Manuskripte

SWR3 Worte

11JAN2020
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Mich beeindruckt, wie Dagmar Schnös mit ihrer Erkrankung umgeht:

Die Diagnose Leukämie kam mitten ins Leben hinein. Plötzlich fand ich mich in einem Isolationszimmer wieder. Ich wurde medizinisch gut betreut […] Meine Umgebung traf diese Krankheit wie eine Schockwelle. Freunde und Bekannte riefen an und schrieben besorgte Kurznachrichten. Ganz oft mit der Frage: „Kann ich dir etwas Gutes tun?“ […] meine Antwort: „Ja, gerne! Bitte genieße in der nächsten Zeit etwas ganz besonders, am besten doppelt und denke an mich. Und dann schreib mir von deiner Freude darüber und lass mich an deinem Leben teilhaben.“ […] Da kam ein Foto von einem Glas Rotwein im Kerzenschein, vom Sonnenaufgang im Nebel, […]. Aber das wirklich Beeindruckende war, dass viele meiner Freunde diesmal anders mit einer lebensbedrohlichen Krankheit umgehen konnten. Es war für sie nicht mehr das „schwere Paket“, […] es war eine Herausforderung: den Moment zu genießen, zu teilen und das Leben so anzunehmen, wie es ist.

Quelle: Der 25. Andere Advent, Text am Freitag, den 20.12., Andere Zeiten e.V., Hamburg 2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30105
10JAN2020
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Die ehemalige deutsche Fußball-Nationalspielerin Celia Šaši? macht sich für die Fairhandelsorganisation GEPA stark.

„Fair Trade […] sollte eigentlich das Normale sein. Beim Sport  ist es auch so,  immer nur ein Thema für die, die betroffen sind – für alle anderen:  ist doch alles schön, wir haben doch jetzt gewonnen durch die Fehlentscheidung vom Schiedsrichter […], warum soll ich denn darüber nachdenken oder mich beschweren, dass dem Gegner vielleicht Unrecht getan worden ist […] und so ist das ja auch ganz oft: die Schokolade ist doch im Regal und die wird doch hier verkauft  und ich bezahl doch dafür, […] , und ich geb denen ja das Geld, das die verdient haben – aber dass man das System hinterfragt und für sich einordnet […] und nicht sagt: „Ich hab hier meinen Zirkel und wenn es den Leuten  gut geht, ist alles wunderbar, alles andere interessiert mich nicht“, sondern  dass man auch mehr an das große Ganze denkt.

Quelle: https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&id=29005 , Ausdruck vom 19.12.2019, 18:44Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30104
09JAN2020
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Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik und moderiert die Sendung Leschs Kosmos. In seinem Buch „Was hat das Universum mit mir zu tun?“ schreibt der Naturwissenschaftler, dass sich Schöpfung und Evolution nicht ausschließen und für ihn Kultur und Religion die entscheidenden Sinnfragen stellen:

„Die Werkzeuge für die Bewältigung der Probleme des Lebens liefert die Wissenschaft, für Orientierung aber sorgen Literatur, Musik, Kunst, Philosophie und Religion. Einen Außerirdischen würde ich nie danach fragen, welche Naturgesetze auf seinem Planeten gelten. Es sind dieselben wie bei uns. Das ist meine feste Überzeugung. Aber ich würde gern von ihm wissen, welche Musik er hört, welche Bilder auf seinem Planeten gemalt werden, […] und an was er glaubt.“

Quelle: Harald Lesch: Was hat das Universum mit mir zu tun? Nachrichten vom Rande der erkennbaren Welt, C.Bertelsmann, münchen 2019, S. 201.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30103
08JAN2020
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Der Bundeligatrainer Marco Rose von Borussia Mönchengladbach wuchs in Ostdeutschland auf und wurde atheistisch erzogen. Als Spieler bei Mainz 05 fand er dann zum Glauben an Gott. Er erzählt in einem Interview, was ihm Jesus Christus bedeutet:

„Grundsätzlich bin ich fasziniert von der Stärke, die Jesus ausstrahlt, und davon, wie viel er in seinem Leben für uns auf sich genommen hat.“ […] „Die Kraft, die Jesus selbst bei seiner Kreuzigung noch ausstrahlte, und seine Stärke zu verzeihen, das ist für mich etwas Großartiges und daran glaube ich.“ […] " dass du als Mensch bei Gott fehlbar sein darfst und trotzdem immer zu Gott kommen kannst, weil Jesus deine Schuld auf sich nimmt und versucht, dich wieder in die richtige Richtung zu lenken".

https://www.katholisch.de/artikel/23883-gladbach-trainer-rose-bin-fasziniert-von-staerke-die-jesus-ausstrahlt, Ausdruck vom 19.12.2019 , 18:41 Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30102
07JAN2020
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Fetsum Sebhat ist Organisator von „Peace by Peace“, dem größten Benefizfestival Europas. Er selbst flüchtete als Kind aus Eritrea nach Stuttgart:

„[…] natürlich bemerke ich, ob ich in einer Situation willkommen bin oder nicht. Aber irgendwann muss man sich im Leben entscheiden: Will ich in Liebe vorwärtsschreiten, auch gegenüber Leuten, die vielleicht anders denken als ich? Selbst wenn das eine große Herausforderung ist? Oder sage ich beim Ersten, der mich doof anmacht und deutsch ist: „Oh die Deutschen sind so asi!“ Genauso wie es andere machen, weil sie eine schlechte Erfahrung mit einem Ausländer hatten? […] Immer dann, wenn mich Sachen wie diese beschäftigen […], bete ich. Ich beginne so meinen Tag und bringe ihn auch zu Ende. Durch mein Gebet fange ich falsche Gedanken auf und kläre Dinge für mich – was mich frei macht.“

Aus: Ilka Peemöller: Heimat. Wo das Herz zu Hause ist. Goldmann-Verlag 2019 , S.182/183.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30101
06JAN2020
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Der Journalist Willi Weitzel, bekannt aus „Willi wills wissen“ reiste für die Hilfsorganisation „Die Sternsinger“ in den Libanon. An der Grenze zu Syrien hat er auch Kinder in einem großen Flüchtlingslager getroffen:

„Das war kalt als wir durch dieses Lager gegangen sind und oben auf den Bergen lag Schnee und dort war es vielleicht 2 Grad plus. Und die Kinder, die haben keine Socken, die laufen also in Badelatschen rum. […]

Für diese Kinder setzen sich Willi Weitzel und die Sternsinger ein:

Ich find es großartig was die Sternsinger machen! […] Die deutschen Kinder, die von Haus zu Haus gehen, die schaffen es ein Lächeln nicht nur in das Gesicht der Besuchten zu zaubern, sondern weltweit in die Gesichter von so vielen Kindern, die wirklich auf der Schattenseite leben und ich denk immer: Leute, sammelt was das Zeug hält, es gibt viel zu tun!“

 

Quelle: https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&autor=227

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30100
05JAN2020
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Bruder Timothee kommt gebürtig aus Freiburg und lebt seit vielen Jahren im Kloster Taize in Frankreich, wo jedes Jahr viele Tausend Jugendliche hin pilgern. Was hält er von guten Vorsätzen für das neue Jahr?

„der Glaube kann auch eine umgekehrte Denkrichtung aufmachen. Das kann uns eine Freiheit geben, ein bisschen weniger uns selber mit diesen Vorsätzen unter Druck zu setzen, dass wir nicht den Eindruck haben,  ich muss alles Mögliche in Ordnung bringen, dass dann mein Leben funktioniert,  sondern Gott sagt uns: dein Leben ist ok, ich bin da in deinem Leben, so wie es ist, mit allem was du daran gut findest, mit allem was du daran anders gern hättest, vielleicht auch wirkliche Fehler, derer du dir bewusst bist, aber unabhängig von all dem bin ich da und das gibt dir die Möglichkeit vorwärts zu gehen,  deswegen kannst du Dinge anders machen.“

 

Quelle: https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&id=27864 , Ausdruck vom 19.12.2019 18:38 Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30099