Manuskripte

SWR3 Worte

07DEZ2019
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Die Adventszeit hat begonnen. Morgen ist schon der zweite Advent. Christinnen und Christen warten auf Jesus. Sie glauben, dass er Frieden bringt. Das ist nötig in unserer heutigen Zeit. In der Bibel wird beschrieben, wie das sein wird:

„Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb und Löwe werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten. Kuh und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein kleines Kind wird seine Hand ausstecken zur Höhle der Natter. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.“

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06DEZ2019
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Glücklich scheinen immer die zu sein, denen es gut geht und die erfolgreich sind. Die anderen nicht. Ein Perspektivwechsel hilft da. Die Theologin Gisela Matthiae tritt oft als Clownin auf. Das hat sie zu folgenden Gedanken inspiriert:

„Glückselig die Unscheinbaren, denn sie geben anderen die Möglichkeit zu glänzen. Glückselig die Wasserscheuen, denn sie werden nie in einen Strudel geraten. Glückselig die Übermütigen, denn sie haben Mut über. […] Glückselig die Leisen, denn sie lassen uns genau zuhören. Glückselig die Nachdenklichen, denn sie werden zu Vordenkern werden. Glückselig, die schlecht hören, denn sie werden gut schlafen. Glückselig die morgens Faltigen, denn sie werden sich entfalten.“

Gisela Matthiae, Übermütig. 52 Unterbrechungen, Umwege und Überraschungen

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05DEZ2019
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Gut durch den Tag kommen, ohne große Fehler zu machen, das wäre doch prima. Mir hilft dabei folgendes Gebet:

„Gott, so weit habe ich heute alles richtig gemacht. Ich habe niemanden verleumdet, habe meine Beherrschung nicht verloren, war weder gierig noch unleidlich, nicht ekelhaft, nicht selbstsüchtig, nicht eitel und auch nicht unnachsichtig. Ich bin sehr dankbar dafür! Aber in wenigen Minuten, Gott, werde ich aus diesem Bett aufstehen. Und von da an benötige ich möglicherweise ein wenig mehr Hilfe. Amen“

Worum es geht. Poetisches für die Suche nach dem guten Leben, edition Chrismon

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04DEZ2019
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Musik macht mein Leben reicher. Manchmal begleitet mich ein Lied einen ganzen Lebensabschnitt. Der Ordensschwester Annetraud Bolkart geht es ähnlich. Ihre Lebensmelodie beschreibt sie so:

„Eine Melodie in meinem Herzen. Ich höre sie kaum. Doch, da ist sie wieder, ganz unerwartet, leise, kaum wahrnehmbar. Sie klingt verhalten in mir, geht über in ein mächtiges Crescendo, steigt nach oben und wird zur tragenden Melodie, bis sie wieder in ein stilles Piano mündet. Meine Lebensmelodie, in der ich dir, meinem Gott begegne.“

Worum es geht. Poetisches für die Suche nach dem guten Leben, edition Chrismon

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03DEZ2019
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In der Bibel gibt es Gebete, die haben Menschen seit mehr als zweitausend Jahren Trost und Halt gegeben. Ein Gebet handelt davon, dass Gott sich um Menschen kümmert- wie ein guter Hirte um seine Schafe. Wenn ich es bete, bin ich gern ein Schaf. Es geht so:

„Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße, um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“

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02DEZ2019
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Manchmal wacht man morgens schon mit Angst auf. So auch der Dichter Jochen Klepper. Zurecht fürchtete er, dass die Nazis seine jüdische Frau töten würden. In seiner Angst hat er sich Gott anvertraut. In einer Liedstrophe hat er das so beschrieben.

„In jeder Nacht, die mich umfängt, darf ich in deine Arme fallen, und du, der nichts als Liebe denkt, wacht über mir, wacht über allen. Du birgst mich in der Finsternis. Dein Wort bleibt noch im Tod gewiss.“

Jochen Klepper, Trostlied am Abend, in: Für helle und dunkle Tage. Hoffnungstexte

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01DEZ2019
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Heute beginnt die Adventszeit. Da bereiten sich Christinnen und Christen auf die Geburt Jesu vor. Er bringt allen Menschen Frieden, so die Botschaft von Weihnachten. In einem modernen Adventslied heißt es über Jesus:

„Friedenskind, auf dem Weg in den Wind, da wo Mordwaffen sind, kommst du, selbst durch Hunger und Schmerz und ein hasskaltes Herz – trägst einen Traum. Friedenskind, in die schlafende Nacht und den Kampf um die Macht, komm nun, bring den Traum du zur Welt, der die Hoffnung erhält – Gottes Schalom.“

Hartmut Handt, 2001: Friedenskind, in: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder plus

 

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