Manuskripte

SWR3 Worte

17AUG2019
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Wie kann man sich selbst auf die Spur kommen! Der Buchautor, John Strelecky, hat eine Idee. Und die lockt einen in die Kindheit und zu den Heldinnen aus Kindertagen. Er rät:

Schreibe Deine (…) drei Lieblingskinderbücher auf – und erkläre, warum sie es sind. Das hilft zu erkennen, was für Dich wichtig ist, welche Eigenschaften Du bewunderst, wo es dich hinzieht und wer dir als leuchtendes Beispiel dient. Es gräbt tiefer. Du musst in Dir selber stöbern.

Aus: einfachsein, Heinrich Bauer Verlag KG Hamburg

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16AUG2019
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Da ist die Woche schon um, aber fertig ist man wieder einmal nicht geworden. Martin Luther meinte, beim Christsein ist es genauso. Da wird man auch nie fertig. Trotzdem hat er ganz hoffnungsvoll geschrieben – wie ein Gruß fürs Wochenende:

Wir sind´s noch nicht, wir werden`s aber. Es ist noch nicht getan, es ist aber im Gang und im Schwang. Es ist nicht das Ende, aber der Weg.

Aus: Für die freie Zeit. Worte Martin Luthers und bibl. Texte zum Nachdenken, Amt für den Gemeindedienst der Ev. Luth. Kirche in Bayern

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15AUG2019
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Schenken ist eine Kunst. Das wusste schon der Dichter Joachim Ringelnatz und hat gedichtet:

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
Sein dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass Dein Geschenk
Du selber bist.

Aus: Mal ehrlich. 7Wochen ohne Lügen, edition chrismon

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14AUG2019
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Martin Luther hat von der Freiheit eines Christenmenschen gesprochen. Worin diese Freiheit bestehen kann, hat die Ordensschwester Melanie Wolfers zusammengefasst. Sie ist auf fünf Freiheiten gekommen:

Die Freiheit, das zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.
Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das was von mir erwartet wird.
Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas anderes vorzutäuschen.
Die Freiheit um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.
Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer Sicherheit zu gehen und nichts Neues zu wagen.

Aus: Melanie Wolfers, Trau Dich, es ist Dein Leben. Die Kunst, mutig zu sein

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13AUG2019
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Man sollte teilen, was man gut kann und wenn man was Schönes zu bieten hat. Das findet auch der Autor Erik Flügge. Deshalb rät er den Menschen in der Kirche:

Reißen Sie die Türen Ihrer Kirche auf, wenn drinnen jemand einfach Orgel spielt. Lassen Sie Ihre Chöre erschallen auch außerhalb der gesetzten Form. Tragen Sie Ihre Kunst in den öffentlichen Raum.  

Aus: Erik Flügge, Nicht heulen, sondern handeln. Thesen für einen mutigen Protestantismus in der Zukunft

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12AUG2019
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Manchmal ist es gut planlos zu sein. Vielleicht sogar besonders am Montagmorgen. Findet zumindest die französische Sozialistin Madeleine Delbrel. Sie empfiehlt: 

Geht in euren Tag hinaus ohne vorgefasste Ideen,
ohne die Erwartung von Müdigkeit,
ohne Plan von Gott, ohne Bescheidwissen über ihn (…)

Brecht auf ohne Landkarte – und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist, und nicht erst am Ziel.
Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden in der Armut eines banalen Tages.

Aus: Madeleine Delbrêl, Gott einen Ort sichern. Texte – Gedichte – Gebete

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11AUG2019
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Auch Beten kann fröhlich sein. Ich musste jedenfalls schmunzeln als ich dieses alte Ukrainische Gebet gelesen habe:

Gott schicke
Den Tyrannen Läuse
Den Einsamen Hunde
Den Kindern Schmetterlinge
Den Frauen Schafe
Den Männern Wildschweine
Uns allen aber einen Adler, der uns auf seinen Fittichen zu ihm trägt.

Aus: Ja zu jedem Tag, Biblische Texte, Gebete und Betrachtungen, hrsg. von Joachim Feige/Renate Spennhoff

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