Manuskripte

SWR3 Worte

13JUL2019
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Christopher Schacht ist nach seinem Abitur mit nur 50 Euro einmal um die Welt gereist. In seinem Buch schreibt der Theologiestudent:

„Wir meinen oft, wir bräuchten noch irgendetwas, um glücklich zu sein. Wenn ich mehr verdienen würde, ein paar Kilo weniger wiegen würde, […] dann wäre ich zufrieden! Was wir bereits haben, ist vielleicht gut…aber noch nicht gut genug. […] Im Supermarkt um die Ecke können wir aus tausenden Artikeln wählen. Cordon Bleu, daneben Schokoladen-Eiscreme und etwas weiter die Bananen aus Übersee. Vor nicht mal 100 Jahren wären bei diesem Angebot selbst Könige neidisch geworden! Fernseher, Smartphone, Heizung, […]  Müssten wir nach so vielen Verbesserungen nicht viel glücklicher sein als die Menschen in anderen Ländern?  Ich bin auf meiner Reise unzähligen Menschen begegnet, die in ihren Bambushütten […] zufriedener waren als so mancher Porsche-Fahrer in Deutschland. […] ich habe unterwegs neu gelernt, das Leben mit dankbaren Augen zu sehen […]

 

Quelle: Christopher Schacht: Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig loszog und als reicher Mensch zurückkam. Adeo-Verlag, Asslar 2018, S.95.

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12JUL2019
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Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat eine Lieblingsbibelstelle aus dem Buch der Sprüche: „Tu den Mund auf für die Stummen!“(Spr 31,8) Baerbock schreibt dazu:

Dieser Satz aus dem Alten Testament beschreibt gut, warum ich Politik mache: denen eine laute Stimme sein, die sich selbst kein Gehör verschaffen können. Es geht mir um die Rentnerin […], die Familien in den Rettungsbooten auf dem Mittelmeer, die Menschen bei den Tafeln im Land hier und um den Bauern in Bangladesch, der von seinem Land vertrieben wird. Das mächtigste Instrument der Politik ist das Wort – als Rede, als Debatte, als Gesetz. Es für die Stummen und Leisen zu benutzen, ist seine beste und höchste Verwendung.

Quelle: Nikolaus Schneider (Hg.): Glaube, Liebe, Hoffnung: Die Bibel der Politikerinnen und Politiker, kreuz-Verlag, Hamburg 2018, S.66-67.

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11JUL2019
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Gefragt nach einer Bibelstelle, die ihr persönlich wichtig ist, entscheidet sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen Vers aus dem 1.Korintherbrief. Dort heißt es: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Kor 13,13). Die CDU-Politikerin schreibt dazu:

Der Glaube ist das sichere Vertrauen auf Gott, zu dem der Mensch im Leben immer wieder Zuflucht nehmen kann. Die Hoffnung ist genau diese feste Zuversicht auf das, was von Gott an Heilsamem zu uns kommen wird, ohne jedoch schon gegenwärtig und erfahrbar zu sein. Die Liebe aber ist die entscheidende Kraft, die uns Gottes Nähe wirklich erfahren lässt, uns füreinander öffnet und uns über uns selbst und unsere alltäglichen Sorgen und Probleme hinaushebt. Sie ist das Band, das alles zusammenhält.

Quelle: Nikolaus Schneider (Hg.): Glaube, Liebe, Hoffnung: Die Bibel der Politikerinnen und Politiker, kreuz-Verlag, Hamburg 2018, S.172-173.“

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10JUL2019
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Die SPD-Vorsitzende und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich als Erwachsene taufenlassen. Ihr Taufspruch aus dem 2.Timotheusbrief lautet: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2Tim 1,7).Dazu schreibt Schwesig:

 „Mein Glaube gibt mir Kraft und Orientierung […]. Das gilt in guten wie in schlechten Zeiten. Ich will dabei helfen, unsere Gesellschaft gerechter und lebenswerter zu machen. Und ich weiß: Gott ist für mich und meine Familie da. Er hält mich, er stärkt mich, er schützt mich. […] Die Geburt meines Sohnes war der wichtigste Grund, mich taufen zu lassen. Als er zur Welt kam, war das für mich ein kleines Wunder und mir war klar: Als Mutter trage ich Verantwortung für ihn. Aber es ist auch gut, die schützende Hand Gottes über meinem Sohn, meinem Mann und mir zu wissen.“

Quelle: Nikolaus Schneider (Hg.): Glaube, Liebe, Hoffnung: Die Bibel der Politikerinnen und Politiker, kreuz-Verlag, Hamburg 2018, S.210-212.

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09JUL2019
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Der Fußballer Lukas Podolski engagiert sich als Botschafter für das christliche Kinderprojekt „Die Arche“.  An über 25 Standorten gibt es eine Arche, die sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt. In seinem Buch „Dranbleiben“ schreibt Lukas Podolski:

„Integration ist in der Arche ein großes Thema, denn hier kommen alle möglichen Nationalitäten zusammen […] Allein die Kölner Arche-Kinder stammen aus Italien, der Türkei, dem Senegal, Mali, Rumänien, Albanien und anderen Ländern […]. […] Die Religion ist in diesem Zusammenhang wichtig. Die Arche ist christlich geprägt.  […]. Grundsätzlich geht es darum, die bedingungslose Liebe Gottes zu vermitteln. Es gibt jemanden, der dich liebt und dir vergibt, auch wenn du mal Mist gebaut hast. Dadurch kannst du Hoffnung schöpfen und dir etwas zutrauen.“

Quelle: Lukas Podolski-Dranbleiben. Warum Talent nur der Anfang ist., Bastei Lübbe, Köln 2015, S.132-133

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08JUL2019
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Hans Leyendecker ist Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages und Journalist. Er deckte zahlreiche politische Skandale im In- und Ausland auf. Ein Skandal ist für ihn auch der Umgang mit geflüchteten Menschen im Mittelmeer:

„Pilatus wusch sich die Hände in Unschuld. Europäische Politikerinnen und Politiker waschen sie in dem Wasser, in dem Flüchtlinge ertrinken.   […] Wir alle können etwas tun – und uns mit unserem Vertrauen den Spaltern und Hetzern in unserer Gesellschaft entgegenstellen: Lasst uns nicht nur über Defizite bei der Integration reden […], sondern mit Respekt, Hochachtung und Dankbarkeit von den vielen Menschen, die in Kirchengemeinden, Vereinen und politischen Initiativen mitmachen und mittun: […] Engagement ist bester Bürgersinn! […] Wer Vertrauen hat, verzweifelt nicht! Wer Vertrauen hat, handelt!“

Quelle:  https://www.kirchentag.de/index.php?id=17858&sessionId=370221101&manuscriptId=221||2, Sonntag, den 23.6.2019, 19:35 Uhr

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07JUL2019
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Der Schauspieler Samuel Koch ist seit seinem Unfall bei „Wetten dass…?“ vom Hals abwärts gelähmt. Er beschreibt in seinem Buch „Steh auf Mensch!“, was ihm Kraft gibt:

„Nur indem man von sich selbst wegsieht, kann man sich finden. Mutter Theresa scheint mir daher ein weitaus besseres Vorbild zu sein, als Ratschläge wie […] „Bau ein soziales Netzwerk auf, damit du immer jemanden hast, der für dich da ist.“ […] Ich „investiere“ nicht „in soziale Netzwerke“, um im Ernstfall abgesichert zu sein. […] Statt […] „Netzwerk“ gefällt mir für die menschliche Gemeinschaft das biblische Bild von einem Körper deshalb viel besser, der aus vielen Körperteilen besteht, die alle gleichermaßen wichtig sind […] Jeder ist auf jeden angewiesen. […] Auch wenn ich vieles nicht mehr kann – lieben kann ich noch. Und damit habe ich noch immer die wichtigste Fähigkeit von allen! [… ] Jeder wird gebraucht und jeder kann etwas tun, auf jedem Niveau.

Quelle: Samuel Koch: Steh auf Mensch! Was macht uns stark? Kein Resilienzratgeber. Adeo-Verlag, Asslar 2019, S. 118.119.123.124.128

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