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SWR2 / SWR Kultur

 

SWR3

 

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SWR3 Worte

12SEP2026
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Was man einem Menschen schenken könnte, weiß der Autor Jan Frerich. Er sagt:

Das größte Geschenk, das Du jemandem machen kannst, ist, ihm oder ihr Zeit zu schenken. Denn wenn Du jemandem ein Stück deiner Zeit schenkst, gibst Du einen Teil Deines Lebens, der nie wieder zurückkommen wird.

 

Quelle: Online am 1.7.26 unter: https://www.barfuss-und-wild.de/seelenfutter-2640

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44908
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SWR3 Worte

11SEP2026
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Obwohl er erst dreizehn Jahre alt ist, gilt Mikail Akar als Ausnahmekünstler. Seine Bilder erzielen fünfstellige Summen. Wunderkind will er aber nicht genannt werden. Er sagt:

Ich male, weil es mir Spaß macht. Die Malerei ist meine Leidenschaft – sie ist ein Geschenk von Gott. (…)

Da[..] ist eher nervig, wenn man mir Spitznamen [wie „Wunderkind“ oder „Mini-Picasso“] gibt. Ich heiße Mikail Akar – und nicht „Wunderkind“.

Jedes Kind, jeder Mensch hat ein Wunder in sich.

 

Quelle: Online am 1.7.26: Stars kaufen seine Bilder für viel Geld – dabei ist er erst 13. Interview von Philip Buchen. Online abgerufen unter: https://koeln.t-online.de/region/koeln/id_100960910/mikail-akar-aus-koeln-malt-bilder-fuer-manuel-neuer-und-peter-maffay.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44907
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SWR3 Worte

10SEP2026
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Für die Pfarrerin Maike Schöfer war Jesus alles andere als ein harmloser Typ. Sie sagt:

Bis zu meinem Studium hatte ich mir Jesus [so] vorgestellt: groß, mittelblondes, langes, (...) Haar, freundliches Gesicht, blaue Augen und weiß. Mit seiner Gute-Laune-Surferboy-Mentalität lächelte er auf mich herab. Und deswegen war er auch eher uninteressant für mich. Thank you, next, please.

Im Studium aber lernte ich ein anderes Bild von Jesus kennen. Er wandte sich besonders (…) ausgeschlossenen Menschen zu, Frauen, armen Menschen, be_hinderten Menschen, Kindern und Sexarbeiter*innen.

Das war zur damaligen Zeit ein mehr als gewagter Move und ein dickes Nein an die ungerechte Gesellschaft. Zudem (…) lud [Jesus] einfach alle ein, alle, ausnahmslos, mit ihm am Tisch zu sitzen. (…) Jesus war kein weltabgewandter Heiliger, der bequem am Strand mit seinen Surferboys abhing (…). Nein. Er mischte sich ein. Er war ein Unruhestifter.

 

Quelle: Online am 3.07.26 unter:

https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783492611695&ga=no&buyButton=no&buyUrl=https://www.buchhandlung-wilhelmshoehe.de/shop/item/9783492611695

 

Schöfer, Maike: Nö – Eine Anstiftung zum Neinsagen. Piper Verlag GmbH, München 2025

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44906
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SWR3 Worte

09SEP2026
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Jeder Mensch hat ganz versteckt Wirkung auf andere. Der Autor Jan Frerich sagt:

Du weißt nicht, wie oft dein Lachen jemanden wieder aufgerichtet hat. Du weißt nicht, wessen Tag du gerettet hast mit nichts weiter als Deiner Anwesenheit. Irgendwo trägt jemand Dein Wort in sich wie einen Samen. Irgendwo wärmt jemand die Hände an der Erinnerung an Dich. Du bist also nicht bloß das Chaos, das Du vielleicht gerade im Spiegel siehst. Du bist immer mehr, als Dein Blick fassen kann.

 

Quelle: Online am 1.7.26 unter: https://www.barfuss-und-wild.de/seelenfutter-2711

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44905
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SWR3 Worte

08SEP2026
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Was das Entscheidende am Glauben ist, das formuliert Papst Leo XIV. so:

„Das Entscheidende am Glauben ist nicht, ob man an Gott glaubt oder nicht, sondern, dass man nach ihm auf der Suche ist.“

 

Quelle: Online am 1.7.26 unter: https://www.herder.de/cig/cig-ausgaben/archiv/2026/10-2026/zitat-der-woche/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44904
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SWR3 Worte

07SEP2026
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Es ist möglich, im ganz normalen Alltag etwas von Gott zu spüren. Davon ist die Pastorin Sophie Hobert überzeugt. Dazu erzählt sie folgendes:

Die Kinder wollten Wassermelone. (..). Ich nicht. Ich sah nur: riesig, schwer, unhandlich. (…) Aber natürlich hab ich’s gemacht. Ein sonniger Nachmittag. (..).

Ich schneide die Melone auf – sie duftet schon nach Sommer. Wir beißen rein: so süß, so saftig. Und auf einmal ist alles da, was wir gerade brauchen. Erfrischung. Nähe. Leichtigkeit. Kerne fallen, Saft tropft, Gespräche fließen.

Und ich denke: So ist Gott. Schenkt Süße – aber nicht zuckrig. Löscht den Durst, wenn das Leben trocken war. Stiftet Gemeinschaft (…). Manche Kerne stören. Aber sie gehören dazu. Ohne sie wäre es nicht echt.

Warum also nicht sagen: Ich habe Gott geschmeckt. Im Lachen der Kinder, im Teilen eines Moments, im süßen Biss in ein Stück Melone. Manchmal kommt das Heilige ganz nebenbei. Und schmeckt nach Sommer.

 

Quelle: Online am 1.7.26 unter: https://www.kirche-ll.de/nachrichten/aktuelles/details/das-wort-zur-woche-sophie-hobert-1.html

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44903
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SWR3 Worte

06SEP2026
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Viele Menschen fragen sich, welche Partei sie wählen sollen – heute besonders bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Der Pastor Jaan Thiesen sagt dazu Folgendes:

Man kann leicht feststellen, dass es in jeder Partei Christen gibt. Manche Christen fordern Gerechtigkeit für Benachteiligte und wählen eher links, (…) andere betonen die (gottgewollte) Ordnung und wählen konservativ oder gar rechts. Das ist natürlich äußert holzschnittartig gesagt, sind aber alles sogenannte christliche Werte. Aus jeder Perspektive lassen sich aber auch gute Gründe gegen alle Parteien finden. (…)

Für mich ist völlig klar, dass es keine christliche Partei gibt. (…) Eine Sache, die Jesus deutlich gemacht hat, ist mir aber zentral: Der wichtigste christliche Wert ist die Liebe zu Gott und den Menschen. Durch Nichtwählen, da bin ich sicher, wächst die Liebe nicht. Liebe braucht Mut, Verantwortung zu übernehmen – das gilt auch am Wahltag. Ich werde daher an der Wahlurne schauen, bei welcher Partei ich am meisten Liebe für Gott und die Menschen wahrnehme.

 

Quelle: Online am 1.7.26 unter: Das Wort zur Woche. Online unter: https://www.kirche-ll.de/nachrichten/aktuelles/details/das-wort-zur-woche-es-hoert-nicht-auf-1.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44902
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SWR3 Worte

04JUL2026
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Auf die Frage, was man ihr vor zehn Jahren hätte sagen sollen, antwortet die Autorin Najwa Zebian Folgendes:

Ich wünschte, dass mir jemand gesagt hätte, dass ich okay bin, wie ich bin.

(…)

Ich höre oft Leute Dinge sagen wie „es wird besser werden“. Und es ärgert mich, das zu hören, weil es bedeutet, dass der jetzige Moment nicht genug ist… (…)

Und wie kannst du ganz Du selbst sein (…), wenn du glaubst, dass (…) du im Moment (..) nicht genug [b]ist?

Ich wünschte, mir hätte jemand gesagt, dass ich, ohne es (…) beweisen zu müssen, genug bin.

 

Quelle:    Online unter: https://www.calm.com/blog/celebrating-the-heart-with-najwa-zebian

Eigene Übersetzung. 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44702
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SWR3 Worte

03JUL2026
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Das Gute liegt manchmal so nah. Das erzählt die folgende Geschichte:

Ein Bettler hatte mehr als dreißig Jahre am Straßenrand gesessen. Eines Tages kam ein Fremder vorbei.

(…) der Bettler (..) hielt mechanisch seine alte Baseballmütze hin.

„Ich habe dir nichts zu geben“, sagte der Fremde und fragte dann: „Worauf sitzt du da eigentlich?“

„Ach“, (…) , „das ist nur eine alte Kiste. Da sitze ich schon drauf, solange ich zurückdenken kann.“

„Hast du da mal reingeschaut?“, fragte der Fremde.

„Nein“, (…), „warum auch? (…).“

„Schau hinein“, drängt der Fremde. (…) Voller Erstaunen, Unglauben und Begeisterung entdeckte er, dass die Kiste mit Gold gefüllt war.

 

Quelle:  Online abgerufen unter: https://www.penguin.de/content/edition/excerpts_extended/Leseprobe_978-3-442-34326-3.pdf

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44701
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SWR3 Worte

02JUL2026
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Wer es riskiert, verletzt zu werden, der ist mutig. Davon ist die US-amerikanische Autorin Brené Brown überzeugt. Sie sagt:

Verletzlichkeit ist der Schlüssel (…)

[Mutig ist,] jemandem zu erzählen, dass er einem sehr am Herzen liegt; in einer Beziehung zuerst zu sagen, „Ich liebe dich“. (…) Es ist [auch] mutig zu sagen: Ich bin müde, ich kann nicht mehr. (…)

Gut, [wenn] (..) wir drüber reden. [die] Scham hasst es, wenn sie mit Wörtern konfrontiert wird. Wenn Sie jemanden anrufen und Ihre Geschichte mit ihm teilen, eine einfühlsame Reaktion erhalten, kann Scham nicht überleben. (…)

Verletzlichkeit (…) zu verstehen und zu akzeptieren, ist das Gegengift zu Scham.

 

Quelle: „Coolness ist eine Zwangsjacke“ Online unter: https://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article123364147/Coolness-ist-eine-Zwangsjacke.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44700
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