es. Und er will auch Ihnen helfen und Sie ermutigen. Er ist uns allen so nahe, nur ein Gebet entfernt.

Jesus hat gesagt (Matthäus 11,28): Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Jesus ruft nicht in erster Linie die besonders Starken und Erfolgreichen zu sich, die ihren Alltag scheinbar locker meistern. Er spricht die an, denen nicht alles so leicht von der Hand geht, die jeden Tag neu auch mit Hindernissen und Schwierigkeiten, vielleicht sogar mit Schmerzen, schweren Gedanken oder Einsamkeit zu kämpfen haben. Wie meine Mutter.

Im Alter wird man automatisch einsamer. Viele der alten Freunde sind nicht mehr da, andere können nicht mehr so einfach einen Besuch machen oder telefonieren. Auch der bisherige Alltag, in dem man sich so gut ausgekannt hat, verschwindet mehr und mehr. Weil sich das Umfeld rasant ändert. Die Nachbarn, die Läden, die technischen Geräte und vieles mehr.

Ein Freund von mir hat es so ausgedrückt: „Du blickst einfach plötzlich nicht mehr ganz durch. Du findest keine Erklärung. Du verstehst auch deine eigenen Gefühle nicht mehr. Die bisherigen Lösungen gehen nicht mehr. Du fühlst dich ohnmächtig und klein, weißt nicht mehr, was du tun sollst.“

Dieser Freund sagt: Genau das ist gut so: Denn jetzt öffne sich der Raum für Neues und plötzlich werden wieder Überraschungen möglich.

Vielleicht auch ein neuer Blick auf das, was Gott bewirkt. In meiner kleinen Welt und mitten in meinen Alltag hinein. Du siehst plötzlich vieles anders. Du spürst, dass es jetzt etwas anderes braucht. Eventuell sogar einen tiefgreifenden Wandel im eigenen Leben. Und es entsteht etwas Neues.

Oder anders ausgedrückt: Erst wenn ich nicht mehr wie gewohnt das Meiste selbst lösen kann, mich sogar manchmal hilflos und ausgeliefert erlebe, sehe ich die kleinen Wunder, die jeden Tag geschehen.

Ich weiß, dass das nicht jeder gut findet und zustimmen kann. Dass es vielleicht sogar zynisch klingt. Aber ich erlebe, dass solche Erlebnisse von Ohnmacht viele Menschen tatsächlich öffnen, ihnen eine neue Orientierung und ganz andere Glaubenserfahrungen ermöglichen.

Jesus sagt dazu: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Ich muss nicht mehr der Starke sein, kann nach einer anderen Hand greifen. Ich darf loslassen, mir helfen lassen. Ich freue mich darüber, dass Gott mir einen anderen Blick auf das Leben ermöglicht. Mich führt, mir hilft.

Und Ihnen wünsche ich viele kleine Wunder, die Gottes Nähe deutlich und Mut machen, und heute einen gesegneten Sonntag.

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SWR4 Feiertagsgedanken

Ein Feiertag wie der Erste Mai kann zwiespältig sein. Einerseits gut, vom Alltag ein bisschen Abstand zu gewinnen – gerade am Tag der Arbeit – und weil man einfach mal alles liegen lassen und raus kann, so zwischendurch. Andererseits: Was ist, aber wenn einem gerade an so einem Tag, die Sorgen und Ängste noch stärker packen als sonst?

Ich erinnere mich noch gut, wie es mir einmal mit einer neuen Aufgabe ging, auf die ich mich richtig gefreut hatte. Ein neuer Arbeitsbereich, neue Aufgaben. Aber es war dann schon nach kurzer Zeit alles wie blockiert. Ich hatte den Eindruck, da braucht man mich nicht. Im Gegenteil. Ich störe eher. Ich war freudig ins kalte Wasser gesprungen, aber auf die Untiefen und Strudel war ich nicht gefasst. Damals war ich echt verzweifelt, wusste auch nicht, wie ich das ändern kann. Und gerade in den ruhigen Stunden fragte ich mich: Soll ich einfach alles hinwerfen?

Aber freie Tage wie der Tag der Arbeit bieten auch die Chance, sich anders mit solchen Fragen und Problemen auseinanderzusetzen. Mir hilft oft ein Spaziergang über die Felder oder durch den Wald. Da werde ich ruhiger und kann auch wieder weitersehen, sogar über das Bedrückende hinaus. Damals habe ich viel gebetet, auch beim Laufen durch den Wald. Ich habe mit mir und mit Gott um den richtigen Weg und Ausweg gerungen, aber längere Zeit hat sich einfach keine Änderung ergeben. Es war, als ob sich nichts mehr vor oder zurückbewegen ließe. Alles war wie festgefahren.

Erst später wurde mir bewusst, dass genau dieses Gefühl und diese Situation zur Grunderfahrung fast jedes Menschen gehört. Und damit auch den Glauben an Gott betrifft. Wahrscheinlich kommt jeder Mensch irgendwann an so einen Punkt, an die Grenze der eigenen Möglichkeiten.

Mir hat in dieser Situation ein Bibelvers geholfen. Er steht im Buch des Propheten Jesaja (43,16). Und dieses Wort des Propheten erinnert daran, dass es mit Gott weiter geht, auch wenn ich nicht weiterweiß. Da heißt es: „Der HERR macht im Meer einen Weg und in starken Wassern Bahn.“

Ein Bibelwort, das meine Erfahrungen von damals genau trifft: Ich war ins kalte Wasser gesprungen, bin dann aber fast untergegangen und mit meiner neuen Aufgabe nicht fertig geworden.
Aber Gott kennt einen Weg. Und hilft durch die Untiefen des Lebens hindurch. „Der HERR macht im Meer einen Weg und in starken Wassern Bahn.“

Gott schenkt einen Ausweg mitten durchs Meer? Sozusagen eine Wassertaufe in der größten Schwierigkeit, ohne dass die Menschen dabei nass werden? Diese Geschichte hat sich den Israeliten tief eingeprägt

Nach Jahren der Sklaverei in Ägypten wurden sie befreit. Sie erlebten, dass Gott sie von der Sklaverei befreite und sie machten sich unter der Führung von Mose auf den Weg in die Heimat ihrer Vorfahren. Aber der Pharao, der König Ägyptens gab nicht auf und verfolgte sie. Hinter ihnen das ägyptische Heer, also die Sklaverei oder sogar der Tod, und vor ihnen auch nichts anderes als der Tod, das unüberwindbar tiefe Wasser des Meeres. 

Und so, wie in der biblischen Erzählung fühlt sich das Leben manchmal an. Auch damals bei mir, als ich bei meiner Arbeit nicht weiterwusste: kein Ausweg, weder vorwärts noch zur Seite oder gar zurück. Wohin jetzt noch?

Mose suchte in dieser Verzweiflung Gott. Und von ihm erhielt er Zuspruch und auch die Weisung für den nächsten Schritt. Hinter den Israeliten baute sich eine Wolkensäule auf, dunkel und voller Blitze, ein wahres Unwetter, das die Ägypter von den Israeliten trennte und sie zurückhielt. Und Mose streckte seine Hand übers Meer aus. Ein starker Ostwind kam auf, das Wasser wich zurück, das Meer spaltete sich und die Israeliten, Männer, Frauen und Kinder, Wagen und Vieh, alle konnten trocken durchs Meer, durch die eigentlich tödlichen Fluten hindurchziehen, die sich nun irgendwie aufstauten. Als der Pharao ihnen kurze Zeit später mit seinem Heer folgen wollte, flutete das Wasser zurück und vernichtete die ganze Streitmacht.

Und wie geht es Ihnen? Was blockiert sie oder was sitzt Ihnen im Genick? Was ist Ihr Meer, Ihr Pharao, der sie verfolgt und bedrängt, Ihre Situation, die keinen Ausweg mehr lässt? Was verfolgt Sie bis in den Feiertag hinein scheint unüberwindbar?

Jesaja ermutigte die Menschen seiner Zeit dieser Erfahrung, die wegweisend wurde: „Der HERR macht im Meer einen Weg und in starken Wassern Bahn.“

Er macht Mut, Ausschau zu halten nach einem Ausweg, wo es bisher nichts gab. Nach einem kleinen oder großen Wunder. Und man kann nur staunen, wie Gott führt. Mir jedenfalls ging es in der damals verfahrenen Situation so.

Und das wünsche ich auch Ihnen, nicht nur eine vage Hoffnung, sondern Gottes Hilfe, einen gangbaren Weg, und heute einen gesegneten Feiertag.

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SWR4 Sonntagsgedanken

26JAN2025
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Mitten unter uns gibt es ein Problem, das noch viel zu wenig angegangen wird. Jeder fünfte Erwachsene fühlt sich einsam. Offensichtlich nimmt diese Zahl sogar zu – und das nicht nur, weil immer mehr Menschen alleine leben. Der Anteil der Einpersonenhaushalte liegt in unserem Land inzwischen bei mehr als 41 %. Aber auch inmitten der eigenen Familie bleibt die Sehnsucht nach Kontakt und Zugehörigkeit oft unerfüllt. Man kann sich auch einsam fühlen, obwohl man viele Bekannte hat oder eigentlich überhaupt nicht alleine ist.

Eine solche Geschichte wird im Johannesevangelium der Bibel erzählt. Da kommt eine Frau in der heißen Mittagszeit an den großen Brunnen ihres Heimatortes, um Wasser zu schöpfen. Normalerweise macht man das am frühen Morgen oder dann wieder gegen Abend. Dann wird der Brunnen zum lebendigen Treffpunkt: Es wird geredet, man tauscht sich aus und erfährt das Neueste.

Die Frau müsste also nicht alleine sein am Brunnen. Geht sie den anderen bewusst aus dem Weg? Vielleicht, denn über Mittag ist normalerweise niemand hier. Aber heute sitzt Jesus am Brunnen und er bittet sie um Wasser. Sie ist verwundert. Jesus ist Jude, sie Samariterin. Normalerweise meiden Juden diese Gegend und sie wollen auch nichts mit den Samaritern zu tun haben. Schnell sind sie im Gespräch miteinander. Und plötzlich geht es um mehr als Wasser, auch um mehr als den alten Streit zwischen Samaritern und Juden um eine bestimmte Glaubensrichtung. Es geht um sie, um ihr Leben, um ihre unerfüllten Beziehungen.  Warum sie vielleicht die anderen meidet und das Gefühl hat, nicht verstanden zu werden. Nicht gesehen zu werden, mit den eigenen Wünschen oder Sorgen, das macht einsam.

Jesus geht auf ihre Fragen ein. Er spürt ihren Wunsch, ihr Sehnen, dass ihr Leben nochmals eine Wende erfahren kann. Es geht jetzt nicht mehr um die Vergangenheit. Es geht mit jedem Satz im Gespräch um das Jetzt und um ihre Zukunft. Sie weiß um den kommenden Messias, der den Schwachen und Einsamen helfen wird. Sie hofft auf diesen Retter Gottes. Und Jesus sagt zu ihr: „Ich bin’s, der mit dir redet.“

Das Gespräch mit Jesus hat diese Frau offensichtlich angerührt und ihre Haltung verändert. In ihr ist etwas heil geworden – hat sie mit neuer Hoffnung erfüllt. Jesus hat zu ihr am Brunnen gesagt:

„Wer von diesem Wasser hier trinkt, wird wieder Durst bekommen. Aber wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird nie wieder Durst haben. Denn das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle werden: Ihr Wasser fließt und fließt – bis ins ewige Leben.“

Plötzlich weiß die Frau, was zu tun ist. Sie lässt ihren Krug am Brunnen stehen. Sie läuft in die Stadt hinein. Sie kann wieder auf andere zugehen und sie hat weit mehr als Wasser nur für sich dabei. Sie spricht zu den Leuten: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ Die Geschichte ist schnell zu Ende erzählt. Diese Frau wurde tatsächlich zur Quelle und zum Wegweiser für andere. Jesus wurde in der Stadt Sychar mit offenen Armen aufgenommen und er blieb einige Tage dort. Viele fanden damals zum Glauben an ihn. Ein neues Miteinander ist entstanden.

Und heute? Gar nicht so viel anders. Wenn Menschen sich gesehen und verstanden wissen von Gott. Manchmal spürt man plötzlich, dass Gott etwas lenkt, die Gedanken und das eigene Herz neu erfüllt. Gott schenkt solche Momente, in denen die Einsamkeit durchbrochen und ein neues Miteinander, der Blick nach vorne geschenkt wird. Das haben wir gerade jetzt bitter nötig: Nicht noch mehr auseinanderstreben, sich aus dem Weg gehen oder verurteilen und sich immer einsamer erleben.

Jesus hat der Frau am Brunnen und den Menschen in Sychar ein neues Miteinander geschenkt. Dafür bete ich auch für unsere Gesellschaft. Und dass Gott solche Brunnengespräche und Neuanfänge schenkt.

Ja, auf Jesus trifft man bis heute überraschend, nicht nur einsam am Brunnen oder mit vielen im Gottesdienst, manchmal auch, wenn man auf einen einzigen, einsamen Menschen zugeht.

Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen – und einen gesegneten Sonntag.

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SWR4 Sonntagsgedanken

10NOV2024
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Gerade jetzt, wenn die Tage immer kürzer werden, genieße ich jede einzelne Sonnenstunde. Jeden Morgen hoffe ich inständig, dass der Nebel sich verflüchtigt und etwas vom Gold des Herbstes in meinen Alltag leuchtet. Und ich brauche auch noch ein anderes Licht. Ein Hoffnungslicht. Denn dunkel sind nicht nur die Tage, selbst hier bei uns bangen viele um ihren Arbeitsplatz. Da schrumpft die Zuversicht. Ich brauche Hoffnungsbilder!

Heute, am Sonntag, ohne den Alltagsstress geht das leichter. Da sind die Gedanken freier. Frei, um nicht nur die eigenen Grenzen, sondern auch die Möglichkeiten Gottes wahrzunehmen. Oft genügt ein kleiner, heller Punkt am Horizont, um die eigene Hilflosigkeit zu überwinden, ein Licht, an dem ich mich neu ausrichten kann.

Bei mir sind es oft bestimmte Bibelworte. Sie beschreiben zum Beispiel, wie Gott Gerechtigkeit und Frieden, ja himmlische Zustände herbeiführen wird. Ein solches Wort von Gottes Hilfe hat der Prophet Micha vor 2800 Jahren formuliert. Es ist ein ganz wirkungsvolles Bild, und auch bei mir setzt es Hoffnung frei, – obwohl die Umstände heute ganz andere sind.

Micha sagt: Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 

Ein wunderbares Bild von einer Friedenszeit! Ich sehe den Schmied vor mir, wie er mit kräftigen Schlägen das glühende Eisen formt und Schwerter zu Pflugscharen macht… Wie die Leute aufhören, sich gegenseitig umzubringen und stattdessen gemeinsam das Feld bestellen …

Andererseits frage ich mich: ist das nicht naiv, angesichts der vielen gegenwärtigen Konflikte, einfach unrealistisch, was Micha da vor sich sieht?  Wie soll das Wirklichkeit werden? Es passiert doch eher das Gegenteil: Die Kriegsmaschinerie wird aufgebläht; es wird in Rüstung investiert.

Auch Micha hatte diesen Sätzen harte Kritik an den damaligen Zuständen vorangestellt und nichts beschönigt. Micha war Realist. Er meinte also nicht, dass es ab sofort keine Konflikte und keinen Krieg mehr gibt, und schon gar nicht, dass Menschen diese Konflikte und andere Probleme einfach im Handumdrehen lösen könnten.

Nein, so nicht. Das Bild vom Schmied, der aus Schwertern Pflugscharen macht, ist eher eine Vision, die von der Zukunft her denkt. Vom Ziel, das Gott mit der Welt vorhat. Ein Zukunftsbild, das Gottes Willen ernst nimmt, ihn einbezieht. Es ist die Hoffnung, die sehnsüchtig darauf wartet, dass Gott etwas tun und die Dinge wenden wird. Micha glaubt daran. Er ist überzeugt, dass Gott die Dinge heilt. Und von diesem Bild, dass Gott tatsächlich einschreitet, von diesem Ende der Entwicklung her, strömt neue Kraft und Hoffnung in die Gegenwart hinein.

Ich habe gelernt, dass man ein Problem am besten lösen kann, wenn man es von seinem Ziel her betrachtet. Wenn ich klar vor Augen habe, wie das gute Ende aussehen soll, dann kann ich auch die schwierigen Schritte dorthin durchdenken. Viele Dinge scheitern, wenn man wie fixiert auf die Schwierigkeiten starrt, die sich bis zu einer Lösung vor einem auftürmen oder sich im Kleinklein der Problemlösungen verzettelt. Wenn das Ziel aber klar ist, dann kann jeder leichter darauf zugehen.

Diese Sätze habe ich in einem Vortrag gehört. Eigentlich ging es um große Bauvorhaben mit vielen Beteiligten. Und wie man Architekten, die vielen Handwerker, aber auch Bauherren und Planer besser untereinander zu Abstimmungen bringt. Gerade bei schwierigen Vorhaben haben die Projektentwickler die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder Beteiligte nur seine Aufgabe und seine Interessen verfolgen sollte, sondern immer auch das große Ganze im Blick behält, alle miteinander ein gemeinsames Zielbild vor Augen haben. So kommt man schneller und besser ans Ziel.

Und ich habe mich gefragt: Ist es mit dem Glauben an Gott nicht ganz ähnlich? Wenn ich mich allein in meine Zweifel und Anfragen vergrabe, dann werden sie oft immer größer. Aber wenn ich mich mit anderen darüber austausche, wenn ich von meinen eigenen Erfahrungen und Hoffnungen berichte, auch einfach mal zuhöre, die Worte auf mich wirken lasse, dann kommt etwas in Gang. Bei mir selbst und bei anderen. Miteinander die Hoffnungsbilder teilen, miteinander vertrauen, sich inspirieren lassen und dann auch mutige Schritte tun, da kommt etwas in Bewegung.

Ich habe schon oft gestaunt, was in Gesprächen über den Glauben alles passiert ist oder in ganz normalen Gottesdiensten. Plötzlich fühle ich mich angesprochen und bin berührt. Oder ich erkenne, wie Gott schon längst am Wirken ist und Neues schafft.

Auch Frieden! In Familien! Zwischen Völkern und Ländern. Auch wichtige Fragen in unserer Gesellschaft, in unserer Welt, die sonst kaum lösbar sind, können neu gesehen, durch Beten und entschlossenes, positives Handeln vorangebracht werden. Und manches löst sich sogar wie durch ein Wunder. Weil Gott wirkt.

Neue Hoffnung wünsche ich Ihnen heute am Sonntagmorgen, und von Herzen Gottes Segen.

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SWR4 Sonntagsgedanken

18AUG2024
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Von meinen Enkelkindern lerne ich nochmals neu, wie einfach und schön „Leben“ und „Glauben“ geht.

Es war am ersten Sonntag im August: Meine Frau und ich haben mit den beiden Kleinsten einen Ausflug in den Höhenpark Killesberg in Stuttgart gemacht. Und auf der Heimfahrt fragt die Vierjährige ihren kleineren Bruder, der im Kindersitz neben ihr sitzt: „Sag mal Eli, findest du die Blumen auf dem Killesberg schön?“ Der Zweijährige will erst nicht antworten. Also bohrt sie nach: „Findest du die Blumen schön.“ Darauf vom kleinen Bruder ein knappes Ja. Sie weiter: „Und sag mal Eli, findest du das Bähnle dort schön?“ Nochmals ein knappes Ja. Dann die dritte Frage: „Sag mal Eli, findest du das Leben schön?“

Diese Frage hat mich ehrlich überrascht. Ob der kleine Eli geantwortet hat, habe ich gar nicht mitbekommen, denn ich habe mich im Stillen unwillkürlich selbst gefragt: „Findest du das Leben eigentlich schön?“ Und kann man darauf so einfach mit Ja oder Nein antworten? Wie schnell bin ich beim „Ja,aber…“. Das Leben und mein Alltag sind eben nicht immer nur leicht. Ich spüre, dass ich allmählich älter werde - auch nicht gerade schön. Und wer weiß, was die Zukunft für mein Leben und das meiner Enkel bringen wird… So manches lastet fast dauerhaft auf der Seele und den Gedanken.

Meine Enkelin dagegen hat einfach den Ausflug schön gefunden. Sie hat ihn genossen. Und nicht an den Tag gestern im Kindergarten gedacht. Und schon gar nicht daran, wie es später – in ein paar Jahren - in der Schule für sie sein wird. Oder ob, was sie einmal arbeiten wird. Was wir heute erlebt haben, war gut und schön. Die Fahrt mit dem Killesberg-Bähnle, die vielen Blumen, das alte Karussell, sie und ihr Bruder auf den Holzpferden, das Eis und jetzt gemütlich noch ein bisschen etwas im Auto snacken.

Das Leben ist schön. So drückt sich natürliche Dankbarkeit aus. Einfach mal einen Moment zufrieden sein. Der kleine Bruder sollte natürlich auch miteinstimmen. Und dann passt und stimmte das Leben für diesen Abend.

Die Frage meiner Enkelin klingt bei mir immer noch nach: „Findest Du das Leben schön?“ Ja, ich finde das Leben schön und lasse heute das „Aber“ ganz beiseite. Es kann warten bis Morgen. Und den schönen Tag heute, den nehme ich mit. Den halte ich fest.  Dafür bin ich Gott dankbar.

So einfach geht „Leben“ für mich heute. Und so einfach kann ich heute auch beten: Danke, Herr, für diesen schönen Tag. Danke für mein Leben. Danke für die Menschen, die dazu beigetragen haben. Viele sind das. Und jetzt auch meine Enkel. Am meisten aber du, lieber Gott, der du mir das Leben geschenkt hast.

Unsere Enkel haben mir und meiner Frau auf dem Killesberg aber auch gezeigt, wie gut es uns tut, wenn wir unbeschwert und voller Vertrauen zusammen in den Tag gehen.  

Es war am selben Tag auf dem Killesberg. Endlich hatten wir es ohne Kinderwagen mit den beiden Enkeln geschafft auf die Anhöhe zu kommen und standen dann am Fuße des eindrucksvollen Aussichtsturms. Da wollten wir unbedingt hoch.

Bis zur vierten und obersten Aussichtsplattform gibt es aber nur eine Metalltreppe, um hochzukommen. Keinen Lift. Außerdem muss man unbedingt schwindelfrei sein, denn der grobmaschige Stahldrahtzaun behindert an keiner Stelle die wunderbare Aussicht.

Da standen wir nun mit den beiden Kindern. Die Vierjährige wollte gleich allein hochrennen, was natürlich nicht ging, und den kleinen Bruder musste ich auf den Arm nehmen, ihn Stufe für Stufe hochtragen. Früher wären die 16 zusätzlichen Kilo sicher kein Problem gewesen, aber jetzt musste ich doch auf jeder Ebene erst einmal den Burschen kurz absetzen und tief Luft holen.

Ich kann eben nicht mehr so, wie früher. Aber meine Enkelin konnte ja auch nicht einfach, weil sie wollte und einfach losrennen. Aber ist das schlimm, wenn man aufeinander mehr achten und manchmal auch warten muss?

Miteinander hatten wir richtig viel Spaß und wir waren alle super stolz, als wir endlich oben angekommen sind, mit vereinten Kräften. Und haben wir die herrliche Aus- und Weitsicht einfach genossen.

Fast genauso glücklich waren wir, als wir die vielen Treppenstufen auch wieder gut hinuntergekommen sind. Unsere Enkel und wir. Die Enkel, die einfach vertraut haben, dass wir es schaffen, wenn wir sie an der Hand führen oder sie auf dem Arm tragen, mit dem uns möglichen Tempo vorwärtsgehen.

Ein kleines Erlebnis, fast sinnbildlich für das Leben und auch für den Glauben. Wie oft haben mich andere geführt und getragen, meine Eltern, gute Freunde, meine Frau. Wie oft hat wohl Gott meine Schritte in die richtige Richtung gelenkt, mich bewahrt, mich zurückgehalten oder im richtigen Moment vorwärtsgebracht, letztlich immer zu meinem Besten.

Dafür bin ich dankbar, unendlich dankbar. Das Leben ist schön. Nicht nur im Rückblick, sondern auch im zuversichtlichen Vertrauen auf Jesus Christus, der – in Person – die ausgestreckte Hand Gottes ist.

Seine Hand zu ergreifen, das wünsche ich Ihnen und einen gesegneten Sonntag.

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SWR4 Feiertagsgedanken

20MAI2024
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Hinter dem Pfingstfest steht eine besondere Geschichte. Die biblische Geschichte, wie Gottes Heiliger Geist zu den Menschen gekommen ist. Und ich habe wieder neu entdeckt, wie sie mir Mut und Hoffnung schenkt – gerade jetzt, in unseren unruhigen Zeiten.

Vielleicht geht es Ihnen auch so. Mich beschäftigt es sehr, was in unserer Gesellschaft passiert. Jugendliche, auch erwachsene Menschen gehen einfach so auf Politiker los, nicht mit Fragen oder Vorwürfen, sondern mit roher Gewalt. Unvermittelt und für die meisten unverständlich. Sicher, im Wahlkampf sind die Nerven angespannt, aber das erklärt doch nicht solche Ausbrüche.

Ist es nur eine zunehmende Verrohung oder wie es kürzlich ein Wissenschaftler ausgedrückt hat, bereits eine Durchrohung der Gesellschaft? Eine Durchrohung angesichts von andauernden Krisen und Problemen, von offensichtlich unlösbaren Interessenlagen und Konflikten, im Privaten wie weltweit.

Darüber habe ich mit einem Landtagsabgeordneten und einem meiner Arbeitskollegen diskutiert. Wie kann man dem begegnen? Der Kollege meinte, durch bessere Erziehung und Schulen, die sich kümmern. Auch durch mehr Information. Aber sind wir nicht alle bestens informiert, meinte der Politiker. Und es sei auch nicht möglich, jeden öffentlichen Platz und jede öffentliche Person rund um die Uhr zu schützen. Miteinander waren wir uns schnell einig, dass es um etwas Grundlegenderes geht, nämlich um Beziehung. Wann hört einer dem anderen noch wirklich zu? Und wer ist bereit, seine Meinung auch einmal zu ändern? Sich zu öffnen und umzudenken?  Das geht nur, wenn man vertrauensvoll miteinander reden und zuhören kann. Nicht auf die Schnelle sich gegenseitig Parolen an den Kopf knallen. Sondern in Ruhe reden, Argumente auch einmal sacken lassen, sie überdenken – und so ein Stück Weg miteinander gehen.

Genau das hat auch die Jünger um Jesus auf das Pfingstfest vorbereitet. Darauf, dass sie den Heiligen Geist Gottes empfangen haben. Es war ein langer Weg, den sie miteinander gegangen sind. Miteinander – obwohl auch sie unterschiedliche Meinungen hatten, wie es denn nun weiter gehen sollte, ohne ihren Anführer Jesus.  Der Tod von Jesus ist ein Schock für die Jünger gewesen. Dass er auferstanden ist, konnten sie zuerst kaum glauben, und dann war er in den Himmel aufgefahren und hatte sie allein zurückgelassen. Ängstlich haben sie sich zurückgezogen. Auch sie mussten das erst einmal sacken lassen, in ihrem sicheren Raum.

Bis zu dem Moment als Gott selbst eingegriffen hat. Mit seinem Geist, mit seiner Dynamik, mit einer neuen Kraft, die sie bis ins Innerste gepackt hat. Sie wollten raus, sie mussten raus. Raus aus der Isolation, auf andere zugehen, sich anderen mitteilen. Den anderen sagen, was sie mit Gott erlebt haben, dass Gott in diesen Tagen die Geschichte verändert hat, dass Jesus wieder da ist, dass er auch die Herzen und jeden einzelnen Menschen zum Besseren verändern kann. Deshalb feiern wir auch heute noch dieses Hoffnungsfest.

Ist es nicht gerade das, was wir auch gerade jetzt brauchen? Aufeinander zugehen, einander zuhören, ein Stück weit das Herz öffnen und weitersagen, was uns Mut und Hoffnung schenkt. Ein neues Miteinander wagen

Die Nachfolgerinnen und Nachfolger von Jesus waren begeistert über das, was Gott ihnen gezeigt und wie er ein neues Miteinander geschenkt hat. Und das haben sie weitergegeben – sind offen und positiv auf andere zugegangen und haben dazu eingeladen, den Weg miteinander weiterzugehen.

Kurz nach der Diskussion mit dem Abgeordneten und meinem Kollegen habe ich ein Interview mit einem Gewaltforscher gehört, der meinte:  Viele wissen gar nicht, was sie mit ihren ständigen schlechten Nachrichten, auch mit dieser andauernden und alarmierenden Untergangsrhetorik anrichten. Sie drängen andere in eine Art Notwehrhaltung. Und wer meint, sich ständig wehren zu müssen, wer sich für seine anderen Werte und Überzeugungen immer rechtfertigen muss, weiß sich unter Umständen auch nur noch mit Gewalt zu helfen. Vorsicht also mit dieser ständigen Haltung der Überlegenheit, der moralischen Überhebung.

Am ersten Pfingstfest beobachte ich eine andere Haltung. Die Ängstlichen bekommen neuen Mut, sie nehmen sich gegenseitig an. Von Geist Gottes bewegt, sprechen sie auch die fremden Menschen in der Stadt an, zeigen einander Respekt, wollen ihre Freude und ihre Entdeckung, ihren Glauben teilen.

Ja, ich wünsche mir so ein Pfingstfest auch bei uns. Heute und eigentlich immer wieder – auch durchs Jahr hindurch. Wer sich von Gott geliebt und getragen weiß, muss sich nicht zurückziehen, muss auch nicht in einer Abwehrhaltung beharren, kann aus sich herausgehen. Es gibt so viel, was uns Mut macht. Es gibt so viel, was der Glaube an Jesus uns schenkt. Es gibt so viel Hoffnung, welche die Untergangsrhetorik und auch das lautstarke Beweisen irgendeiner moralischen Überlegenheit hoffentlich schnell ablöst. Im Geist von Jesus kann so viel Gutes entstehen.

Das wünsche ich Ihnen und einen gesegneten Pfingstmontag.

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SWR4 Sonntagsgedanken

03MRZ2024
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Beim Stichwort „teuer erkauft“, was fällt Ihnen da ein? Ich musste natürlich musste ich zuerst an Geld, an hohe Summen denken. Und es gibt Sachen, die sind wirklich unfassbar teuer!

Kunstwerke zum Beispiel: Skulpturen oder Gemälde alter Meister. Im Jahr 2017 wurde ein Gemälde des Malers Leonardo da Vinci versteigert. Demselben Künstler, der auch die Mona Lisa gemalt hat. Es ist eine Darstellung von Jesus und hat den Titel: „Salvator Mundi“ oder auf Deutsch: "Der Retter der Welt."

Ein Jesus-Porträt vom legendären Leonardo da Vinci! Das war eine Sensation! Die Gebote haben sich damals überschlagen. Bei über 450 Millionen US-Dollar hat schließlich ein anonymer Bieter den Zuschlag erhalten. Teuer erkauft.

Können Sie das nachvollziehen? Dass jemand so viel Geld hergibt für ein einziges Bild? Wahrscheinlich ist der Käufer so reich, dass er das einfach so kann. Vielleicht ist er aber auch an seine Grenzen gegangen oder sogar darüber hinaus – einfach, weil er dieses einmalige, wunderschöne und kostbare Bild unbedingt haben musste. Dann hat er es „teuer erkauft“ einfach, weil es ihm das wert war.

Bei dem Stichwort „teuer erkauft“ muss ich aber auch an etwas ganz anderes denken, das mit Geld nichts zu tun hat: an die schrecklichen Kriegsbilder, an den hohen Blutzoll, der in jeden Tag bezahlt wird - für den Widerstand gegen irgendwelche Despoten und für jeden noch so kleinen Sieg im Kampf um die Freiheit.  Fast jeden Tag wird uns genau das in den Nachrichten vorgeführt, was „teuer erkauft“ eben auch bedeuten kann. Der Einsatz eines Lebens für die Freiheit.

Und heute lese ich in der Bibel im ersten Petrusbrief und höre ich im Gottesdienst (1Petr.1,18-21), dass Sie und ich, dass jeder einzelne Mensch für Gott einen so unschätzbar hohen Wert besitzt. Er lässt nicht zu, dass ich am Leben verzweifle und die Hoffnung aufgebe. Und für seinen Sohn, Jesus, ist kein Preis zu hoch, wenn er meine Freiheit teuer erkauft, durch sein eigenes Blut. Jesus ist der Retter aller Menschen und der ganzen Welt – der „Salvator Mundi“, wie in dem Gemälde von Leonardo da Vinci.

Ganz ruhig lässt Leonardo seinen Jesus erscheinen. Er blickt mich freundlich an. In seiner einen Hand hält er eine durchsichtige Glaskugel, eine Art Globus. Und die rechte Hand ist zum Segnen erhoben.

Dieser Jesus hat sein Leben für Sie und für mich eingesetzt. Sein wertvolles Blut wurde vergossen. Für mein Leben, für meine Freiheit. So unendlich viel bin ich, sind Sie Gott wert. Teuer erkauft. Mir gibt das Hoffnung und stärkt mein Vertrauen, wenn ich daran denke, dass Jesus die ganze Welt und jedes einzelne Leben in seiner Hand hält – wie die Glaskugel auf dem Bild von Leonardo da Vinci.

Jesus hat alles für mich getan und hält bereit, was ich brauche. Nämlich Freiheit. Ich muss mich nicht beherrschen lassen von den Schreckensnachrichten, die jeden Tag auf mich einströmen. Gott ist stärker. Und auch von meinen eigenen Fehlern muss ich mich nicht unterkriegen lassen. Gott wird wieder gerade rücken, was durch mich krumm und schief geworden ist. Und dafür muss nicht ich erst einmal etwas leisten und mich als würdig erweisen, sondern Gott setzt alles für mich ein, zahlt für mich den höchsten vorstellbaren Preis.

Nicht morgen, nicht irgendwann. Er hat es bereits getan. Mich teuer erkauft. Damit ich aus dieser Liebe und Hoffnung leben kann, die er mir entgegenbringt.

Und wieder muss ich an den Salvator Mundi, den Retter, den Erlöser der Welt denken. Denn in meinem Leben ist auch vieles nicht gelungen oder unweigerlich offengeblieben. Mit über 60 Jahren rückt zudem die Grenze meines eigenen Lebens näher. Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, dass er von den Toten auferstanden ist, was wir bald miteinander am Osterfest auch feiern werden.

Das ist meine Zukunftshoffnung – und es darf auch Ihre Zukunftshoffnung sein. Denn, was Christus getan hat, das gilt für jeden und jede von uns. Ob wir damit bisher viel anfangen konnten oder mit dem Glauben unsere Schwierigkeiten haben. Es geht nicht darum, was ich vorweisen kann oder eben nicht, sondern dass Christus seine Hand nach seinen Menschen ausstreckt, damit wir uns an ihm festhalten. So verstehe ich glauben. Jesus will unsere Hände ergreifen, uns halten und er will uns segnen.

Wie auf diesem wertvollen Gemälde. In der linken Hand hält Jesus unsere Welt, mein kleines Leben, meine kleine Welt, er umfängt mein ganzes Leben, ja unsere ganze Welt. Und mit der rechten Hand segnet er uns. Hier und für alle Zeiten.

Damit Liebe und Hoffnung auch mein Leben, Ihr Leben trägt und erfüllt. Das wünsche ich Ihnen heute von Herzen und einen gesegneten Sonntag.

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