Manuskripte

SWR3 Worte

22AUG2020
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Was gibt es nicht alles an Lebensregeln! Aber diese von Kristina Reftel finde ich toll: 

Gib anderen Menschen mehr, als diese erwarten, und tue dies, weil du Freude daran hast.

Glaube nicht alles, was dir zu Ohren kommt, verschenke nicht alles, was du erhalten hast, und schlafe nicht so viel, wie du eigentlich willst.

Mach dich niemals über die Träume anderer lustig.

Sprich langsam, aber denke schnell.

Beurteile niemanden aufgrund seiner Verwandtschaft.

Lass nicht ein kleines Missverständnis eine große Freundschaft zerstören.

Sei offen für Veränderungen, aber halte an deinen Werten fest.

Sei manchmal einsam.

Glaube an Gott, aber schließ das Auto ab.

Lerne alle Regeln und brich einen Teil.

Nähere dich der Küche und der Liebe mit Kühnheit.  

 

 

Quelle: Kristina Reftel: Ich habe nach dir gewonnen. Weisheits-Geschichten für einen anderen Blick auf das Leben. Goldmann2015, S. 133f.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31491
21AUG2020
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Warum lässt G-tt tödliche Naturkatastrophen, millionenfaches Sterben unschuldiger Menschen und andere Ungerechtigkeiten zu?

Die Kirche spricht von einem liebenden, guten G-tt. Was ist gut an tödlichen Naturkatastrophen? Warum verhungern Kinder während G-tt sie liebt? Die zahlreichen persönlichen und kollektiven Katastrophen machen jedenfalls deutlich, dass es sich nicht nur um traurige Einzelfälle oder systemische Ausrutscher handelt. Vielmehr gehören Schicksalsschläge und Naturkatastrophen offenbar zum Leben der Menschen dazu. Sie sind gewissermaßen normal.

Stefan Bertels: Mein Gott.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31509
20AUG2020
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Warum es sinnvoll sein kann, mit Schuhen zu werfen, erzählt folgende Geschichte über Mahatma Gandhi: 

Als Gandhi einmal in einen Zug einstieg, verlor er eine Sandale. Nachdem der Zug sich aber bereits wieder in Bewegung gesetzt hatte, konnte er seine Sandale nicht mehr hereinholen. Zur großen Verwunderung der Mitreisenden zog er seine andere Sandale auch aus und warf sie aus dem Zug, sodass die neben der verlorenen Sandale landete. Einer der Passagiere fragte ihn, warum er das getan hatte.

„Statt dass ich mit nur einem Schuh herumlaufe, kann derjenige, der die beiden Schuhe findet, ein Paar haben und sie wirklich benützen“, antwortete Gandhi mit einem Lächeln.

 

 

Quelle: Kristina Reftel: Ich habe nach dir gewonnen. Weisheits-Geschichten für einen anderen Blick auf das Leben. Goldmann2015, S. 120f.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31490
19AUG2020
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Menschen erziehen Hunde. Klar. Christina Reftel hat sich überlegt,  was wir lernen könnten,  wenn Hunde Menschen erziehen würden: 

Wenn jemand, den du liebst, nach Hause kommt, dann lauf ihm freudig entgegen.

Lass das Gefühl von frischer Luft und Wind auf deinem Gesicht immer Grund genug sein für ein ekstatisches Glücksgefühl.

Beiß nicht, wenn es ausreicht zu knurren.

Laufe, hüpfe und spiele jeden Tag eine Weile.

Mach immer wieder ein Nickerchen – und streck dich immer genüsslich, bevor du aufstehst.

 (…)

Egal, wie oft du ausgeschimpft wirst, schmolle nicht. Renne lieber zurück und versöhne dich stattdessen. (…)

Wenn etwas, das du haben willst, vergraben ist, grabe so lange nach, bis du es findest.

Wenn jemand einen schlechten Tag hat – sei still, setz dich in die Nähe und tröste dadurch, dass du einfach da bist.

 

 

Quelle: Kristina Reftel: Ich habe nach dir gewonnen. Weisheits-Geschichten für einen anderen Blick auf das Leben. Goldmann2015, S. 44f.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31489
18AUG2020
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Eine Geschichte über eine Frau, die nur noch wenige Monate zu leben hatte: Bei der Besprechung ihrer Beerdigung mit dem Pfarrer sagte sie Folgendes: 

„Ich will mit einer Gabel in der Hand begraben werden.“

Der Pfarrer konnte seine Verwunderung nicht verbergen. „Eine Gabel? Darf ich fragen, warum?“

Die Frau antwortete mit einem Lächeln:

„Ich war in meinem Leben zu vielen verschiedenen Abendessen eingeladen. Und ich habe immer die Gänge am liebsten gemocht, wo diejenigen, die abgedeckt haben, gesagt haben: Die Gabel kannst du behalten. Da wusste ich, dass noch etwas Besseres kommen würde. Nicht nur Eis oder Pudding, sondern etwas Richtiges(...). Ich will, dass die Leute auf mich schauen, wenn ich da in meinem Sarg liege mit einer Gabel in der Hand. Da werden sie sich fragen: Was hat es denn mit der Gabel auf sich? Und dann grüßen Sie sie und sagen ihnen, dass sie auch die Gabel behalten sollen. Es kommt noch was Besseres.“

 

Kristina Reftel: Die Gabel

 

Quelle: Kristina Reftel: Ich habe nach dir gewonnen. Weisheits-Geschichten für einen anderen Blick auf das Leben. Goldmann2015, S. 58f.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31488
17AUG2020
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Die Bloggerin Miss rayna darüber, was sie als Frau zu bieten hat:  

Ich habe keine 90-60-90 zu bieten,
trage kein perfektes Make-Up, nicht immer eine optimal sitzende Frisur.
Ich trage keine High-Heels und lange Fingernägel. Ich habe keine Millionen zu bieten und auch keine Luxuskarre.
Jedoch habe ich einen Kopf, der mitdenken kann.
Ich habe Ohren zu bieten, die nicht nur gut zuhören können, sondern auch mal Zwischentöne registrieren... und ich habe Augen, die mehr sehen als nur den ersten Eindruck.

 

 

Quelle: https://www.instagram.com/p/CCyn2ZfjBXY/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31487
16AUG2020
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Warum es Sinn macht immer auch mit dem scheinbar Unmöglichen zu rechnen, erzählt diese Geschichte von von Lindo Weingärtner: 

Eine stachelige Raupe sprach zu sich selbst: Was man ist, das ist man. Man muss sich annehmen, wie man ist, mit Haut und Haaren. Was zählt ist das Faktische. Alles andere sind Träume. Meine Lebenserfahrung lässt keinen anderen Schluss zu: Niemand kann aus seiner Haut.

Als die Raupe dies gesagt hatte, flog neben ihr ein Schmetterling auf.

Es war, als ob Gott gelächelt hätte.

 

Quelle: Cornelia Haverkamp: Damit für dich die Sonne scheint. Brunnen-Verlag 2019, S.27.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31486