Manuskripte

SWR3 Worte

04APR2020
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Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn über die Nächstenliebe in Zeiten der Corona-Krise. Er sagt: 

„Die Pandemie kann besiegt werden - aber sie kann es nur, wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen.

Möglichst wenig Sozialkontakte: Ist das nicht unchristlich? Ist das nicht gegen die Nächstenliebe? Nein: Es ist ein Zeichen der Nächstenliebe, wenn wir einander nicht in Gefahr bringen! Und wir haben alle eine gesellschaftliche Verantwortung.“

 

Aus: KNA-Newsletter, per Email, 15.03.2020.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30625
03APR2020
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Der Schauspieler August Diehl hat sich für eine Filmrolle mit glauben und beten beschäftigt.

Und sagt:

„Ich bin in Kirchen gegangen und habe mich gezwungen zu beten. Zuvorhatte ich das noch nie getan, eine unglaubliche Erfahrung.

Während der Dreharbeiten habe ich jeden Abend und jeden Morgen in der
Bibelgelesen. Am Anfang habe ich mich lächerlich gefühlt. Aberdiese Lektüre verströmt eine wahnsinnige Kraft - selbst dann, wennman sie für sinnlos hält.

Das Vaterunser zum Beispiel ist ein unglaublicher Text.”

 

Aus: KNA-Newsletter, per Email, 30.01.2020.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30624
02APR2020
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Bundesaußenminister Heiko Maas hat zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse letztes Jahr gesagt: 

„Es ist höchste Zeit, dass wir hochschauen von unseren Smartphones. Den Blick weiten, statt ihn auf die Größe eines Displays zu verengen. Dass wir diskutieren, widersprechen, querdenken, streiten.“

 

Aus: Konradsblatt, Nr. 43, 27.10.2019, Karlsruhe, S. 16.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30623
01APR2020
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Die Autorin und Journalistin Jana Hensel rät dazu, persönliche Krisen nicht allein auszusitzen. Sie sagt: 

„Ich beschäftige mich nicht mehr allein mit Krisen. Das verlängert sie nur unnötig. Auszuharren ist das Falscheste, was man machen kann. Das sehe ich an vielen Leuten. Die haben Angst, wirklich auf den Grund der Krise zu gucken. Und was passiert? Die Krisen kommen wieder. Und im Zweifelsfall ist man älter und hat noch weniger Kraft, sich ihnen zu stellen.

Wer in der Krise hilft? Therapeuten. Und nachsichtig mit sich selbst zu sein.“

  

Aus: KNA-Newsletter, per Email, 28.11.2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30622
31MRZ2020
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Fußballtrainer Marco Rose von Borussia Mönchengladbach über seinen Glauben an Gott: 

„Der Glaube an Gott gibt mir viel Ruhe und Kraft. Leider nehme ich mir viel zu selten Zeit dafür, aber am Ende spüre ich immer, wenn ich in Gedanken bei Gott bin, dass es mir gut tut. Deswegen glaube ich auch an Gottes Liebe, weil ich sie spüren kann. Wenn ich bete und mit Gott rede, ist das immer Jesus Christus und nie ein alter Mann mit einem Bart.

Grundsätzlich bin ich fasziniert von der Stärke, die Jesus ausstrahlt.

Faszinierend finde ich auch, dass du als Mensch bei Gott fehlbar sein darfst und trotzdem immer zu Gott kommen kannst.“  

 

Aus: KNA-Newsletter, per Email, 16.12.2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30621
30MRZ2020
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft in der Corona-Krise dazu auf, zusammenzuhalten. Er sagt: 

„Klar ist doch, dass das Virus nur gemeinsam besiegt werden kann. Für einen beschränkten Zeitraum einige Grenzen zu schließen, ist sinnvoll und notwendig. Aber grundsätzlich gilt: Viren haben keine Staatsangehörigkeit. Wer jetzt nur an sich denkt, die Ursachen der Epidemie bei anderen sucht, geht einen hochgefährlichen Weg, der unwirksam und schädlich ist. 

Die Corona-Krise fordert uns heraus. Wir haben es in der Hand, ob die Solidarität nach innen und außen die Oberhand gewinnt - oder der Egoismus des Jeder-für-sich.

Die Welt wird danach eine andere sein. In welche Richtung es geht, das hängt von uns ab.

 

Aus: KNA-Newsletter, per Email, 16.03.2020.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30620
29MRZ2020
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Ein evangelischer und ein katholischer Bischof im Gespräch über die Rolle der Kirche in der Gesellschaft.

Heinrich Bedford-Strohm ist der Evangelische, und er sagt: 

„Die Ausstrahlungskraft von Kirche hängt nicht an der Mitgliederzahl. Es geht darum, begeistert für die Botschaft einzutreten und zu zeigen, dass man als Christ aus dieser Kraft heraus lebt. Es ist natürlich, dass heute weniger Menschen freiwillig Kirchenmitglieder sind als früher, da viele es aus Gewohnheit gewesen sind.“ 

Reinhard Marx, der Katholische Bischof, ergänzt: 

„Die Gesellschaft der Freiheit wollen wir nicht verändern. Niemand soll ausgeschlossen werden, nur weil er nicht jeden Sonntag in die Kirche kommt. Wo Angst verbreitet wird - vor der Hölle oder was auch immer -, da kann das Evangelium nicht wirken.“

  

Aus: KNA-Newsletter, per Email, 09.01.2020.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30619