Manuskripte

SWR3 Worte

08JUN2019
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Es wird gerade viel gefeiert in den Abrahamreligionen: Eine heilige Woche für Christen, Muslime und Juden! Was das Besondere an Schawuot ist, erklärt Amnon Selig, der Kantor der jüdischen Gemeinde in Mannheim so:

Die jüdische Tradition legt viel Wert darauf, dass während der Übergabe der Gebote, das ganze Volk Jisrael laut ankündigte:

"Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören" (2. Mose 24:7).
Erstmal TUN, also mit voller Hingabe Gottes Wort annehmen und akzeptieren, und erst danach HÖREN, lernen, verstehen, worum es eigentlich geht.
Am Schawuot wird in der Synagoge das Buch Ruth vorgelesen. Warum? Unter anderem, weil Ruth die erste Konvertitin ist. Sie hat die jüdische Religion so angenommen: bedingungslos und einwandfrei wie das Volk am Sinai. Sie sagt: Dein Gott ist mein Gott" (Ruth 1:16).

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07JUN2019
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Manche starten morgen in die Pfingstferien. Ihnen allen ein Segensruf von Carola Moosbach auf den Weg:

Mach unser Beten lebendig Gott
Die müden Wörter bring zum Tanzen
In deinem Rhythmus Sollen sie tanzen

Beschenke uns nähre uns rühre uns an
Mit deiner Nähe Gott
Mit deiner kostbaren zärtlichen Nähe rühre uns an

Tauche uns ein ganz tief in dein Schweigen Gott
In dein schwebendes fließendes Schweigen
Tauche uns ein Gott wir lassen dich nicht

Bis du uns segnest
Bis du uns leuchtest in allen Farben des Lebens
Bis du uns einhüllst in deinen bergenden Frieden

Lobet die Eine. Carola Moosbach

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06JUN2019
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Hape Kerkeling ist eine Art Clown, veräppelt Leute indem er sich selbst dumm stellt. Aber er ist auch ein Pilger und erzählt davon wie es sich für ihn anfühlt, in der Welt unterwegs zu sein und zu leben:

Der Schöpfer wirft uns in die Luft, um uns am Ende  überraschenderweise wieder aufzufangen. Es ist wie in dem ausgelassenen Spiel, das Eltern mit den Kindern spielen. Und die Botschaft lautet: Hab Vertrauen in den der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein.
Und wenn ich es Revue passieren lasse, hat Gott mich auf dem Weg andauernd in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Wir sind uns jeden Tag begegnet.

Ich bin dann mal weg. Hape Kerkeling

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05JUN2019
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In Mannheim leben Christen und Muslime sehr eng zusammen. Heute beginnt das dreitägige Fest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Mikail Kibar, Vorstand der Mannheimer Moschee sagt dazu:

Am ersten Morgen des Ramadan Fests, versammeln sich die Gläubigen zum Festtagsgebet in der Moschee. Sie danken dafür, dass sie den Fastenmonat Ramadan erleben und fasten durften.

Der Imam betet, für Vergebung und Dankbarkeit. Das Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang reinigt Körper und Geist.

Die Spenden an Arme und Bedürftige, reinigen das eigene Vermögen. Die gemeinsamen Abendessen mit Familie, Freunden und Fremden, lassen zwischenmenschliche Beziehungen in einem neuen Licht erstrahlen.

Mit dieser Läuterung im Rücken blicken die Muslime auf die kommende Zeit. Gestärkt und bereit, mit der erlernten Geduld, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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04JUN2019
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Dreißig Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking hat das Land noch immer nicht zu Demokratie gefunden. Ai Weiwei, Architekt und Künstler sagt dazu:

Ich weiß nicht wie andere darüber denken. Mein gesellschaftlicher Standpunkt und mein Standpunkt als Künstler sind miteinander verknüpft. Ich hoffe, dass unsere Gesellschaft gerecht wird, dass alle gleiche Chancen haben. Und ich hoffe auch, dass jeder seine Meinung äußern kann. Ich möchte nicht ein Künstler sein, der sich nicht um solche Fragen kümmert. Wenn Sie in einer Diktatur leben, dann können Sie sich gar nicht anders verhalten, denke ich. Sie müssen sich wehren.

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03JUN2019
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David Byrne hat die Welt auf dem Fahrrad erkundet und erzählt von seinen Erfahrungen: Er schreibt:

Ender der 80er entdeckte ich Klappfahrräder. Und da mich meine Arbeit und Neugier in die verschiedensten Teile der Welt führte, nahm ich gewöhnlich eins mit. Ich erlebte das gleiche Gefühl der Freiheit wie in New York…

Auf den Straßen fühlte ich mich dem Leben näher als in einem Taxi oder irgendeinem öffentlichen Verkehrsmittel. Ich konnte anhalten, wann immer ich wollte.

Diese Art zu sehen –Schneller als beim Spazierengehen, langsamer als im Zug, meistens etwas höher als Fußgänger wurde zu meinem Panoramafenster mit Blick auf die Welt.

Sich mit dem Fahrrad durch eine Stadt zu bewegen ist wie das Navigieren durch die kollektiven Nervenbahnen eines riesigen globalen Gehirns. Eine phantastische Reise ohne billige Nebeneffekte!

Bycicle Diaries. David Byrne

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02JUN2019
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Gott ist mein Licht und meine Befreiung
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Gott ist die Zuflucht meines Lebens
Vor wem sollte ich erschrecken?

Höre Gott mein Rufen,
neige dich zu mir!
Antworte mir! Mein Herz spricht dir nach:
Sucht mein Antlitz!

Ich suche dein Antlitz, Gott.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
Weise mich nicht ab im Zorn,
ich gehöre zu dir.

Unerschütterlich glaube ich daran.
Die Güte Gottes zu sehen, im Lande der Lebenden.
Hoffe auf Gott, sei stark, fasse dir ein Herz!
Hoffe auf Gott!

Psalm 27 nach: Bibel in gerechter Sprache

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