Manuskripte

SWR3 Worte

14DEZ2019
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Die Theologin Kirsten Westhuis über einen besonderen Nachmittag im Advent: 

„Ob überhaupt jemand kommen würde? „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, hatte ich mir gedacht und Freunde und Nachbarn zu einem offenen Adventssingen eingeladen.

Wir sind noch neu in der Straße, es ist unser erster Advent hier. Was, wenn gar keiner singen mag? Doch dann schellte es an der Tür. […]

Ich hatte Noten und Texte kopiert, ein paar Rasseln und Trommeln für die Kinder zusammengesucht und nach einem ersten verlegenen Räuspern stimmten tatsächlich alle mit ein. „O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter“ oder „Alle Jahre wieder“. Es klang nicht immer glockenrein. […] Aber es machte Freude. Erinnerungen wurden wach und wirklich jeder hatte ein Lieblingsweihnachtslied. […] Als am späten Nachmittag dann nur noch Krümel auf dem Keksteller lagen, gingen die Gäste fröhlich nach Hause. Beschwingt, in Adventsstimmung. Und ich lag abends summend im Bett und dachte: „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.“

  

Aus: Der Andere Advent 2017/2018, Andere Zeiten e.V., 9.12.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29865
12DEZ2019
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Peter Maffay über Gott: 

„Diese Instanz da oben ist mir nicht unbekannt, ich flüchte mich immer dorthin, wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht. Letztlich ist es egal, wie man ihn nennt und wer er ist, wichtig ist, dass er da ist.“

 

Aus: KNA-Newsletter per Email, 30.08.2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29864
11DEZ2019
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Die Sängerin Patricia Kelly darüber, wie sie ihre eigene Mission versteht: 

„Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt, was ihm wichtig ist, für das er brennt, in der Familie, unter Freunden, in der Kirche oder wo auch immer.

Meine eigene Mission zum Beispiel ist es, Menschen mit meiner Musik glücklich zu machen, damit sie andere mit diesem Glück anstecken können. Wenn ich singe, sollen die Menschen, ob sie nun gläubig sind oder nicht, die Energie spüren, die mir dieses tolle Gefühl gibt, von Gott geliebt zu sein.“

 

Aus: KNA-Newsletter per Email, 01.10.2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29863
10DEZ2019
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Der amerikanische Psychotherapeut Carl Rogers darüber, wie er versucht, andere Menschen zu sehen. 

„Eines der befriedigendsten Gefühle habe ich, wenn ich einen Anderen auf dieselbe Weise genieße, wie zum Beispiel einen Sonnenuntergang. Menschen sind genauso wundervoll wie ein Sonnenuntergang, wenn ich sie sein lassen kann. Ja, vielleicht bewundern wir einen Sonnenuntergang gerade deshalb, weil wir ihn nicht kontrollieren können.

Wenn ich einen Sonnenuntergang betrachte, höre ich mich nicht sagen: „Bitte das Orange etwas gedämpfter in der rechten Ecke und etwas mehr Violett am Horizont und ein bisschen mehr Rosa in den Wolken.“ Das mache ich nicht. Ich versuche nicht, einem Sonnenuntergang meinen Willen aufzuzwingen. Ich betrachte ihn mit Ehrfurcht.“

  

Aus: Der Andere Advent 2012/2013, Andere Zeiten e.V., 12.12.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29862
09DEZ2019
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Stefan Gödde ist TV-Moderator. Er spricht über seinen Glauben und die Kirche: 

„Ich finde es faszinierend, in so ziemlich jedem Land der Welt in eine Kirche gehen zu können, die Messe dort mitzufeiern - und immer zuhause zu sein. Das ist katholisch: allumfassend.

Ich habe eine zeitlang die Beziehung zum Glauben verloren, aber dann hat eine lebensgefährliche Erkrankung vor zehn Jahren mich zu der Frage gebracht, was wirklich wichtig ist im Leben.

Ich glaube, es gibt tatsächlich mehr - und es kommt danach definitiv noch was.“ 

 

Aus: KNA-Newsletter per Email, 14.10.2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29861
08DEZ2019
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Krieg, Flucht, Vertreibung - das bleibt ein Dauerthema. Als der Prophet Jesaja lebte, hat das Volk Israel gerade einen Krieg verloren und die meisten Leute sind ins Exil verschleppt worden. Jesajas Job war es, die Israeliten zu ermutigen durchzuhalten. Als Motivationshilfe erzählt Jesaja, wie es sein wird, wenn endlich Frieden ist: 

„Dann findet der Wolf Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie.

Kuh und Bärin nähren sich zusammen, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.

Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter und zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus.“

 

Aus: Die Bibel, Kath. Bibelwerk Stuttgart, Jes 11,1-10. Download: https://www.bibleserver.com/text/EU/Jesaja11
Zeit: 21 Sekunden

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29860