Manuskripte

SWR3 Worte

14SEP2019
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Wie Gott aussieht, das fragen sich viele Menschen. In einem Kinderbuch lässt der Dichter Rafik Schami ein Atom auf diese Frage antworten:

„Gott ist mit Sicherheit ein Musiker. Lausche seinen Atomen und Sternen, seinen Elektronen und Planeten, wie sie seit Ewigkeiten seine Symphonie spielen. Alles umkreist sich im Rhythmus und tanzt im Takt dieses vollkommenen Dirigenten. Und manchmal gelingt es einem besonders begabten Menschen, einen winzigen Teil dieser göttlichen Harmonie hörbar zu machen.“

Rafik Schami, „Wie sehe ich aus“, fragte Gott

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13SEP2019
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Es ist unglaublich schmerzhaft einen geliebten Menschen zu verlieren. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat das selbst erlebt. Aber er hat auch erfahren: Trauer kann sich verwandeln. Er schreibt:   

„Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann […]. Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“

Dietrich Bonhoeffer in: Widerstand und Ergebung, DBW Band 8

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12SEP2019
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Wahrheiten müssen gar nicht kompliziert sein. Eine einfache Wahrheit habe ich nun von Joe Kaeser gehört. Der ist Topmanager und rät jungen Menschen: 

„Seien Sie immer die Person, die Sie wirklich sind. Geben Sie niemals vor, jemand anderes zu sein. Sie selbst merken den Schwindel. Und die anderen merken ihn auch, früher, als Sie glauben.“

Joe Kaeser in: Manager magazin. August 2019

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11SEP2019
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Schlechte Tage, hat sicher jeder mal. Jürgen Werth hat ein Kirchenlied geschrieben für schlechte Tage. Wenn ich den Text höre, dann muss ich immer lächeln und fühle mich gleich ein bisschen besser. Da heißt es:

„Vergiss es nie: Dass du lebst war keine eigene Idee und dass du atmest, kein Entschluss von dir. Vergiss es nie: dass Du lebst, war eines anderen Idee und, dass Du atmest, sein Geschenk an Dich.

Du bist gewollt kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob die Dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, du bist du.

Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du und niemand lächelt, so wie du‘s grad tust.“

Jürgen Wert, Vergiss es nie: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder plus

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Wie sieht Gott aus? In einem Kinderbuch hat der syrische Schriftsteller Rafik Schami schöne, kreative Antworten darauf gefunden. Einmal beantwortet ein Distelfink diese Frage. Er sagt:  

„Ich glaube Gott ist der beste Gesprächspartner der Welt. ER hört immer zu, wenn Menschen, Wale, Vögel, ja sogar dieser Kieselstein, der sich geräuschvoll im Bach badet, zu ihm sprechen. Es sind seine Ohren, die aus mir die schönsten Melodien herauslocken. Und wie alle, die gut zuhören, lacht Gott gerne, ja ich bin sicher, auch er braucht das Lachen, um sein Werk zu vollenden.“

Rafik Schami, „Wie sehe ich aus“, fragte Gott

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09SEP2019
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Immer wieder montags haben Menschen in der ehemaligen DDR demonstriert. Sie wollten die Ungerechtigkeiten im eigenen Land nicht mehr so hinnehmen. Wollten, dass sich etwas ändert. In dieser Zeit hat ein Pfarrer in Jena einen Liedtext gedichtet. Eigentlich für die Hochzeit seiner Patentochter. Aber wenn man die Geschichte der Bundesrepublik anschaut, bekommt dieses Lied eine größere Bedeutung. In der dritten Strophe heißt:

„Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.“

Klaus Peter Hertzsch, Vertraut den neuen Wegen in: Evangelisches Gesangbuch

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08SEP2019
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Heute ist der Tag des offenen Denkmals. Überall kann man interessante Gebäude besichtigen: Kirchen, Museen, alte Mühlen. Schön, wenn Sie besucht werden. Albert Schweitzer, der bekannte Arzt und Theologe, weiß für sich aber genau, welches Denkmal wirklich zählt:

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“

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