Manuskripte

SWR3 Worte

15FEB2020
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Manchmal verläuft das Leben schrecklich anders als man es sich gewünscht hat. Samuel Koch war Sportler und wurde von einem Tag auf den anderen querschnittgelähmt. Heute meint er: Leben ist wie eine Reise. Man wollte nach Italien und landet in Holland. Er schreibt:

„Das Gute ist, du bist nicht an irgendeinem schrecklichen, hässlichen, üblen Ort voller Krankheiten, Hunger und Not gestrandet. Nur an einem anderen als geplant. Also musst du jetzt losgehen und dir neue Reiseführer besorgen. Und du musst eine komplett neue Sprache lernen. Und du wirst eine ganze Menge neuer Leute treffen, denen du sonst nie begegnet wärst. Es ist einfach in anderer Ort. […] Aber wenn du erst mal eine Weile dort gewesen und wieder zu Atem gekommen bist, fängst du an zu bemerken, dass es in Holland diese schönen Windmühlen gibt. Und Holland hat sensationelle Tulpen. Und Holland hat sogar Rembrandt.“

Stehauf Mensch, Was macht uns stark? Kein Resilienzratgeber, Samuel Koch

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14FEB2020
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Samuel Koch ist seit knapp 10 Jahren querschnittsgelähmt. Seitdem kämpft er sich zurück ins Leben. Ob er noch einmal wird laufen können? Es macht ihn stark, dass er die Antwort auf diese Frage Gott überlassen kann.

„Ich finde es unheimlich erleichternd zu wissen, dass nicht alles von meinen eigenen Bemühungen abhängt und ich es nicht aus eigener Kraft meistern muss. Ich habe die Freiheit und die Verantwortung, mein Leben selbst zu gestalten, doch ich muss es nicht allein schaffen.“

Stehauf Mensch, Was macht uns stark? Kein Resilienzratgeber, Samuel Koch

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13FEB2020
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Samuel Koch ist seit knapp 10 Jahren vom Hals ab komplett gelähmt. Wofür morgens noch aufstehen? Diese Frage hat er sich oft gestellt. Was ihn heute motiviert, in den Tag zu starten ist:


„Musik hören. Musik machen/Singen. Für sich beten lassen. Die Schönheit der Natur genießen/Spazieren gehen. Tanzen. Ein schönes Schaumbad nehmen. Über die Probleme/Schwierigkeiten reden. Gemeinschaft mit guten Freunden genießen. Ein gutes/kitschiges Buch lesen/einen guten/schmalzigen Film schauen. Dankbarkeit üben. Eine Weile lang weinen, klagen, jammern, sich aber dann wieder aufrappeln. Sich die Zukunft positiv ausmalen. Gott im Gebet alles hinnehmen.“

Stehauf Mensch, Was macht uns stark? Kein Resilienzratgeber, Samuel Koch

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12FEB2020
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Nadia Bolz-Weber ist Pastorin in den USA. In ihrer ganz eigenen Sprache erzählt sie, wann und wo ihr Gott begegnet ist:

„Mein geistliches Leben ist besonders in solchen Momenten aktiv, in denen ich merke, dass Gott vielleicht durch mich etwas Schönes vollbracht hat, obwohl ich ein Arschloch bin. […] In Momenten, in denen ich dadurch verändert werde, dass ich lerne, jemanden zu lieben. Einen, den ich mir nie aus einem Katalog aussuchen würde. Den Gott mir aber über den Weg schickt, damit ich seine Liebe besser kennenlerne.“

Unheilige Heilige. Gott in all den falschen Leuten finden

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11FEB2020
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Verzweifelt und alleingelassen. So hat sich der Apostel Paulus immer wieder gefühlt. Auf einer Reise übers Meer wäre er fast ertrunken, einmal saß er im Gefängnis und musste fürchten, getötet zu werden. Einmal sah er sich beruflich gescheitert. Aber sein Leben ging immer weiter. Wie durch ein Wunder. Paulus schreibt dazu:

„Ich bin zutiefst überzeugt: Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes – nicht der Tod und auch nicht das Leben, keine Engel und keine unsichtbaren Mächte. Nichts Gegenwärtiges und nichts Zukünftiges und auch keine andere gottfeindliche Kraft. Nichts Über- oder Unterirdisches und auch nicht irgendetwas anderes, das Gott geschaffen hat. Nichts von alledem kann uns trennen von der Liebe Gottes.“

Basisbibel, Das Neue Testament.

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10FEB2020
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Ein Freund von mir meint er sei nicht wichtig, auf ihn käme es nicht an. Für mich aber ist er wichtig. Jeder Mensch ist wichtig und einzigartig vor Gott, sagt die Bibel. Im Kinderbuch vom kleinen Waschbären Henry sagt das der Wolf seinem Freund Henry so:  

„Hast du jetzt begriffen, wie wichtig du bist?“, fragt der Wolf. „Du bist ein fantastischer Farbkleks im Leben deiner Freunde. Durch dich wird jeder Tag für sie bunt und besonders.“ Henry starrt den Wolf ungläubig an. „Wirklich?“ Der Wolf lächelt. „Du hast eines der großartigsten Talente, die es gibt – nämlich ein wahrer Freund zu sein!“

Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist. Kerstin Toepel

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09FEB2020
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Der Klimawandel und seine Folgen- wie gehen wir damit um? Da ist jeder und jede von uns wichtig: weniger CO2 Ausstoß durch Essen, Fliegen, Autofahren. Die Ordensschwester Ursula Hertewich gibt zu bedenken:

„Eins steht fest: Um wirklich etwas in dieser Welt zu verändern, dürfen wir uns nicht auf Einzelkämpfer verlassen, vielmehr müssen wir lernen, alle an einem Strang zu ziehen! Wir dürfen nicht müde werden, einander verstehen zu lernen, über alle Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Wir müssen zu einer neuen, weltweiten Solidarität finden, uns erreichen lassen von der Wirklichkeit des anderen. Ich glaube daran, dass das keine Utopie, sondern eine reale Möglichkeit ist.

ZweiSichten. Gedanken über Gott und die Welt: Mirko Kussin, Ursula Hertewich

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