Evangelische Kirche

Andreas Bösche

Das bin ich:

Aufgewachsen in einem Pfarrhaus auf der Niedersächsischen Scholle habe eine geistliche Verwurzelung erfahren, die mich bis heute trägt. Schon nach der Schulzeit stand ein Theologiestudium im Raum. Erst aber kamen die Öffnungen und Aufbrüche: Zunächst ein Studium und die Promotion in Südosteuropäischer Geschichte, eine Region, die mir vom Studien-, zum Sehnsuchtsort wurde. Dann verschiedene berufliche Tätigkeiten an unterschiedlichen Orten und schließlich - nach ersten Erfahrungen mit orthodoxen Glaubenspraxen die Erkenntnis: Ich möchte das wirklich: biblische Texte nicht nur analysieren, sondern auch von Herzen weiter sagen, also: verkündigen.

Das ist meine Radiogeschichte:

Seit meiner Kindheit erfahre ich beim Radiohören intime Nähe und öffnende Weite - fast wie im Glauben oder in einer gelungenen Liturgie! 

Nähe und Gesellschaft schenkt mir die Stimme des Radiosprechers, wenn ich mir frühmorgens in der kalten Küche einen Espresso ansetze. Gleichzeitig bringt mir der Sprecher die Welt ins Haus, mit allem, was dazu gehört: Den Trost und Zauber einer langen Ottfried Preußler-Nacht ebenso wie erschütternde Reportagen über Tod und Trauer im Nahen Osten - ein Wechselbad der Gefühle, das mich mitunter irritiert.

Auf den Stationen meines Lebens gibt es kaum einen Ort, den ich nicht auch mit dem Radio in Verbindung bringe: ob in der Schulcafeteria, beim Ferienjob in der Werkhalle, in Berliner WGs oder im Auto auf dem Weg zu einem Gottesdienst - Radiohören, so meine Erfahrung, geht (fast) überall. Das fasziniert mich bis heute. 

Das mache ich, wenn ich nicht auf Sendung bin:

Als Gemeindepfarrer, Ehemann und Vater zweier Kinder gibt es reichlich zu tun. Daneben ist es mir wichtig, mich in meiner "Kernmaterie" fortzubilden, z.B. in der Auseinandersetzung mit anderen Konfessionen. Der Liebe zu Südosteuropa gebe ich vor allem literarisch und sprachlich Raum. Seit meiner Kindheit bin ich zudem überzeugter Blockflötist mit einem Hang zu Barock und Irish Folk - das schlägt sich mitunter auch in musikalischen Gebeten im Gottesdienst nieder. Um den Körper und Geist frei zu bekommen, versuche ich schließlich so häufig wie möglich beim Schwimmtraining "abzutauchen".