Manuskripte

SWR3 Worte

13APR2019
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Glücklich zu sein fällt vielen schwer – selbst dann, wenn es genug Anlass dazu gäbe. Vielleicht weil das große Ganze des Lebens noch nicht perfekt ist. Dabei kommt es darauf gar nicht an. Das findet zumindest der Dichter Samuel Taylor Coleridge:

„Das Glück unseres Lebens setzt sich aus winzigen Kleinigkeiten zusammen – den kleinen, bald vergessenen Wohltaten eines Kusses oder Lächelns, eines freundlichen Blicks, eines von Herzen kommenden Kompliments – zahllosen, unendlichen kleine Dosen angenehmer und belebender Freuden.“

Raquel J. Palacio: Jeder Tag wie ein Wunder. Maxime für das ganze Jahr

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12APR2019
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Anne Frank war ein deutsch-jüdisches Mädchen. Weil sie und ihre Familie von den Nazis verfolgt wurden, versteckten sie sich in einer Fabrik. In diesem Versteck hat sie Tagebuch geschrieben. Sie hat geahnt, dass auch sie die Naziherrschaft nicht überleben würde. Und trotzdem hat sie nie die Hoffnung aufgegeben. Auch nicht die auf eine glückliche Zukunft. In ihrem Tagebuch schreibt sie einmal: 

„Ich bin nicht reich, ich bin nicht hübsch, nicht intelligent, nicht klug, aber ich bin und werde glücklich sein! Ich habe eine glückliche Natur, ich liebe die Menschen, bin nicht misstrauisch und will alle mit mir zusammen glücklich sehen.“

Anne Frank Tagebuch. Eintrag vom Samstag, 25. März 1944. Einzig autorisierte und ergänzte Fassung Otto H. Frank und Mirjam Pressler.

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11APR2019
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„Mark Twain, der amerikanische Schriftsteller, wurde von einem Reporter gefragt, ob es stimme, dass er jeden Tag die Bibel lese. Als Mark Twain bejahte, fragte der Mann weiter: „Machen Ihnen denn nicht die vielen unverständlichen Stellen Kopfschmerzen?“ „O nein“, antwortete der, „mir machen vielmehr die Stellen Kopfschmerzen, die ich nur zu gut verstehe!“

Cornelia Haverkamp (Hrsg.): Vom Duft der Rosenblüte

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10APR2019
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Für mich hat Christsein etwas mit Freude zu tun. Ich finde, dass man mir das ruhig auch ansehen darf. So ähnlich hat das auch Mutter Teresa gesehen. Sie hat einen Auftrag für alle Menschen und ich glaube, der ist wirklich klug und sinnvoll und gar nicht so schwer:  

„Lasst uns einander mit einem Lächeln begegnen!“

Raquel J. Palacio: Jeder Tag wie ein Wunder. Maxime für das ganze Jahr

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09APR2019
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In manchen Kreisen wird der Ruf nach Grenzen laut. Nicht nur in den USA. Auch in Europa. Dabei sehnen sich Menschen schon seit Generationen danach, Grenzen zu überwinden und im Frieden zu leben. Einer von ihnen war der tschechische Prediger Pemysl Pitter. Was er über die Bedeutung nationaler Grenzen im Jahr 1955 sagt, ist aktuell bis heute:

„Die wahre Lösung der mitteleuropäischen Probleme ist nicht in besserer Grenzziehung zu suchen, sondern in der Überwindung der Grenzen. Es gibt zwischen unseren Völkern praktisch keine gerechte Grenzziehung, und trennende Grenzen sind nicht gottgewollt. Die Zeit muss kommen, wo sie ihre Bedeutung verlieren, weil alles Bindende und Verbindende gewachsen ist.“

Pemysl Pitter, Unter dem Rad der Geschichte, Autobiografie

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08APR2019
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Nach Ende des zweiten Weltkrieges waren tausende Kinder ohne Eltern. Pemysl Pitter hat viele von ihnen, jüdische, tschechische und deutsche aufgenommen. Er war ein evangelischer Prediger. Die Botschaft von Jesus war für ihn der einzige Weg zu einer friedlichen Zukunft Er schreibt:

„Wir wissen: Nicht alles ist verloren. Es gibt ein Heilmittel, ebenso für Deutschland wie für die ganze Welt, die vom Krieg erschöpfte und abgehetzte Menschheit. Dieses einzige Heilmittel ist das, das man den Weg, die Wahrheit und das Leben nennt. Wer verkündet es uns? Das Evangelium der Liebe, wie ihr es in der Botschaft Jesu findet. […] Wir werden für euch beten. Für alle werden wir beten, auch für unser Volk, auf dass die Liebe in unseren Herzen wachse, auf dass der Friede Gottes in den Seelen herrschen möge.“

Pemysl Pitter, Unter dem Rad der Geschichte, Autobiografie.

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07APR2019
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Pemysl Pitter war ein tschechischer evangelischer Prediger. Direkt nach dem 2. Weltkrieg hat er sich um Waisenkinder gekümmert. Dabei hat er keinen Unterschied gemacht zwischen jüdischen Kindern und den Kindern deutscher Kriegsgefangener. Was das für die Kinder bedeutet hat, haben sie ihm einmal geschrieben:

„Wie viele von uns hatten, als sie herkamen, Hass – ja sogar Rachegefühle in ihren Herzen. Da kamen Sie und brachten uns die Liebe – nicht nur Ihre Liebe, Sie zeigten uns auch die Liebe Gottes. Da verschwanden allmählich Hass und Rache aus unseren Herzen. Und das war eine große Erlösung.“

Pemysl Pitter, Unter dem Rad der Geschichte, Autobiografie.

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