Manuskripte

SWR3 Worte

08FEB2020
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Ein Unterwegssegen für das Wochenende von der Autorin und Bloggerin Susanne Niemeyer. Ich finde, er passt auch, wenn Sie nicht unterwegs sind und es sich vielleicht zuhause gemütlich machen.

 

„Nimm vom Himmel das Blau

und den Tau von den Wiesen

Nimm die Träume der Kinder

den Blick einer Kuh

Nimm die Sehnsucht der Gänse

Nimm den Wind aus den Segeln

Lob den Tag vor dem Abend

und geh.“ 

 

Aus: https://www.freudenwort.de/2017/10/20/unterwegssegen/.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30276
07FEB2020
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Daniel Günther ist Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. In einem Interview spricht er darüber, ob er den Tod fürchtet. Er sagt:

 

„Ich war 17, als meine Mutter an Leukämie starb. Das hat mich stark geprägt. Jeder Mensch hat zu seiner Mutter ein besonderes Verhältnis. Sie fehlte mir als Ansprechpartnerin, die man in dieser Lebensphase einfach braucht. Das war eine Prüfung, aber selbst das hat meine feste Überzeugung, dass es Gott gibt, und diese Nähe, die ich zu Gott verspüre, nie ins Wanken gebracht. Im Gegenteil. Die Zuversicht, dass das Leben nach dem Tod nicht endet, hat mir immer sehr viel Kraft gegeben. Es ist letztlich das, was Gott ausmacht: Das Leben ist mit dem, was wir hier auf der Erde haben, nicht beendet.“

 

Aus: chrismon. Das evangelische Magazin, 09.2019, S. 42.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30275
06FEB2020
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„Tu, was Du gern tust.“ Dazu ermuntert die Autorin und Bloggerin Susanne Niemeyer. Sie schreibt:

„Tu, was du gern tust. Zu Fuß mit dem Korb in der Hand zum Einkaufen gehen. Verblühte Blüten abzupfen. Marmelade kochen und eine neue Geschmacksrichtung erfinden. Etwas ausbessern. Ein Gedicht schreiben. Etwas beenden. Etwas anschauen, das du beendet hast, und einen Moment zufrieden sein. Eine Mail bewusst höflich formulieren. Etwas tun, was du schon lange aufschiebst. Butterbrote schmieren und jedes anders belegen.

Tu, was du gern tust. Wenigstens ein paar Dinge an jedem Tag.“

  

Aus:Susanne Niemeyer, Soviel du brauchst. Geschichten von Mut und Manna, Herder Verlag 2016; S. 103.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30274
05FEB2020
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„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ - das ist vor wenigen Wochen auf einen Altkleidercontainer in unserem Ort geschmiert worden. Für mich ein richtiger Schock. Zum Glück nicht nur für mich. Kurz danach stand in einem Leserbrief unserer Tageszeitung:

 

„Für alle Mitbürger muss gelten, dass sie nicht verharmlosen, nicht wegschauen, nicht ignorieren dürfen.

Wir sind den zu uns Geflüchteten mit christlicher Wertschätzung begegnet und werden dies weiter tun. Und den rechten Menschenhassern entgegnen wir, dass wir nichts, aber auch gar nichts mit ihnen zu tun haben wollen. Haut ab!“

 

Aus: Die Glocke, Freitag 29. November 2019, Langenberg, S. 1.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30273
04FEB2020
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Bundeskanzlerin Angela Merkel über Demokratie:

 

„Die Demokratie lebt davon, dass wir einander die Meinung sagen, aber die Demokratie lebt auch davon, dass wir die respektieren, die eine andere Meinung vertreten als wir.“

  

Aus: KNA-Newsletter per Email, 11.10.2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30272
03FEB2020
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Henning Mankells letztes Buch vor seinem Tod heißt „Treibsand“. Es ist so etwas wie seine Memoiren geworden. Unter anderem schreibt er darüber, was er vom Leben erwartet:

„Vor allem erwarte ich neue begnadete Augenblicke. In denen mir niemand die Freude nimmt, selbst etwas zu schaffen oder etwas zu sehen, was andere geschaffen haben. Augenblicke, die kommen, die kommen müssen, wenn das Leben für mich einen Wert haben soll.“

 

Aus: Henning Mankell, Treibsand. Was es heißt, ein Mensch zu sein, Wien 2015, S. 380.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30271
02FEB2020
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Der Moderator und Journalist Franz Alt setzt sich sehr für den Klimaschutz ein. Er fordert:

 

„Wir alle können weniger kaufen und wegwerfen, mehr Fahrrad fahren und laufen, grüner feiern, zu Ökostrom wechseln, (…). Wir sollten endlich tun, was wir für richtig halten. Einfacher leben, damit andere einfach überleben. (…)

Ein Einzelner oder eine Einzelne kann nichts tun? Wenn jede und jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, wird die ganze Welt sauber. Wer hindert uns daran, wenn nicht wir selber? Eine bessere Welt beginnt beim einzelnen Menschen.“

 

Aus: chrismon. das evangelische Magazin, 09.2019, S. 45.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30270