Zeige Beiträge 1 bis 10 von 273 »
SWR3 Worte
Auf die Frage, was man ihr vor zehn Jahren hätte sagen sollen, antwortet die Autorin Najwa Zebian Folgendes:
Ich wünschte, dass mir jemand gesagt hätte, dass ich okay bin, wie ich bin.
(…)
Ich höre oft Leute Dinge sagen wie „es wird besser werden“. Und es ärgert mich, das zu hören, weil es bedeutet, dass der jetzige Moment nicht genug ist… (…)
Und wie kannst du ganz Du selbst sein (…), wenn du glaubst, dass (…) du im Moment (..) nicht genug [b]ist?
Ich wünschte, mir hätte jemand gesagt, dass ich, ohne es (…) beweisen zu müssen, genug bin.
Quelle: Online unter: https://www.calm.com/blog/celebrating-the-heart-with-najwa-zebian
Eigene Übersetzung.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44702SWR3 Worte
Das Gute liegt manchmal so nah. Das erzählt die folgende Geschichte:
Ein Bettler hatte mehr als dreißig Jahre am Straßenrand gesessen. Eines Tages kam ein Fremder vorbei.
(…) der Bettler (..) hielt mechanisch seine alte Baseballmütze hin.
„Ich habe dir nichts zu geben“, sagte der Fremde und fragte dann: „Worauf sitzt du da eigentlich?“
„Ach“, (…) , „das ist nur eine alte Kiste. Da sitze ich schon drauf, solange ich zurückdenken kann.“
„Hast du da mal reingeschaut?“, fragte der Fremde.
„Nein“, (…), „warum auch? (…).“
„Schau hinein“, drängt der Fremde. (…) Voller Erstaunen, Unglauben und Begeisterung entdeckte er, dass die Kiste mit Gold gefüllt war.
Quelle: Online abgerufen unter: https://www.penguin.de/content/edition/excerpts_extended/Leseprobe_978-3-442-34326-3.pdf
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44701SWR3 Worte
Wer es riskiert, verletzt zu werden, der ist mutig. Davon ist die US-amerikanische Autorin Brené Brown überzeugt. Sie sagt:
Verletzlichkeit ist der Schlüssel (…)
[Mutig ist,] jemandem zu erzählen, dass er einem sehr am Herzen liegt; in einer Beziehung zuerst zu sagen, „Ich liebe dich“. (…) Es ist [auch] mutig zu sagen: Ich bin müde, ich kann nicht mehr. (…)
Gut, [wenn] (..) wir drüber reden. [die] Scham hasst es, wenn sie mit Wörtern konfrontiert wird. Wenn Sie jemanden anrufen und Ihre Geschichte mit ihm teilen, eine einfühlsame Reaktion erhalten, kann Scham nicht überleben. (…)
Verletzlichkeit (…) zu verstehen und zu akzeptieren, ist das Gegengift zu Scham.
Quelle: „Coolness ist eine Zwangsjacke“ Online unter: https://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article123364147/Coolness-ist-eine-Zwangsjacke.html
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44700SWR3 Worte
Tarana Burke ist Menschenrechtlerin und für den Slogan „MeToo“ bekannt geworden. Sie sagt:
Du verdienst Sicherheit, du verdienst Schutz, du verdienst Liebe, du verdienst Frieden.
(..)
Wir erzählen der Welt, dass man nichts weiter sein muss, als man selbst, um wertvoll zu sein. Aber dann schuften wir, bis der Stress uns fast umbringt, nur um unseren Wert zu beweisen.
Es geht nicht nur dir so. (…)
Aber (…) solange wir leben gibt es Hoffnung, genau das zu überwinden.
Quelle: Burke, Tarana and Brown, Brené: You Are The Best Thing: Vulnerability, Shame Resilience And The Black Experience. Where the Truth Rests by Tarana Burke.
Random House, New York, 2021, S. 212ff
Eigene Übersetzung.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44699SWR3 Worte
Denken Sie auch manchmal, dass Sie Ihre Ziele schneller erreichen sollten? Der Autor James Clear sagt dazu:
Du solltest dir keine Sorgen machen, ob du zu langsam vorwärtskommst.
Du solltest dir Sorgen machen, ob du den richtigen Berg besteigst.
Quelle: Clear, James. Auf Englisch online unter: https://jamesclear.com/quotes/you-dont-need-to -worry-about-progressing-slowly-you-need-to-worry-about-climbing-the-wrong-mountain
Oder auf englisch online unter: https://podcasts.apple.com/us/podcast/is-this-all-there-is/id1467079024?i=1000678871910
Eigene Übersetzung
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44698SWR3 Worte
Als Chef des Miniatur Wunderlands in Hamburg lässt Frederik Braun immer wieder arme Menschen kostenlos rein. Er fragt sich oft, warum es vielen Menschen so schwerfällt, anderen etwas zu gönnen und sagt:
Ich wünsche jedem einzelnen Menschen einen integrierten Neid-Detektor. Ich habe fünf Kinder und wenn einer ein tolles Lego-Teil bekommt, klar gibt es dann Neid. Wichtig ist, was ich meinen Kindern dann erkläre: Hey, seid nicht neidisch. Gönn das deinem Bruder – und im Übrigen hast ja auch du etwas Gutes davon und kannst mitspielen.
Meine Lebensphilosophie habe ich von Albert Schweitzer übernommen: Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Quelle: "Man macht einfach ein paar Menschen glücklich" Online unter: https://chrismon.de/artikel/56472/aktion-freier-eintritt-im-miniatur-wunderland-hamburg
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44697SWR3 Worte
Gottvertrauen kann faszinierend sein. Der Journalist Jörg Bollmann bewundert die Kugelstoßerin Yemisi Mabry. Er sagt:
[Yemisi Mabry] (..) spricht von der Liebe Gottes. Und singt! Für mich ist das beispielhaft. Auch wenn Fußballer sich nach dem Tor bekreuzigen, berührt mich das. Und ich meine nicht die direkte Ableitung – ich bete jetzt, und dann schieß ich das Tor. Sondern: Ja, ich habe den Ball richtig getroffen, aber ich kann es nicht aus eigener Kraft. Mich fasziniert diese Demut. (…)
(…) Gott ist kein Kaugummiautomat, ich werfe nicht oben mein Gebet rein und unten kommt die Medaille raus. [Yemisi Mabry] (..) sagt, dass sie in einer liebenden Gemeinschaft aufgehoben ist (…). Und dass diese Resonanz sie zu bestimmten Dingen befähigt. Das weitet unsere Perspektive.
Quelle: Das Beispiel der Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye: "Demokratie braucht auch Religion" online unter: https://chrismon.de/artikel/56600/was-die-politik-von-der-olympiade-lernen-kann
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44696SWR3 Worte
Ein richtiges Aha-Erlebnis mit einer Bibelstelle hatte Julia Watts Belser, die im Rollstuhl sitzt. Sie berichtet:
Ich werde es nie vergessen, als ich vor einigen Jahren diese Worte hörte, die Verwandtschaft, die ich fühlte als Rollstuhlfahrerin.
[Der Prophet] Ezechiel sah Engel, Feuer und Lichterglanz, und was noch? Er sah einen göttlichen Wagen mit großen, wunderbaren Rädern. (…)
Gott hat Räder! Und was mir hier so gefällt: Gott auf Rädern ist kein Bild von Leiden oder Unglück, sondern ein Bild von Majestät. Wenn ich mir Gott auf Rädern vorstelle, denke ich auch an die Freude, die mir mein eigener Rollstuhl gibt. Meine Räder befreien mich, sie erweitern meinen Geist.
Quelle: Watts Belser, Julia: „Wieso soll mein Körper kein Ebenbild Gottes sein?“ Online unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/behinderung-und-glaube-wieso-soll-mein-koerper-kein-100.html. Aufgerufen am 16.04.2026.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44346SWR3 Worte

Die Bibel in alltägliche Sprache zu übersetzen ist gar nicht so einfach. Die sogenannte „Volxbibel“ hat es versucht. Und das ist herausgekommen bei der „Übersetzung“ der Stelle von Jesus als dem guten Hirten:
Stellt euch vor, ihr seid mit einer Kindergruppe unterwegs und auf dem Rummelplatz büchst euch eins der Kinder aus und geht im Gewühl verloren. Ihr würdet doch sofort dem Rest der Truppe sagen, dass sie sich nicht vom Fleck rühren sollen, und würdet das verschwundene Kind suchen! Wenn du es dann endlich heulend neben der Losbude gefunden hast, wirst du dich tierisch freuen und es auf den Arm nehmen und wieder zu den anderen bringen. Dann wirst du denen eine Extraladung Zuckerwatte und gebrannte Mandeln spendieren und allen Leuten in der Schlange von der Achterbahn erzählen: Hey Leute, ich haben den kleinen Racker, der mir abgehauen ist, wiedergefunden.
Genauso steigt eine große Party im Himmel wegen jedem (..) Menschen, der zu Gott zurückfindet.
Quelle: Dreyer, Martin: Die Volx Bibel 3.0, Pattloch Verlag, 2008, S. 163 (Lukas 14,15).
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44345SWR3 Worte
An welchen Gott glauben Sie? Das ist die frühere Politikerin Renate Schmidt gefragt worden. Sie hat geantwortet:
An den liebenden Gott. In meiner Konfirmationszeit habe ich immer nur den strafenden Gott, (…) kennen gelernt. (…) [Das] und vieles andere haben letztlich dazu beigetragen, dass ich in den sechziger Jahren aus der Kirche ausgetreten bin.
(…) natürlich gibt es immer Zweifel. Genauso wie Liebe nicht ohne Phasen der Nicht-Liebe möglich ist, ist Glaube nicht ohne Phasen des Nicht-Glaubens möglich. Man bestätigt sich den Glauben auch dadurch, dass man zweifelt. (...) 1993 bin ich wieder eingetreten. Weil sich die Kirche geändert hat (…)
Mir ist damals ein falscher Gott präsentiert worden. Heute denke ich: Gott nimmt mich so an, wie ich bin. Nicht nur ich vertraue in ihn, er vertraut auch in mich, dass ich im Wesentlichen das Richtige mache.
Quelle: Schmidt, Renate in: 7 Fragen an das Leben. Von Nayhauß, Dirk von: Edition Braus, Wachter Verlag 2005. S. 131
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44344Zeige Beiträge 1 bis 10 von 273 »