Manuskripte

SWR3 Worte

01JUN2019
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Der Unternehmer Dirk Roßmann erzählt, wann er sich lebendig fühlt: 

„Ich mag Menschen, Glück erlebe ich in der Gemeinschaft. Neulich bin ich mit dem Zug nach Berlin gefahren. Der Zug war kürzer als sonst, so hatte ich keinen Sitzplatz. Ich saß - in der ersten Klasse - im Schneidersitz auf dem Boden. Mir gegenüber kauerte ein junger Mann und ich sagte: „Darf ich sie mal was fragen?“ „Ja.“ „Wollen wir uns fünf Minuten unterhalten?“ Also hat er seinen Laptop zugeklappt, und wir haben uns anderthalb Stunden erzählt, wie die Feuerwehr. Zum Schluss haben wir uns geduzt. Diese Fahrt habe ich so genossen!“ 

 

Aus: chrismon. Das evangelische Magazin. 04.2019, S. 40.

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31MAI2019
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Der Schriftsteller Robert Seethaler schaut auf sein Leben. Er sagt: 

„Mir geht es nicht um die großen Ereignisse des Lebens. Ein Eichhörnchen, das ich vorhin beobachtet habe. Momente mit meinem Sohn […] oder die Erinnerung an seinen kleinen schmalen Rücken. Müsste ich heute sterben, ich könnte es gerade ohne Reue. Ich leide und strample und kämpfe wie verrückt. Ich habe meine dunklen und traurigen Phasen. Aber gerade so, mit allen Hochs und Tiefs, ist mein Leben gut.“

  

Aus: chrismon. Das evangelische Magazin, 01.2019, S. 42.

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30MAI2019
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Valerie Schönian ist jung, Feministin, links und sie glaubt nicht an Gott. Ein Jahr lang hat sie einen katholischen Priester begleitet. In diesem Jahr macht sie ein Gedankenspiel: Was wenn es Gott doch gibt? Sie sagt: 

„Wenn es Gott gibt - dann zeigen die Sterbenden, die sich an ihn wenden, nicht, dass Menschen bereit sind, in Todesgefahr alles zu glauben. Sondern dann sind sie Zeugen dafür, dass Gott einen immer erwartet und es nie zu spät ist.“

 

Aus: Schönian, Valerie: Halleluja - Wie ich versuchte, die katholische Kirche zu verstehen, Piper Verlag, München 2018, S. 285.

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29MAI2019
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Friederike und Clemens Ladenburger haben ihre Tochter verloren. 2016 ist sie in Freiburg vergewaltigt und getötet worden. In einem Interview erzählen sie, was Ihnen trotz allem Halt und Kraft gibt:  

„Unser Glaube. Wir sind Christen, und als Christen waren wir vom Moment der

Todesnachricht an gewiss, dass es unserer Tochter Maria gut geht, dass sie gut aufgehoben und bewahrt ist. Sie lebt weiter mit uns, und wir können uns auf ein Wiedersehen mit ihr freuen.“
 
  

Aus: https://www.badische-zeitung.de/freiburg/friederike-und-clemens-ladenburger-sie-lebt-weiter-mit-uns--167832218.html. Erschienen am 08.03.2019.

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Das Top-Model Gisele Bündchen auf die Frage nach Geld und Glück: 

„Es geht nicht darum, was man an Materiellem besitzt, sondern darum, wie reich man an spirituellen Erfahrungen und Verbindungen ist. Wie bewusst man lebt. Das macht glücklicher als alles andere.“

  

Aus: KNA-Newsletter per Email vom 07.04.2019.

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27MAI2019
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Die Journalistin Valerie Schönian hat ein Jahr lang einen katholischen Priester begleitet. Kein leichter Job für eine junge Berliner Feministin, die nicht an Gott glaubt. Ein Jahr später stellt sie sich die Frage, ob es denn Gott vielleicht doch gibt. Sie schreibt: 

„Wenn es Gott gibt - dann war er es, von dem ich sprach, als ich 14 Jahre alt war. Als ich sagte, ich will nicht konfirmiert werden, weil ich zwar an Gott glaube, aber nicht an die Kirche. Dass ich ihn vergaß, ist dann kein Beweis dafür, dass es ihn nicht gibt, sondern dafür, dass man sich immer von ihm abwenden kann. Weil Gott kein Zwang ist. Kein Müssen. Gott ist: Du darfst.“

  

Aus: Schönian, Valerie: Halleluja - Wie ich versuchte, die katholische Kirche zu verstehen, Piper Verlag, München 2018, S. 284.

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26MAI2019
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Neu anzufangen ist einerseits aufregend und andererseits anstrengend. Für den italienischen Schriftsteller Cesare Pavese ist es vor allem reizvoll. Er sagt: 

„Die einzige Freude für mich auf der Welt ist das Anfangen. Es ist schön zu leben, weil Leben Anfangen ist, immer, in jedem Augenblick.“

 

Aus: https://www.anderezeiten.de/aktionen/initiativen-zum-kirchenjahr/fastenzeit/vu/.

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