Manuskripte

SWR3 Worte

20JUL2019
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„Jesus kennt den Jungen, der auf dem Schulhof alleine steht. Das Mädchen, das von Germany’s Next Topmodel träumt und sich immer zu dick fühlt. Der Anzugtyp, der alles zusagt, immer atemlos und es dann nicht einhält, weil er kurz vor dem Burn-Out ist. Uns alle. Das sind wir: Gottes geliebte Gurkentruppe.

Wir gehören zu Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, der sich mit Prostituierten, Steuerbetrügern und Aussätzigen umgab.
Der ihnen zuhörte, sie tröstete und heilte. Er liebte sie, mit einer Liebe, die stärker ist als der Tod.

Ich habe Sehnsucht danach. Weil ich diese Liebe selbst brauche:
Und weil ich ahne, dass (…) Gott vielen diese Sehnsucht geschenkt hat.
Wir brauchen Gott und wir brauchen einander.
Ich brauche euch, damit ich meine Sehnsucht teilen kann. Ich brauche euch, damit ihr mich erinnert, Gott vertraut mir.
Deshalb bin und bleibe ich Teil von Kirche, von dieser Vertrauensgemeinschaft, die Jesus nachfolgt. Mit meiner ganzen Geduld!“

Aus der Predigt des Abschlussgottesdienstes des Kirchentags 2019. Quelle: https://www.kirchentag.de/aktuell_2019/sonntag/predigt/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29042
19JUL2019
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„Unabhängig davon, ob unser Leben hier auf der Erde katastrophal schmerzhaft und
grausam oder wunderschön prunkvoll und erheiternd ist, kommt nach dieser begrenzten Zeit gleichberechtigt für alle ein unkenntlich langer und schöner neuer Horizont.

Die Aussicht auf den Himmel verändert meine ganze Sicht auf das irdische Leben – weil es nicht alles ist, was ich zu erwarten habe, ist es auch nicht der Weltuntergang, wenn es meinen Erwartungen nicht entspricht.

Da ich überzeugt bin, dass das Beste erst noch kommt, muss ich nicht krampfhaft versuchen (mein Leben) vollzupacken oder zu verlängern.

(…) Meiner Himmels-Hoffnung nehme ich mit in die Gegenwart und versuche, im Hier und Jetzt schon mal um mich herum ein Stückchen Himmel auf Erden zu feiern.“

Aus: Samuel Koch, Steh auf Mensch! Adeo Verlag 2019, S. 182-183

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29041
18JUL2019
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„Aus Kindern werden Erwachsene, die genau sind wie Sie.
Genau wie Sie?  Wirklich?

Das Ziel ist nicht, Kinder zu solchen Erwachsenen zu machen wie Sie es sind, sondern vielmehr zu besseren Erwachsenen, als Sie es sind. (…)

Liebe Erwachsene,
Sie müssen zuhören und von Kindern lernen,
Sie müssen uns vertrauen und mehr von uns erwarten. (…)
Wir sind dir nächste Generation, diejenigen, die diese Welt weiter nach vorne bringen. (…)
Die Welt braucht Möglichkeiten für neue Chefs und neue Ideen. Kinder brauchen Möglichkeiten, zu führen und Erfolg zu haben.
Sind Sie dafür bereit?
Denn die Probleme dieser Welt sollten nicht zum Erbe der Menschheit werden.“

 

Rede von Adora Svitak (13 J.) am 13.2.2010 in: Shaun Usher (Hg.), Speeches of note.
Reden, die die Welt veränderten, Gütersloh 2019, S. 243

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29040
17JUL2019
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Wo es blüht, fliegen Schmetterlinge! Sie sind Glaubensboten!  In einem kleinen Buch habe ich  diese Zeilen gefunden:

„Wenn die Raupen wüssten, was einmal sein wird, wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher, hoffnungsvoller.
Der Tod ist nicht das Letzte. 

Der Schmetterling ist das Symbol der Verwandlung, Sinnbild der Auferstehung.
Das Leben endet nicht, es wird verändert.
Der Schmetterling erinnert uns daran, dass wir auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sind.“

  

Quelle: Wandeln. Mein Fastenwegweiser 2016, S. 102, Andere-Zeiten-Verlag Hamburg

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29046
16JUL2019
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„Und dann gibt es da auch noch die Menschen, die tatsächlich an Gott glauben und spüren, dass sie daraus Kraft für ihr Leben schöpfen. Es sind viele. Zu viele, um sie kleinzureden. Trotz (…) Säkularisierung und Austrittswellen sind in Deutschland noch 46 Millionen Frauen und Männer Mitglieder einer der beiden großen christlichen Konfessionen. (…)
So wie die parteipolitisch Engagierten sind auch die aktiven Christen Säulen der Gesellschaft, jeder an seinem Platz.
Sie tragen nicht nur Kirchenbriefe aus, kochen Kaffee am Seniorennachmittag im Gemeindehaus, stricken für den Adventsbasar, besuchen Kranke und geben Flüchtlingen Deutschunterricht.
Christen mischen in politischen Debatten mit,
setzen sich für Menschenrechte ebenso wie für den Umweltschutz ein.
Manche riskieren ihr Leben, wenn sie für diakonische Einrichtungen in Katastrophengebiete reisen, um Opfern von Erbeben oder Kriegen zu helfen.
(…) Ohne Religion wären wir arme Teufel.“

 

Claudia Becker, Ohne Religion wären wir arme Teufel, in: Die Welt, 9.4.2017, https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163558579/Ohne-Religion-waeren-wir-arme-Teufel.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29038
15JUL2019
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„(…) Die Liebe zu Dir ist eben nicht "mal schauen", nicht locker, nicht entspannt, lässig, sie ist auch nicht sexy oder geil. Dafür ist sie zu intim.
So wie in einer Berührung manchmal alles knistert und sich aufstellt und nah ist,
ganz oben, direkt unter der Haut,
obwohl man nur kurz Feuer brauchte oder das Bier halten sollte;
und jeder weiß, dass da kein One-Night-Stand mithalten kann.

Weil da so viel drinsteckt, weil man sich öffnen muss und verletzbar sein und hoffen.
So ist das mit Dir, (Gott).

Und weil uns das Angst macht, chillen wir lieber bei Tinder oder beim Yoga, weil wir uns da nichts vorwerfen müssen, wenn wir doch absagen, denn alle hatten eh auch noch was anderes vor. Hey, kein Ding, alles cool, dann nächste Woche. Wir sind die mit dem Vielleichtknopf fürs Leben nach dem Tod, weil wir zu viel Schiss haben, uns auf was einzulassen, das für immer sein könnte.“

Quelle: Hannes Schrader, Jung und Gott; https://www.zeit.de/campus/2017-08/glaube-gott-religion-junge-menschen/seite-2

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29037
14JUL2019
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Nichts vor heute? Macht nichts. Die Moderatorin Yvonne Wilckins würde Sie dazu beglückwünschen! Sie sagt:

„Ich plädiere dafür, den Sonntag als langweiligen Ruhetag zu akzeptieren und zu heiligen.

Die Rituale unseres Lebens und die Traditionen, die damit verbunden sind, als das zu akzeptieren, was sie sind: eine Möglichkeit, zu uns selbst und zu Gott zu finden.

(…) 

Aus: Yvonne Willicks, Glaube ganz einfach. Eine persönliche Spurensuche. Adeo Verlag 2018, S. 87

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29043