Manuskripte

SWR3 Worte

31AUG2019
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„Kirchen sind auf ihre Art unvergleichliche Räume:

Sie überschreiten im Blick auf Größe und Aufwand oft jedes vernünftige Maß. Mit Kategorien der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Rationalität sind sie nicht zu fassen. [...]

 

Lichtspiele durch Sonnenschein oder Kerzenlicht faszinieren.

Leuchtende Farbräume lassen das Heilige transparent werden: […]

    Blau für Himmel und Ewigkeit,

    Rot für das Feuer der Liebe und des Blutes, […]

    Schwarz für die Trauer und das Dunkel.

    Violett für die Sehnsucht nach Licht und Leben,

 

Ja, Kirchen sind Übergangsräume, weil Gedanken und Gefühle

in die Höhe gehoben werden.“

 

 

Autor: Lothar Stempin, Oberkirchenrat im Lutherischen Kirchenamt der VELDK in Hannover

Titel: Himmel überm Asphalt. Von der Alltäglichkeit des Glaubens. Im Auftrag der Kirchenleitung der velkd von Thies Gundlach, Lothar Stempin und Heike Tolkmitt, Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus), 2000, S. 37.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29315
30AUG2019
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„Ich stand in den Alpen auf 2200 Meter Höhe, der Himmel riss auf, und Zugspitze, Alpspitze und Wetterstein waren zu sehen – es war überirdisch schön.  Sosehr ich im städtischen Alltag zu den Zweiflern gehöre, dort oben nicht. Dort packt mich Ehrfurcht vor der,  ich könnte sagen Natur, aber ich denke – Schöpfung. Christlich ist, so viel Schönheit nicht als Zufall zu betrachten und im Tal seinen Teil dazuzutun, sie zu erhalten.“ 

 

Autor: Götz Hamann

Text: Der Gipfel der Schönheit

In: Andere Zeiten Team (Hg.): Andere Orte, Hamburg 2017, S. 81.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29314
29AUG2019
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„Ich bin im Norden aufgewachsen, wahrscheinlich ist das Meer deshalb mein Breitbandtherapeutikum. […] Ich schaue aufs Meer und entdecke das Meer in mir – die Ruhe, die Kraft, die Freiheit und oft genug auch das Abenteuer.

Menschen aus dem Süden gehen vielleicht eher in die Berge, andere in den Wald. Ich glaube, jeder hat seine eigene Seelenlandschaft, eine, die zu ihm spricht und ihm Wichtiges zu sagen hat.

So einen Ort zu haben, an den man jederzeit zurückkehren kann […], ob tatsächlich oder in Gedanken, ist unendlich tröstlich.“

 

 

Autorin: Meike Winnemuth

Titel: Ozean der Möglichkeiten

In: Andere Zeiten Team (Hg.): Andere Orte, Hamburg 2017, S. 98-99, 99

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29313
28AUG2019
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„Ich freue mich, weil der Herrgott auf den Gedanken kam, Saltkrokan zu machen […]. Diese Insel […] mit ihren alten Bootsstegen und Fischerbooten und mit ihrer herzzerreißenden Schönheit.

[… Ich freue mich,] weil er dann auf den Gedanken kam, sie wie ein Juwel weit draußen am Rande des Meeres hinzulegen, wo sie […] annähernd so bleiben durfte, wie er sie sich gedacht hatte, und weil ich habe hierher kommen dürfen.“

 

 

Autorin: Astrid Lindgren

Titel: Juwel im Meer

In: Andere Zeiten Team (Hg.): Andere Orte, Hamburg 2017, S. 10.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29312
27AUG2019
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„Ein fremder Ort erbaut mich, insofern er anders ist als die Orte, in denen ich wohne, arbeite und esse. […] Er ruft mir zu: Halt! Unterbrich Dich! Befreie Dich von Deinen Wiederholungen!

Ein fremder Ort bietet mir eine Andersheit, die mich heilt, gerade weil sie mich nicht wiederholt, sondern mich von mir wegführt.“

 

 

Autor: Fulbert Steffensky

Titel: Der fremde Ort

In: Andere Zeiten Team (Hg.): Andere Orte, Hamburg 2017, S. 12.

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29310
26AUG2019
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Das Leben ist Schönheit - bewundere sie. 

Das Leben ist Traurigkeit - überwinde sie. […]

 

Das Leben ist ein Abenteuer - wage es. 

Das Leben ist eine Tragödie - ringe mit ihr. Das Leben ist Reichtum - bewahre ihn. […]

 

Das Leben ist Liebe - erfreue dich an ihr. 

Das Leben ist eine Herausforderung - stelle dich ihr. […]

 

Das Leben ist ein Rätsel - durchdringe es.  Das Leben ist ein Versprechen - erfülle es.  

 

 

Autorin: Mutter Theresa

Titel: Über das Leben

In: https://www.blueprints.de/artikel/empfehlungen-grosser-denker/uber-das-leben-von-mutter-teresa.html

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29309
25AUG2019
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„Es ist gar nicht so einfach, nur wahrzunehmen und auszuhalten, was gerade ist. Schnell sind die Gedanken auf und davon und drehen sich in den üblichen Sorgenkreisen. Nein! Nicht denken, keine inneren Debatten führen, auch unangenehmen Dingen nicht ausweichen. Alles so sein lassen. […] Auch das Schwere ist aufgehoben im großen Lebensfluss, der uns trägt und verändert.

Beten heißt: Sich selbst und das Leben mit Licht und Schatten liebevoll wahrzunehmen, zu akzeptieren und zugleich an Heilung und Veränderung zu glauben.“

 

 

Autorin: Melanie Kirschstein

Titel: Beten

In: Andere Zeiten (Hrsg.): wandeln. Mein Fasten-Wegweiser. Hamburg, 2015, S. 57.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29308