Manuskripte

SWR3 Worte

27JUN2020
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Die Bloggerin Nicole Falcon darüber, wie ein bisschen Mut Flügel verleihen kann: 

Wenn man Dinge in seinem Leben verändert ... Wenn man beginnt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, fühlt sich das manchmal so an, als wäre der Boden für eine Zeit lang uneben. Als wären da Risse und Löcher. Man bemerkt, dass man fallen könnte und man sieht, dass es richtig weit nach unten geht. Das kann ziemlich beängstigend sein. Da könnte man wirklich meinen, dass einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Dass man sich kaum noch auf den Beinen halten kann.
Doch wenn man seinen Blickwinkel ändert, versucht auf das Leben zu vertrauen und mutig genug ist, sich fallen zu lassen ...

Dann kann man tatsächlich das Fliegen lernen.

 

 

 

Quelle: https://www.instagram.com/p/CAhWx5Eq26w/ 

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26JUN2020
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Der Autor Anton Haller darüber, was Menschen von der Natur lernen können:  

So viele Blumen und doch eine einzige Wiese! Eine jede darf durften in ihrem Geruch, eine jede darf blühen in ihrer Farbe, eine jede lebt und vergeht nach ihrer Art. Warum lernen wir so wenig von der Natur? Auch die menschliche Gesellschaft ist eine bunte Wiese – und kein Rasen, wo alles dieselbe Farbe trägt, nach demselben Schnitt kurzgehalten wird. Bunte Vielfalt und doch Einheit in der Lebensgemeinschaft – das ist Frieden.

 

 

Quelle: Anton Haller: Das kleine Buch Schritte zum Frieden. Ars edition Verlag 1984, S. 13.

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25JUN2020
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Warum Kritik auch ein Segen sein kann, zeigt die Autorin Christa Spilling-Nöker in folgendem Wunsch:

 

Ich wünsche dir,
dass du immer wieder
Menschen begegnest,
die offen und ehrlich zu dir sind,
Menschen, denen du so wichtig bist,
dass sie dir auch gelegentlich
mit einem kritischen Wort helfen,
deine bisherige Denkweise
in einem neuen zu Licht sehen,
damit sich dein Leben
nach innen vertiefen
und nach außen weiten kann.

  

Quelle: Christa Spilling-Nöker: Ich schenke dir ein gutes Wort – Ermutigungen und Segensworte. Eschbach Verlag 2002, S. 20.

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24JUN2020
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Fürchte dich nicht
vor dem kommenden Tag,
dem du dich nicht gewachsen fühlst,
und vor den Aufgaben,
die dich zu verschlingen drohen.
Fürchte dich nicht,
vor den Menschen,
die anders sind als du
und die sich ein Bild
von dir gemacht haben,
das deiner Wirklichkeit nicht entspricht.
Fürchte dich nicht
vor dir selbst
und vor all dem Dunklen
und Ungewissen in dir,
das dir manchmal so bedrohlich ist.
Fürchte dich nicht,
sondern vertraue auf die Liebe.
Liebe ist stärker als alle Ängste
und mächtiger als alle Tode dieser Welt.
Wenn du einem Menschen,
vor dem du Angst hast,
in Liebe begegnest,
wirst du auch an ihm etwas finden,
das dir liebenswürdig erscheint.

 

Fürchte dich nichtvon Christa Spilling-Nöker

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23JUN2020
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Die Bloggerin Nicole Falcon über ihren Weg zu mehr Selbstbewusstsein:  

[...]
Ich habe in den letzten Monaten gelernt, Dinge für mich selbst zu machen [...] , anstatt mich zu fragen, was andere von mir denken könnten, wenn...

Was andere von mir erwarten könnten, weil... [...]
Ich habe verstanden, wie wichtig mir meine Grenzen sind und dass ich sie mutig und ohne Schuldgefühle setzen darf.
[...]
Du darfst sein, wie du bist(...), solange du keinen mit deinen Handlungen verletzt. [...]
Du darfst wachsen... Hey, du solltest wachsen.
Wenn andere irritiert sind, ist das okay. Das ist verständlich und das dürfen sie sein. Andere dürfen dich sehen, wie sie wollen... aber du solltest wissen, wer du wirklich bist. Solange du weißt, wie fest und stark und echt deine Wurzeln sind, ist das alles, was zählt. 

 

 

Quelle: https://www.instagram.com/p/CAuPjlhqFFY/

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22JUN2020
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In der griechischen Mythologie gibt es eine Figur namens Sisyphos. Als Strafe der Götter muss er Tag für Tag einen Stein einen Berg hinaufrollen. Jedes Mal, wenn er fast oben angekommen ist, rollt dieser aber wieder runter und die Arbeit des Sisyphus beginnt von vorn. Ein Bild, das auch für die immer gleichen Abläufe im Alltag gelten könnte. Die Autorin Christa Spilling-Nöker beschreibt eine Alternative:


Nicht sysiphusgleich
die tägliche Last
als sinnlose Qual erdulden,
stattdessen den Stein,
den es immer wieder
zu tragen gilt, bearbeiten,
ihn prägen
durch deine Fantasie
und deine lebendige Kraft.
Was du persönlich gestaltet hast,
verwandelt
das gleichförmige Alltägliche
hin zu einmaliger Schönheit
und dadurch zu
erfahrbarem Glück.

 

Quelle: Christa Spilling-Nöker: Ich schenke dir ein gutes Wort – Ermutigungen und Segensworte. Eschbach Verlag 2002, S. 18.

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21JUN2020
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Manchmal sind es schon kleine Gesten, die zum Frieden beitragen können. Der Autor Anton Haller schreibt dazu:

 

Du musst die Hände offenhalten, mit Fäusten kannst du nichts empfangen und nichts schenken. Ein jeder weicht vor Fäusten weit zurück. Wer weiß denn, was darin verborgen ist und ob sie schlagen werden?

Frieden ist eine Gabe. Eine zarte Gabe. Gib acht, dass kein Stoß des Herzens sie dir fortträgt.

Du musst die Hände offenhalten und mit bereitem Herzen sagen: Leg deine Hand in meine Hände und nimm aus meinen Händen dies schlichte Friedenszeichen.

 

 

Quelle: Anton Haller: Das kleine Buch Schritte zum Frieden. Ars edition Verlag 1984, S. 2

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